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1,6 Millionen Euro für Spitzenforschung zu digitalen Öffentlichkeiten am Weizenbaum-Institut

07.01.202611:43 UhrMedien & Telekommunikation

(openPR) Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat eine Emmy Noether-Gruppe am Weizenbaum-Institut bewilligt. Das Projekt „Ortsbasierte Themenöffentlichkeiten: Die Neuordnung lokaler Öffentlichkeiten in einer digitalisierten und globalisierten Welt“ wird von Dr. Daniela Stoltenberg aufgebaut und geleitet. Die DFG fördert die Forschungsgruppe für sechs Jahre mit rund 1,6 Millionen Euro. Das Projekt ist ein hochdotiertes Drittmittelvorhaben, das die Spitzenforschung am Weizenbaum-Institut stärkt.

Die Emmy Noether-Gruppe der Kommunikationswissenschaftlerin Dr. Daniela Stoltenberg wird am Weizenbaum-Institut im Forschungsschwerpunkt „Digitale Märkte und Öffentlichkeiten“ beheimatet sein. Sie ist zudem am Sonderforschungsbereich „Re-Figuration von Räumen“ der Technischen Universität Berlin assoziiert und arbeitet eng mit internationalen Partner*innen sowie anderen Forschungsgruppen des Weizenbaum-Instituts zusammen.

Die Forschungsgruppe wird ab dem 1. Januar 2026 untersuchen, wie Online-Debatten über lokale Ereignisse verlaufen, welche Akteur*innen die Diskussion antreiben und welche gesellschaftlichen Auswirkungen dies hat.

Von lokal zu global: Digitale Öffentlichkeit im Wandel
Lokale Ereignisse sind längst nicht mehr nur vor Ort relevant: Sie werden online diskutiert und verbreiten sich über soziale Medien national und international. So geraten eigentlich lokal stattfindende Ereignisse in den Zusammenhang globaler Kontroversen – sei es in politischen Debatten, bei Umweltfragen oder im Umgang mit Migration. Dr. Stoltenberg und ihr Team untersuchen, wie lokale Akteur*innen auf diese Aufmerksamkeit reagieren, welche Strategien sie im Umgang damit entwickeln und wie sich sozialräumliche Ordnungen verändern.

Fallstudien in Deutschland, Polen und England
Die Emmy-Noether-Gruppe analysiert Städte in Deutschland, Polen und dem Vereinigten Königreich, die durch gesellschaftlich relevante Ereignisse nationale oder internationale Aufmerksamkeit erlangt haben. Dabei werden computergestützte Analysen großer Mediendaten mit qualitativen Interviews und Feldforschung kombiniert, um sowohl überregionale Diskurse als auch die Perspektiven der lokalen Beteiligten zu erfassen. Sie liefert damit neue Einsichten in die Funktionsweise digitaler Öffentlichkeiten und stärkt die Forschung zu lokal-globalen Kommunikationsprozessen.

Über Daniela Stoltenberg
Daniela Stoltenberg promovierte in Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Freien Universität Berlin, an der sie zuvor ebenfalls Kommunikationswissenschaft und Politikwissenschaft studiert hat. Ihre unter dem Titel „The Spaces of Public Issues: How Social Media Discourses Shape Public Imaginations of Issue Spatiality” (Routledge, 2024) erschienene Dissertation wurde mit dem Dissertationspreis der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) ausgezeichnet.

Das Emmy Noether-Programm
Die DFG eröffnet damit herausragenden Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen die Möglichkeit, sich durch die eigenverantwortliche Leitung einer Nachwuchsgruppe über einen Zeitraum von sechs Jahren für eine Professur zu qualifizieren. Mit der Förderung wird Dr. Daniela Stoltenberg ihre Forschungsgruppe, empirische Untersuchungen und die Präsentation von Ergebnissen auf internationalen Konferenzen finanzieren.

Weitere Informationen:
Lesen Sie das Interview „Vom Dorf zur Weltbühne: Die Entgrenzung lokaler Konflikte im digitalen Zeitalter“ mit der Leiterin der Forschungsgruppe Dr. Daniela Stoltenberg:

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:
Jasmine Ait-Djoudi
Leitung Kommunikation
Weizenbaum-Institut
E-Mail:
Tel.: +49 (0)30 700 141 010
Mobil: +49 (0)160 998 268 11

Steffi Terp
Leitung Stabsstelle Kommunikation, Events und Alumni
TU Berlin
E-Mail:
Tel.: +49 (0)30 314-23922

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