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Blick zurück nach vorn: Neues Forschungsprojekt an der KH Freiburg mit gesellschaftlicher Wirkung

08.01.202611:06 UhrMedien & Telekommunikation

(openPR) Im landesweiten Vergleich der baden-württembergischen HAW belegt die KH Freiburg bei den Drittmitteln pro Professur einen Platz im oberen Mittelfeld. Dieses Ergebnis steht für die nachhaltige Entwicklung angewandter Forschung, die sich durch Praxisnähe, interdisziplinäre Zugänge und tragfähige Kooperationen mit Akteur*innen aus Sozialwirtschaft, Gesundheitswesen und Wissenschaft auszeichnet.
Besonders deutlich wird die Forschungsstärke der KH Freiburg im Bereich der wissenschaftlichen Publikationen: Mit 5,8 Publikationspunkten pro Professur führt die Hochschule das Feld der 21 in die landesweite Berechnung einbezogenen HAW an. Der erreichte Wert liegt sogar über dem bislang höchsten Referenzwert im Land – ein klares Signal für die wissenschaftliche Sichtbarkeit und Qualität der an der KH Freiburg geleisteten Forschung.

Nachwuchsförderung als strategischer Schwerpunkt
Auch in der akademischen Nachwuchsförderung setzt die KH Freiburg Maßstäbe. Rund 30 Prozent der Lehrenden sind im Promotionszentrum der HAW Baden-Württemberg engagiert und betreuen im Promotionszentrum und bspw. in kooperativen oder assoziierten Promotionsverfahren 50 Promovierende. Damit liegt die Hochschule deutlich über dem Landesdurchschnitt von 11 Prozent und trägt aktiv zur Stärkung des eigenständigen Promotionsrechts der HAW bei. Forschung an der KH Freiburg ist damit nicht nur leistungsstark, sondern auch nachhaltig auf Zukunftsfähigkeit ausgerichtet.

Forschung mit Zukunft: Start des Projekts DIGESA
Diese starke Ausgangslage mündet nun in einen wichtigen nächsten Schritt: Mit dem Start des vierjährigen Forschungsprojekts DIGESA – Förderung digitaler Gesundheit im (hohen) Alter setzt die KH Freiburg zu Beginn des neuen Jahres ein deutliches Zeichen für ihre gesellschaftliche Verantwortung und ihre thematische Profilbildung im Bereich digitale Gesundheit, Pflege und Alter.

Ein Projekt mit Signalwirkung
DIGESA wird im Rahmen der Förderlinie „HAW-ForschungsPraxis“ des Landes Baden-Württemberg gefördert – in der ersten Ausschreibungsrunde mit über 300 eingereichten Projekten. Die Bewilligung von gut 800.000 Euro unterstreicht die hohe wissenschaftliche und gesellschaftliche Relevanz des Vorhabens. Die Projektleitung liegt bei Prof. Dr. Michael Doh und Prof.in Dr. Nadine Konopik.
Digitale Gesundheit im Alter: Chancen und Ungleichheiten
Im Zentrum von DIGESA steht die Frage, wie digitale Innovationen im Gesundheitswesen – etwa die elektronische Patientenakte (ePA), das E-Rezept, digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs) oder Telemedizin und Telepflege – zur Stärkung von Patientensouveränität, Prävention und Versorgungssicherheit älterer Menschen beitragen können.
Gerade ältere Menschen könnten besonders von diesen Entwicklungen profitieren. Gleichzeitig zeigt die Forschung eine deutliche Diskrepanz zwischen dem potenziellen Nutzen digitaler Gesundheitsdienste und ihrer tatsächlichen Nutzung. Ursachen hierfür sind unter anderem unzureichend ausgeprägte digitale Kompetenzen und digitale Gesundheitskompetenz, aber auch altersbezogene Übergänge, biografische Prägungen, soziale Ressourcen sowie strukturelle Barrieren in Zugänglichkeit und Nutzbarkeit digitaler Systeme.

Peer-to-Peer als Schlüssel zur Teilhabe
DIGESA setzt hier gezielt an einem erprobten und wirksamen Ansatz an: Peer-to-Peer-Bildungskonzepte. Ältere, ehrenamtlich engagierte Menschen werden qualifiziert, um andere ältere Menschen in informellen Lernsettings zu digitalen Gesundheitsthemen zu beraten und zu begleiten. An der KH Freiburg konnten bereits im Forschungsprojekt DiBiWohn wichtige Erfahrungen gesammelt werden: Dort haben niedrigschwellige, peerbasierte Bildungsangebote im Bereich digitaler Teilhabe im Alter nachweislich positive Effekte auf digitale Kompetenzen, Selbstwirksamkeit und Nutzungsbereitschaft älterer Menschen gezeigt. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen sowie auf bestehenden Modellprojekten – etwa den ePA-Coaches in Rheinland-Pfalz und dem Netzwerk der digitalen Gesundheitsbotschafter*innen in Baden-Württemberg – verbindet DIGESA Forschung, Praxis und Transfer auf systematische Weise.

Forschung, die wirkt – von der Kommune bis zur Bundesebene
Methodisch verfolgt DIGESA ein quer- und längsschnittliches Mixed-Methods-Design. Untersucht werden sowohl ältere Menschen im Ehrenamt als auch Personen im höheren und hohen Alter. Ziel ist es, förderliche und hinderliche Einflussfaktoren digitaler Gesundheit auf Person- und Umweltebene systematisch zu erfassen.
Auf dieser Basis sollen
• ein kommunales Bildungskonzept zur Förderung digitaler Gesundheit,
• sowie ein Konzept zur Patienten- und Klientenedukation für Prävention und Pflege
entwickelt werden.
In der Transferphase arbeitet DIGESA mit starken Partnern zusammen – unter anderem auf Landes- und Bundesebene, etwa mit der BAGSO. Damit wird die KH Freiburg als forschungsstarke Akteurin im Themenfeld digitale Gesundheit im Alter nachhaltig sichtbar.

Ausblick: Forschung mit gesellschaftlicher Verantwortung
Der Blick zurück zeigt eine Hochschule auf Spitzenniveau. Der Blick nach vorn macht deutlich: Die KH Freiburg nutzt diese Stärke gezielt, um Forschung mit hoher gesellschaftlicher Relevanz zu gestalten.
„Ich freue mich sehr und bin stolz darauf, dass wir den Bereich der Versorgungsforschung in Gerontologie und Gesundheitswesen konsequent weiterentwickeln konnten. Er hat sich zu einem interdisziplinär ausgerichteten, gemeinschaftlich getragenen Forschungsschwerpunkt entwickelt, der schlagkräftig ist und stark nachgefragt wird, um zentrale und hochaktuelle Fragestellungen unserer Gesellschaft zu adressieren“, betont Prof.in Dr. Ines Himmelsbach, Prorektorin für Lehre.
Mit DIGESA verbindet sich exzellente angewandte Forschung mit konkretem Nutzen für ältere Menschen, Kommunen und das Gesundheitssystem.
Die KH Freiburg startet damit nicht nur in ein neues Forschungsjahr – sondern in eine neue Phase ihrer wissenschaftlichen Profilierung: interdisziplinär, praxisnah und zukunftsorientiert.

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Ines Himmelsbach
+49 761 200-1450
E-Mail

Nadine Konopik
+49 761 200-1555
E-Mail

Michael Doh
+49 761 200-1569
E-Mail

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