(openPR) Wer rastet, der rostet – und wer zu viel sitzt, dessen Rücken streikt irgendwann. Passend zum Motto „Rück’n’Roll – Bring Bewegung in dein Leben!“ findet am Sonntag, den 15. März 2026, der bundesweite Tag der Rückengesundheit statt. Der Verband der Physiotherapeuten (VPT) Nordrhein-Westfalen nimmt dies zum Anlass, um auf die zentrale Rolle der aktiven Bewegung in der Prävention von dem Volksleiden aufmerksam zu machen.
Rückenschmerzen sind in Deutschland fast schon so etwas wie ein Volkssport – allerdings einer, auf den niemand Lust hat. Rund 81 Prozent der Deutschen plagen sich einer AOK-Umfrage mit Verspannungen und Zwicken herum. Rück’n’Roll bedeutet: Bewegung muss Spaß machen und unkompliziert in den Tag passen. Egal, ob Tanzen in der Küche oder die schnelle Dehn-Einheit im Büro – Hauptsache, die Wirbelsäule kommt in Schwung.
Bewegung ist die beste Medizin
In einer Zeit, in der langes Sitzen im Homeoffice oder am Arbeitsplatz den Alltag dominiert, ist das diesjährige Motto wichtiger denn je. „Rückenschmerzen sind kein Schicksal, sondern oft gut von Physiotherapeuten behandelbar“, erklärt Karl-Werner Doepp, Landesgruppenvorsitzender des Verbands für Physiotherapie (VPT) in NRW. Ziel ist es, das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass bereits kleine Veränderungen im Alltag – sei es die Treppe statt des Aufzugs oder gezielte Übungen – das Risiko für chronische Schmerzen massiv senken können.
Doepp betont, dass die individuelle Steuerung das entscheidende Qualitätsmerkmal bleibt: „Die Basis für jeden Therapieerfolg ist die individuelle physiotherapeutische Diagnose durch qualifizierte Physiotherapeuten. Nur wer die spezifischen Ursachen und den Schmerzgrad präzise erfasst, kann die wissenschaftlichen Ansätze klientenzentriert und wirksam steuern. Prävention ist eine Investition in die Mobilität von morgen.“
Physiotherapeuten als Experten für Prävention
Der Tag der Rückengesundheit ist auch ein Appell an die fachliche Expertise der Physiotherapeuten vor Ort. Physiotherapeuten sind die Experten für den gesamten Bewegungsapparat.
Effektive Therapiekonzepte basieren heute auf einer Kombination evidenzbasierter Ansätze, um die Wirbelsäule nachhaltig zu entlasten:
* Faszientraining: Der Einsatz von Schaumstoffrollen (Blackrolls), um Verklebungen im Bindegewebe zu lösen.
* Mobilitätstraining (Mobility): Dynamisches Dehnen, um die Beweglichkeit der Wirbelsäule und der Hüfte zu verbessern.
* Kräftigung: Fokus auf die tiefliegende Rumpfmuskulatur (Core-Training).
* Spaßfaktor: Wie der Name sagt, wird das Ganze meist mit Musik und einem Fokus auf gute Laune vermarktet, um die Motivation hochzuhalten.
* McKenzie-Konzept: Entwickelt von Robin McKenzie. Hier geht es vor allem um Eigenübungen, um Schmerzen durch bestimmte Bewegungsrichtungen (meist Streckung) zu zentralisieren und zu lindern.
* Medizinische Trainingstherapie (MTT): Ein evidenzbasiertes Krafttraining an Geräten, das speziell auf die Belastbarkeit der Wirbelsäule abzielt.
* Spiraldynamik: Ein anatomisch begründetes Bewegungs- und Therapiekonzept, das die Verschraubung des Körpers in der Bewegung nutzt.
* Pilates: Auch wenn es oft als "Fitness" abgestempelt wird, ist das von Joseph Pilates entwickelte System (besonders das "Powerhouse") eine Basis für viele moderne Rückenprogramme.
Hinweis für die Redaktion
Für Interviewanfragen zu den Themen Rückengesundheit, moderne Bewegungstherapie oder zur aktuellen Situation der Physiotherapie in NRW stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.











