openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Nachgehakt: Gegen kirchliche Glaubensvermittlung in staatlichen Kindergärten

31.05.200717:35 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Nachgehakt: Gegen kirchliche Glaubensvermittlung in staatlichen Kindergärten
Das kritische Internetportal zum Medizin-, Pflege- und Gerontopsychiatrierecht - Lutz Barth
Das kritische Internetportal zum Medizin-, Pflege- und Gerontopsychiatrierecht - Lutz Barth

(openPR) „Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten e.V. (IBKA) sieht in den Thesen "Religion, Werte und religiöse Bildung im Elementarbereich" der EKD den Versuch, auch nichtkonfessionelle Einrichtungen für ihre Interessen einzuspannen, um Kinder frühzeitig in ihrem Sinne zu indoktrinieren und zu künftigen Kirchensteuerzahlern zu erziehen“, so die Einschätzung des Bundes der Konfessionslosen und Atheisten in einer aktuellen Pressemitteilung v. 30.05.07.



Quelle: openPR >>> http://www.openpr.de/news/137892/Konfessionslosenverband-wendet-sich-gegen-kirchliche-Glaubensvermittlung-in-staatlichen-Kindergaerten.html

Kurze Anmerkung (L. Barth):
Ob die vom Bund der Konfessionslosen und Atheisten geäußerten Befürchtungen und die damit verbundene Kritik berechtigt ist, wird sich noch erweisen müssen. Nehmen wir die 10 Thesen der EKD zur Religion, den Werten und die religiöse Bildung im Elementarbereich ernst, eröffnen sich mit den Thesen die selten so offenbar gewordene Chance, mit den Kirchen in einen kritischen und wertoffenen Diskurs zu treten. Im Rahmen der Elementarbildung in den Kindertagesstätten haben, soweit ersichtlich, alle Länder weitestgehend Landesgesetze und hierzu notwendige Ausführungsordnungen verabschiedet. Da die kirchenspezifischen Träger ebenfalls hieran gebunden sind, sind diese - wie alle anderen Träger auch - zur Vermittlung von Wertekulturen verpflichtet, die auf differente Weltanschauungen basieren. Insofern ist die Kirche nach ihren eigenen Thesen durchaus zur kritischen Selbstreflexion berufen, wenn es um die Frage geht, verschiedene Wertvorstellungen den Kindern als Orientierungsrahmen zu vermitteln. „Jedes Kind hat ein Recht auf Religion und religiöse Bildung“, so eine der Thesen und in der Tat werden wir hier die Kirchen daran messen müssen, dass es in einer pluralen Gesellschaft kein Wertmonopol gibt. Die negative Religionsfreiheit gebietet nur dann ein Recht im normativen Sinne auf eine religiöse Bildung, wenn und soweit der Grundrechtsadressat, also das Kind (vorbehaltlich etwaiger Fragen der sog. Grundrechtsmündigkeit) sich zu einer Bildung bewusst entschließt. Von daher bedeutet das „Recht auf religiöse Bildung“ im Elementarbereich „nur“ die Verpflichtung freilich auch der kirchlichen Träger, den Wertepluralismus mit innerer Distanz zur ureigenen Religion darzustellen und keinesfalls die eigene Religion als solche zu favorisieren. Sehen wir also dem Engagement der Kirchen zuversichtlich entgegen und gehen einstweilen davon aus, dass der Wertepluralismus den kleinen Mitgliedern unserer Gesellschaft pädagogisch sinnvoll nahe gebracht wird. Unbehagen schleicht sich freilich dort ein, wo bereits in einigen Landesgesetzen (z.B. Bayern) das christliche Menschenbild Eingang in den Gesetzestext gefunden hat. Hier wäre mehr Distanz angeraten gewesen.

