(openPR) Schwere Vorwürfe gegen Betreuungsdienst in Boizenburg/Elbe
Boizenburg/Elbe – Gegen den ambulanten Betreuungsdienst „Sonnenzeit Betreuung„ stehen schwerwiegende Vorwürfe im Raum. Nach Informationen aus internen Kreisen sowie Hinweisen ehemaliger Mitarbeiter sollen grundlegende gesetzliche Vorgaben im Betreuungsbereich über einen längeren Zeitraum missachtet worden sein. Mehrere Krankenkassen haben demnach Prüfverfahren eingeleitet.
Im Zentrum der Anschuldigungen steht die Qualifikation des eingesetzten Personals. Ein erheblicher Teil der Mitarbeiter soll nicht über die erforderlichen Zertifizierungen oder fachlichen Nachweise verfügt haben, die für bestimmte Betreuungsleistungen vorgeschrieben sind. Dennoch seien sie regelmäßig bei Kunden eingesetzt worden.
Darüber hinaus wird dem Unternehmen vorgeworfen, in zahlreichen Fällen keine ordnungsgemäße Leistungsdokumentation geführt zu haben. In der ambulanten Betreuung gilt eine lückenlose Dokumentation als verpflichtend – sowohl zur Qualitätssicherung als auch als Grundlage für die Abrechnung mit den Kostenträgern. Sollten Leistungen ohne entsprechende Nachweise abgerechnet worden sein, könnte dies erhebliche rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
Ein weiterer Vorwurf betrifft die Arbeitsbedingungen innerhalb des Unternehmens. Nach Aussagen von Insidern seien Wegezeiten zwischen den Einsätzen nicht vergütet worden. Gleichzeitig sollen die erbrachten Leistungen vollständig gegenüber den Krankenkassen geltend gemacht worden sein. Arbeitsrechtlich wie auch abrechnungstechnisch wäre ein solches Vorgehen problematisch.
Zusätzlich wird berichtet, dass es innerhalb des Unternehmens wiederholt interne Rundschreiben und Mitteilungen an Mitarbeiter und Kunden gegeben haben soll, in denen andere Pflege- und Betreuungsdienste der Region negativ dargestellt wurden. Branchenvertreter sehen darin eine mögliche Rufschädigung von Mitbewerbern.
Nach Angaben aus Kassenkreisen wurden inzwischen spezielle Prüf- und Antikorruptionsabteilungen eingeschaltet. Offizielle Stellungnahmen der beteiligten Institutionen stehen noch aus. Auch die Geschäftsführung von „Sonnenzeit Betreuung“ äußerte sich auf Anfrage bislang nicht zu den Vorwürfen.
Sollten sich die Anschuldigungen bestätigen, drohen dem Unternehmen Rückforderungen in erheblicher Höhe sowie mögliche straf- und zivilrechtliche Schritte. Für die betroffenen Kunden und deren Angehörige steht vor allem die Frage im Raum, ob die zugesagten Leistungen fachgerecht und ordnungsgemäß erbracht wurden.
Bis zum Abschluss der Ermittlungen gilt die Unschuldsvermutung.









