(openPR) Die Studie zeigt: Engpässe bleiben strukturell. Entscheidend ist, wie Unternehmen Prioritäten, Entscheidungen, Kanäle und Entlastungshebel im Recruiting systematisch steuern.
Besetzungen dauern länger, Passungen werden schwieriger und Engpässe treffen besonders Rollen, die den Betrieb im Alltag tragen. Für viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) wird Recruiting damit zur Kapazitätsfrage: Nicht die Zahl der Maßnahmen entscheidet, sondern die Fähigkeit, Einstellungen unter knappen Ressourcen verlässlich durch den Prozess zu bringen.
Die Unternehmensgruppe EXPERTS & TALENTS bündelt dazu in der Studie „Zukunft des Recruitings“ Praxisbeobachtungen und Kennzahlen und ordnet sie als „Recruiting-Betriebssystem“: ein Set aus Priorisierung, klaren Rollen und Mandaten, verlässlicher Prozess-Taktung sowie einer steuerbaren Kanal- und Funnel-Logik. Im Fokus steht neben Time-to-Hire (Zeit bis zur Unterschrift) insbesondere Time-to-Work: die Zeit vom Bedarf bis zum tatsächlichen Arbeitsbeginn.
Welche drei Engpass-Signale erleben Unternehmen im Alltag?
- Vakanzzeiten bleiben hoch: Die durchschnittliche abgeschlossene Vakanzzeit belief sich im Dezember 2024 auf 168 Tage (Bundesagentur für Arbeit).
- Besetzungsprobleme sind breit: 43 % der Betriebe geben an, offene Stellen zumindest teilweise nicht besetzen zu können (DIHK-Fachkräftereport 2024/2025).
- Passung bleibt ein Kernproblem: Trotz unbesetzter Ausbildungsstellen suchten zum Bilanzierungsstichtag 30.09.2024 70.400 junge Menschen weiterhin erfolglos eine Ausbildungsstelle; gleichzeitig blieben 69.400 Ausbildungsstellen unbesetzt (BIBB).
„Recruiting ist … die betriebswirtschaftliche Funktion, die bestimmt, wie viel Wertschöpfung möglich ist.
Das Risiko heißt nicht Arbeitsmarkt. Das Risiko heißt System: Es braucht klare Rollen, schnelle Entscheidungen und ein Recruiting, das als Betriebssystem liefert.“
(Patrick-Oliver Spohler, Studienautor & Geschäftsbereichsleiter Consulting bei EXPERTS & TALENTS)
Was können Unternehmen konkret aus der Studie ableiten?
Die Studie ist als Arbeitsdokument für Geschäftsführung, HR/Recruiting und Führungskräfte konzipiert. Sie verbindet Steuerungslogik (Prioritäten, Mandate, Taktung) mit operativen Entlastungshebeln im Funnel (Bewerberherkunft/Kanäle) und in der Umsetzung (Automatisierung).
- Framework zur Engpass-Priorisierung (A/B/C-Rollen) und zur Strukturierung von Recruiting-Entscheidungen
- Praxislogik für Rollen, Mandate und Entscheidungsrhythmus, damit Prozesse unter Last planbar bleiben
- Kanal- und Funnel-Steuerung über Ergebnisgrößen (z. B. Source-to-Start) statt nur über Aktivitätskennzahlen
- Entlastungshebel durch pragmatische Automatisierung (Terminierung, Status-Updates, Screening, Feedback-Standards), ohne Candidate Experience und Arbeitgebermarke zu beschädigen
- Schlankes Kennzahlen-Set mit Fokus auf Time-to-Work (T2W) und Engpassindikatoren statt Kennzahlenflut
Wissenswertes
Die Studie steht online zum kostenfreien Download bereit.
Download: https://www.experts-talents.de/landingpage-zukunft-des-recruitings/
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