Lutz Barth

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 138228
 1800

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Nachgehakt: Gegen kirchliche Glaubensvermittlung in staatlichen Kindergärten“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth

Bild: Wir sollen nicht sterben wollenBild: Wir sollen nicht sterben wollen
Wir sollen nicht sterben wollen
Der „Diskurs“ (?) über das frei verantwortliche Sterben eines schwersterkrankten und sterbenden Menschen ist nach wie vor nicht nur soziologisch unterbelichtet, sondern zeichnet sich insbesondere durch Glaubensbotschaften der selbsternannten „Oberethiker“ und deren „Geschwätzigkeit“ aus. „Lebensschützer“ meinen zu wissen, was die Schwersterkrankten und Sterbenden wünschen und welcher Hilfe diese am Ende ihres sich neigenden Lebens bedürfen. Mit Verlaub: Es reicht nicht zu, stets die Meinungsumfragen zu kritisieren, in denen die Mehrheit der…
Bild: Sterbehilfedebatte - Der Kreis der ethischen Überzeugungstäter ist überschaubarBild: Sterbehilfedebatte - Der Kreis der ethischen Überzeugungstäter ist überschaubar
Sterbehilfedebatte - Der Kreis der ethischen Überzeugungstäter ist überschaubar
Es scheint an der Zeit, in einer hoch emotionalisierten Debatte „Ross und Reiter“ zu benennen, die sich fortwährend um den „Lebensschutz“ scheinbar verdienstbar gemacht haben und unbeirrt auf ihrer selbst auferlegten Mission fortschreiten. Einige politisch Verantwortlichen sind gewillt, die „Sterbehilfe“ gesetzlich zu regeln und wie es scheint, besteht das Ziel in einer strikten Verbotsregelung. Auffällig ist, dass es sich um eine handverlesene Schar von Ethiker, Ärztefunktionären, freilich auch Theologen und Mediziner handelt, bei denen ber…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: osCommerce PostFinance Modul erstmals als Community Addon veröffentlichtBild: osCommerce PostFinance Modul erstmals als Community Addon veröffentlicht
osCommerce PostFinance Modul erstmals als Community Addon veröffentlicht
… bevor der Kunde den Shop verlässt. Dies hat den grossen Vorteil, dass bei einem Zahlungsabbruch alle Daten vorhanden sind und beim Kunden nachgehakt werden kann. Das Modul kann im Openstream osCommerce Demo Shop getestet werden: http://www.openstream.ch/oscommerce/demo Weitere Informationen zum Modul, zu Support und Download-Möglichkeiten findet man …
Bild: Ich pfeiff auf Blumen und Konfekt ... Muttertag – was Mütter tatsächlich wollenBild: Ich pfeiff auf Blumen und Konfekt ... Muttertag – was Mütter tatsächlich wollen
Ich pfeiff auf Blumen und Konfekt ... Muttertag – was Mütter tatsächlich wollen
… Familienmitgliedern überlassen. Weniger als 4% würden sich am meisten über Blumen, Pralinen oder Parfum freuen. Knapp 20% wünschen sich etwas ganz Anderes und hier hat Hallo-Eltern.de nachgehakt: Bei einigen Frauen besteht gar kein Bedarf an einem besonderen Tag, weil sie sich im Alltag schon ausreichend gewürdigt fühlen. Andere Mütter möchten einfach …
Bild: Konfessionslosenverband wendet sich gegen kirchliche Glaubensvermittlung in staatlichen KindergärtenBild: Konfessionslosenverband wendet sich gegen kirchliche Glaubensvermittlung in staatlichen Kindergärten
Konfessionslosenverband wendet sich gegen kirchliche Glaubensvermittlung in staatlichen Kindergärten
… spricht von religiöser Bildung. Tatsächlich geht es ihr aber nicht um ein Vermitteln von Wissen ueber Religionen und Weltanschauungen, sondern um Glaubensvermittlung. Diese ist aber in öffentlichen Einrichtungen, die zur religiös- weltanschaulichen Neutralität verpflichtet sind, außerhalb des konfessionellen Religionsunterrichts unzulässig", so der IBKA-Vorsitzende. Für …
Glücklich allein - Wie zufrieden sind Deutschlands Singles?
Glücklich allein - Wie zufrieden sind Deutschlands Singles?
