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Fachkräftemangel als Chance für Unternehmen

(openPR) Potentielle Mitarbeiter nicht alleine nach Formalitäten beurteilen - Demografische Entwicklung macht Personalmangel zum Dauerthema

- Zuwanderungsdiskussion unnötig und irreführend
- Heftige Kritik an Ingenieurstudiengängen

Deutschlands Unternehmen müssen den Fachkräftemangel als Chance zur Veränderung nutzen. Diese Auffassung vertritt Dr. Albert Nussbaum, Geschäftsführer der internationalen Personalberatung Mercuri Urval. Mit häufig zu eng gefassten Vorstellung von Wunschkandidaten vergeben die deutschen Unternehmen nach Meinung des Personalexperten die Chance, talentierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für sich zu gewinnen.



„Mit dem akuten Mangel an Fachkräften in Deutschland rächt sich nun die jahrelang praktizierte Verachtung technischer Berufsausbildungen und Studiengänge“, bilanziert Dr. Albert Nussbaum die Situation am Bewerbermarkt. „Durch die verschärfte Demografische Entwicklung wird die Personalauswahl für viele Unternehmen zum strategischen Überlebensthema“, weiß Nussbaum aus der Praxis.

Ein großes Problem für viele Unternehmen sei dabei die eigene festgefahrene Mentalität. „Im internationalen Vergleich sind wir Deutschen viel zu formalistisch“, kritisiert der Personalberater. „Viele Unternehmen könnten Ihre Personalprobleme leichter in den Griff bekommen, wenn Sie ihre formalen Suchkriterien offener gestalten und stattdessen auf die passende Persönlichkeit setzten“, so Nußbaum. Die Unternehmen würden potentielle Mitarbeiter dagegen meist rein nach Papierform und Bauchgefühl auswählen. Regelmäßig werde dabei die Bedeutung von Fachkenntnissen gegenüber Persönlichkeitseigenschaften überschätzt. Da das Fachwissen in vielen Bereichen nur noch eine Halbwertszeit von rund 5 Jahren habe, seien andere Faktoren wie Flexibilität und Lernbereitschaft oft viel wichtiger.
Als positives Beispiel für die veränderten Herauforderungen in einer Wissensgesellschaft führt Albert Nussbaum den schwedischen Handybauer Nokia an. „Vor 40 Jahren haben die noch Gummistiefel hergestellt. Hätte man damals immer nur Leute eingestellt, die sich nur mit Gummistiefeln auskennen, wäre man nie zu einem weltweit führenden High-Tech-Unternehmen aufgestiegen.“ - 2 -

Lösungsansätze: Ältere, Frauen, Quereinsteiger
Lösungsansätze für die Unternehmen sieht der Mercuri Urval-Chef in der Beschäftigung von Quereinsteigern sowie der Steigerung des Anteils älterer Mitarbeiter und Frauen. Viele Unternehmen seien hier noch von falschen Vorurteilen geprägt und würden sich so auch wertvolle Erfahrungsschätze vorenthalten. Zudem müsse die systematische Entwicklung scheinbar geringer qualifizierter Mitarbeiter von den Unternehmen genutzt werden. Schließlich sei es günstiger und effizienter, mit eigenen Kräften eine Position zu besetzen, als sich Bewerber auf dem Personalmarkt einzukaufen. Fachkräfte im Ausland anzuwerben ist nach Auffassung von Nußbaum unnötig, die Diskussion lenke von den eigentlichen Problemen ab.

Ursachen des Fachkräftemangels
Nicht alles was in einer Branche an Arbeitskräften fehle, sei zudem gleich Ausdruck des Fachkräftemangels. Wenn etwa das Gastronomiegewerbe von einem Fachkräftemangel spreche, gleichzeitig aber nur Saisonarbeitskräfte im Service benötige, entspreche dies nicht einer sinnvollen Definition von Fachkräften.
Deutliche Kritik äußert Personalexperte Nußbaum an den deutschen Hochschulen. Insbesondere die Ingenieurstudiengänge müssten sich fragen lassen, ob sie attraktiv genug seien. „Wer schon im zweiten Semester mittels Fächer wie Numerik eine Auslese betreibt, muss sich fragen lassem, ob er seiner Aufgabe gerecht wird. Wie kann man denn als Professor stolz darauf sein, dass so viele Studierende durchfallen“, ärgert sich Nußbaum.

Als ein fache Formel für Unternehmen rät Nußbaum zu folgender Herangehensweise:
„Streichen Sie gedanklich doch einmal das Wörtchen Fach und schauen Sie dann erst, ob es noch einen Kräftemangel gibt!“

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