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Universität Kiel bewirbt sich um den Exzellenztitel – CAU reicht Antrag als Exzellenzuniversität ein

13.11.202514:19 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Mit dem Antrag „Connecting Horizons. From the Baltic Perspective to Global Impact“ startet die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) in die entscheidende Phase des bundesweiten Wettbewerbs um den Exzellenzstatus. Gestern (12. November 2025) hat die schleswig-holsteinische Landesuniversität ihren Antrag beim Wissenschaftsrat eingereicht. Anfang Oktober 2026 ist mit einer Entscheidung im Verfahren zu rechnen. Bei einer Zusage erhält die CAU bis 2033 jährlich bis zu 15 Millionen Euro für die beantragten Maßnahmen.

Regional verwurzelt, international vernetzt

Die Kieler Universität will ihre besondere Lage und Geschichte im Ostseeraum nutzen, um sich als Baltic Hub für Spitzenforschung, Innovation und gesellschaftliche Verantwortung weiterzuentwickeln. Von Klimaveränderungen über Gesundheitsthemen bis zu Demokratieerhalt und Sicherheit – die drängenden Herausforderungen unserer Zeit zeigen sich im Ostseeraum wie unter einem Brennglas.

„Wir betrachten den Ostseeraum als Reallabor und als Brücke zugleich. Hier verbinden sich wissenschaftliche Disziplinen, Institutionen und gesellschaftliche Akteure miteinander, um gemeinsam innovative Lösungen für regionale Herausforderungen zu entwickeln“, sagt CAU-Vizepräsident Professor Eckhard Quandt.

„Mit unserem Antrag verknüpfen wir wissenschaftliche Exzellenz mit regionaler Verankerung und internationaler Verantwortung. Wir möchten die Vielfalt und die Besonderheiten des Ostseeraumes gezielt nutzen und zusammen mit unseren Partnern nachhaltige Ansätze erarbeiten, die über die Region hinaus eine globale Wirkung entfalten können“, führt CAU-Vizepräsidentin Professorin Catherine Cleophas weiter.

Connecting Horizons – Fünf Initiativen für die Zukunft

Die Vision der „Connecting Horizons“ umfasst fünf eng miteinander verknüpfte Ziele Maßnahmen, die Forschung, Lehre, Transfer und Talentförderung strategisch weiterentwickeln. Damit zahlen sie auf das Ziel „Exzellenz durch den Baltic Hub“ ein:

1. Baltic DenkRaum Programme
Ausbau des interdisziplinären „DenkRaums“ zu einer internationalen Plattform, in der Forschende aus allen Disziplinen gemeinsame Lösungsansätze für drängende Fragen im Ostseeraum entwickeln.

2. Connecting Professorships Scheme
Neue Professuren an den Schnittstellen zwischen den Forschungsschwerpunkten fördern innovative Forschung jenseits klassischer Fächergrenzen – nach dem Vorbild der Schleswig-Holstein Excellence Chairs.

3. Co-Creation Platform for Educational Renewal
Transformation der Lehre: Forschendes Lernen, ethische Reflexion und digitale Innovation werden in die Curricula integriert, um Studierende auf gesellschaftliche und technologische Umbrüche vorzubereiten.

4. Pathways with Society Initiative
Das Kieler Schlossgartenareal mit seinen universitären Sammlungen und Museen wird zur Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. In der Seeburg an der Kiellinie entsteht ein Transferhub, der Wissen und Ideen von Kiel in den Ostseeraum trägt – und umgekehrt.

5. Foundational Talent Framework
Ein strukturiertes Programm zur Personal- und Nachwuchsförderung bündelt Weiterbildung, Austausch und Mentoring, um Talente in Wissenschaft und Verwaltung gleichermaßen zu stärken.

Politische Unterstützung und klares Mandat

„Die Universität Kiel ist mit ihrer Spitzenforschung ein wichtiger Standortfaktor und Innovationsmotor für Schleswig-Holstein. Seit 2006 ist die CAU mit ihren Clustern erfolgreich im Exzellenzwettbewerb – nun ist es an der Zeit, dass auch die Landesuniversität selbst den Titel Exzellenzuniversität tragen darf“, sagt Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther und fügt hinzu: „Die Landesregierung unterstützt den Antrag der CAU sowohl in der Idee als auch mit der nötigen Finanzausstattung.“ Das Land übernimmt im Erfolgsfall den Landesanteil von 25 Prozent der Fördersumme gemäß der Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern.

Starke Basis für den nächsten Schritt

Zwei Jahrzehnte haben die Mitglieder der CAU an einer konsequenten Profilbildung und wissenschaftlichen Weiterentwicklung gearbeitet. Aufbauend auf den Erfolgen der Exzellenzinitiative haben sie die Forschungsschwerpunkte geschärft, neue Felder erschlossen und Strukturen geschaffen, die Spitzenforschung, Lehre und Transfer eng miteinander verbinden.

Im Mai dieses Jahres hatte die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) eine Weiterförderung der zwei Exzellenzcluster „Precision Medicine in Chronic Inflammation“ (Präzisionsmedizin für chronische Entzündungserkrankungen, PMI) und „ROOTS - Konnektivität von Gesellschaft, Umwelt und Kultur in vergangenen Welten“ bis 2032 verkündet. Damit hatte die CAU die Voraussetzungen erfüllt, um sich auf eine Förderung als Exzellenzuniversität beim Wissenschaftsrat zu bewerben.

Der finale Antrag ist das Ergebnis eines offenen, partizipativen Prozesses. An zentralen Themen haben ausgewiesene Expert*innen mitgewirkt; externe Beratung und der intensive Austausch mit den universitären Gremien begleiteten die Entwicklung. Die Antragstellung hat der Senat einstimmig unterstützt. Dieser hat damit ein deutliches Signal der Geschlossenheit und des Vertrauens in die gemeinsame Vision gesandt.

So geht es weiter

Anfang Mai 2026 besucht eine Delegation des Wissenschaftsrats den Kieler Campus und schaut sich die CAU vor Ort an. Zwischen September und Oktober 2026 fällt die Entscheidung, ob die CAU den Sprung von einer Spitzen- zu einer Exzellenzuniversität schafft.

Hintergrund: Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder

In der laufenden Runde der Förderlinie Exzellenzuniversitäten sind zehn (neun Einzeluniversitäten, ein Verbund) der derzeit elf geförderten Exzellenzeinrichtungen antragsberechtigt. Einschließlich der CAU bewerben sich insgesamt sieben weitere Universitäten und vier Verbünde auf maximal fünf neue Exzellenzstandorte

Foto zum Download:


Stellvertretend für die beteiligten Arbeitsgruppen und das CAU-Präsidium präsentieren Vizepräsidentin Prof. Catherine Cleophas und Vizepräsident Prof. Eckhard Quandt den Exzellenzantrag.
© Gunnar Dethlefsen, Uni Kiel

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