… Beziehung. Dass dies nicht nur Nachteile birgt, ist klar. Doch wie glücklich sind Deutschlands Singles wirklich? Das Internetportal partnersuche.de hat bei seinen Nutzern einmal nachgehakt. Das wohltuende Ergebnis: Zwar hätten über die Hälfte der Befragten gerne einen Partner, fühlen sich in ihrer momentanen Situation aber nicht übermäßig benachteiligt. Bei …
Bild: Keine YouTube-Videos für Arcor-Kunden?Bild: Keine YouTube-Videos für Arcor-Kunden?
Keine YouTube-Videos für Arcor-Kunden?
leme mit YouTubes Internet-Gateways sein, so Arcor-Pressesprecher Jens Wagner. Zudem hält er die Beschwerden der Nutzer für nicht repräsentativ. Diese haben wieder einmal das Nachsehen und müssen sich mit erfolglosen Hotline-Anfragen zufrieden geben. freshzweinull.de hat jetzt zusätzlich bei Google nachgehakt, eine Antwort steht bislang aus.
Bild: Anlegerschutz nur ein Wahlkampfthema?Bild: Anlegerschutz nur ein Wahlkampfthema?
Anlegerschutz nur ein Wahlkampfthema?
… eingegangen. Die Kurse sind gefallen und erscheinen günstig. Ist jetzt der richtige Zeitpunkt zum Einstieg? Aber auch für Schnappchenjäger gilt nämlich: Lieber einmal zu viel nachgehakt, als einmal zu wenig. Abgerundet wird das Anleger-eMagazin durch den Beitrag „Bank macht krank!“ Viele Investoren fühlen sich von ihrer Bank allein gelassen. Grund genug, …
Bild: Schwarze Schafe an den HochschulenBild: Schwarze Schafe an den Hochschulen
Schwarze Schafe an den Hochschulen
… darin, was aus ihrer Sicht faul ist hinter den Kulissen der Hochschulen. Da die so gescholtenen “Profs”, aber auch die Studierenden bislang kaum reagierten, hat blogmedienTV nachgehakt und nachgefragt. Außerdem in Ausgabe 9: Zweifelhafter Gewinner - BILD nahm den umstrittenen Media Tenor-Chef Roland Schatz neben Bohlen & Co. in die Ahnengalerie auf - …
Bild: Offenes Forum für Kommunalpolitik der FDP Haar mit aktuellen Brennpunktthemen zum ÖPNVBild: Offenes Forum für Kommunalpolitik der FDP Haar mit aktuellen Brennpunktthemen zum ÖPNV
Offenes Forum für Kommunalpolitik der FDP Haar mit aktuellen Brennpunktthemen zum ÖPNV
… Zusammenarbeit von Gemeinde und Bahn ist der FDP-Ortsvorstand alles andere als zuversichtlich, dass hierzu ohne massives Anschieben durch die Gemeindepolitik etwas vorangeht. Unter dem Punkt „Nachgehakt“ werden die Haarer Liberalen über den aktuellen Fortschritt bei der Bearbeitung von Themen aus dem letzten Forum berichten. „Wir bleiben für die Bürgerinnen und …
Bild: Prominente fordern Ministerin Ilse Aigner zum Handeln auf - Mola und Udo sind dabeiBild: Prominente fordern Ministerin Ilse Aigner zum Handeln auf - Mola und Udo sind dabei
Prominente fordern Ministerin Ilse Aigner zum Handeln auf - Mola und Udo sind dabei
… die prominenten Fürsprecher von exotischen Tieren. Das Land Hessen hatte 2003 die Bundesratsinitiative zum Verbot von Wildtieren im Zirkus erfolgreich eingebracht, Baden-Württemberg hat 2006 nachgehakt. Mittlerweile liegen zahlreiche wissenschaftliche Studien über das Leiden von Wildtieren im Zirkus vor und mehr und mehr Länder handeln im Sinne des Tierschutzes. …
Bild: Alle reden vom zerstörten Blumenkübel – AE Trade spendet zwei neueBild: Alle reden vom zerstörten Blumenkübel – AE Trade spendet zwei neue
Alle reden vom zerstörten Blumenkübel – AE Trade spendet zwei neue
… ein wie eine Bombe. Ursprünglich war es nur eine kleine Nachricht mit Foto in der Neuenkirchener Ausgabe der Münsterschen Zeitung gewesen, doch ein Blogger hatte nachgehakt und die Welle der Aufmerksamkeit auf Twitter ausgelöst. In Windeseile wurde die Geschichte weiter getragen und viele lustige Kommentare zum “großen Unglück” machten die Runde, schaukelten …
Sie lesen gerade: Nachgehakt: Gegen kirchliche Glaubensvermittlung in staatlichen Kindergärten