(openPR) Deutschland verändert sich. Die Bevölkerung wird älter, vielfältiger und lebt in nichtlinearen Lebensläufen und unterschiedlichen Lebensrealitäten. Gleichzeitig hält sich in vielen Bereichen ein Bild von Alter, das nicht mehr zur Gegenwart passt. Diese Vorstellungen prägen Diskussionen über Arbeit, Lebensräume, Kultur und gesellschaftliche Teilhabe und beeinflussen, wie Menschen sich selbst und andere wahrnehmen. Der Umgang mit Alter wird damit zu einer der zentralen Zukunftsaufgaben.
Was Forschung seit Jahren zeigt und wir noch immer übersehen
Studien zeigen seit Jahren, wie stark stereotype Altersbilder Verhalten, Gesundheit und Zusammenleben prägen. Sie wirken in Organisationen, in Medien, in Politik und im Alltag. Gleichzeitig ist Altersvielfalt in vielen Bereichen längst Realität. Menschen aus unterschiedlichen Lebensphasen arbeiten, leben und gestalten gemeinsam. Das Potenzial dieser Vielfalt wird jedoch häufig nicht ausgeschöpft, weil überholte Bilder vom Alter Erwartungen steuern und Entscheidungen beeinflussen.
Viele dieser Muster sind Ausdruck von Ageism, also von verzerrten Vorstellungen über Alter, die Verhalten und Entscheidungen prägen.
Was passiert, wenn Lebensrealitäten sich wirklich begegnen
Es zeigt sich immer wieder, wie viel entsteht, wenn Menschen mit unterschiedlichen Lebensrealitäten bewusst zusammenkommen. In solchen Begegnungen werden Erfahrungen geteilt, Perspektiven geprüft und neue Bilder von Alter entwickelt. Sichtbar wird, wie viele Fragen und Ideen dort entstehen, wo Lebensrealitäten nebeneinander Platz bekommen und nicht vorsortiert werden.
Was Menschen gewinnen, wenn sie sich nicht vorsortieren lassen
Die Erfahrungen zeigen, wie sehr Menschen voneinander profitieren, wenn sie sich nicht über Lebensphasen definieren, sondern über das, was sie mitbringen. Genau in diesem Austausch entstehen wertvolle Impulse, die im Alltag oft fehlen.
Eine Initiative, die solche Räume schafft und diese Perspektiven gezielt sichtbar macht, ist Age Bombs. Robert Eysoldt, Creative Strategist und Gründer der Initiative, fasst dieses Potenzial so zusammen:
„Wir kommen als Gesellschaft nur weiter, wenn wir aufhören, Menschen nach Alter zu sortieren, und anfangen, Perspektiven miteinander zu verbinden.“
Wie Vielfalt zur Gestaltungskraft einer Gesellschaft wird
Im kommenden Jahr möchte Robert Eysoldt mit Age Bombs weitere Räume schaffen, in denen neue Sichtweisen entstehen und unterschiedliche Perspektiven zusammenfinden. Dazu gehören neue Formate sowie Kooperationen mit Organisationen, Kommunen, Bildungsakteuren und Kulturbetrieben. Im Mittelpunkt stehen weiterhin Arbeitswelt, Lebensräume, Bildung, Design und Technologie. Dort wird besonders sichtbar, wie stark Altersbilder Entscheidungen prägen und wie viel Potenzial entsteht, wenn neue Perspektiven Raum bekommen.
Die kommenden Jahre werden zeigen, wie weit wir kommen. Voraussetzung dafür wird sein, dass wir die Herausforderungen des demografischen Wandels als Chance begreifen und neue Perspektiven auf Alter und Altersdiversität in unserer Gesellschaft verankern. Fest steht: Diese Veränderung gelingt nur, wenn wir uns alle bewegen.











