(openPR) Für Millionen Menschen gehört Migräne zum Alltag und bleibt trotz zahlreicher Therapien doch ein Rätsel. Die Kölner Zahnärztin Carola Engelberts lenkt den Blick auf einen Körperteil, der hierbei viel zu oft unterschätzt wird: das Zungenband. Denn funktionelle Störungen im Mundraum können den Körper in ein Spannungsnetz zwingen, das bis in den Kopf wirkt und dort chronische Schmerzen auslöst.
Köln, 28. Oktober 2025: Wer unter Migräne leidet, kennt das: unzählige Arztbesuche, Therapien, Diagnosen – und trotzdem kein Ende des Schmerzes in Sicht. Doch was, wenn die Ursache ganz woanders liegt als vermutet? Nämlich unter der Zunge.
Diese Erfahrung machte Janina. „Seitdem ich denken kann, habe ich Kopfschmerzen, schlaflose Nächte oder Nächte, die voller Schlaf sind, aber keine Erholung bringen“, erzählt sie. Jahrzehntelang suchte sie nach Antworten, bis sie zufällig auf das Thema Zungenband stieß. „Ich habe verschiedene Stationen durch – Physio, Orthopäden, Schmerztherapeuten – aber niemand hat je in meinen Mund geschaut.“
Kleine Ursache mit großen Folgen
In der Praxis von Carola Engelberts, Zahnärztin und Zungenband-Spezialistin aus Köln, wurde schließlich klar: Janina hatte seit ihrer Kindheit ein verkürztes und verklebtes Zungenband. Eine kleine körperliche Einschränkung mit weitreichenden Folgen: Denn die Zunge spielt eine zentrale Rolle beim Schlucken. Ist ihre Beweglichkeit eingeschränkt, übernehmen andere Muskelgruppen diese Arbeit. Das führt schließlich zu dauerhafter Fehlbelastung und Verspannungen. Und diese können Migräne-Symptome auslösen.
„Doch viele Betroffene mit Migräne durchleiden immer noch eine jahrelange Odyssee, ohne dass jemand die Zunge oder die Atmung überprüft“, erklärt die Expertin. „Das Zungenband ist zwar nicht zwingend immer die Ursache – doch wer funktionelle Zusammenhänge frühzeitig mit in den Blick nimmt und gegebenenfalls ausschließt, kann der tatsächlichen Quelle des Schmerzes bei vielen Betroffenen schneller auf die Spur kommen.“
Mehr Bewusstsein für funktionelle Zusammenhänge
Carola Engelberts plädiert daher für eine frühe und ganzheitliche Diagnostik. In ihrer Praxis richmodent und im von ihr geleiteten Zungenband Institut Köln arbeitet sie interdisziplinär mit Logopädie, Osteopathie und Schlafmedizin zusammen. „Für viele ist es ein Befreiungsmoment, wenn sie endlich verstehen, dass der Schmerz nicht ‚im Kopf‘, sondern im System entsteht“, erzählt sie. „Wir brauchen mehr Bewusstsein für diese Zusammenhänge. Nicht um Migräne neu zu erklären, sondern um Betroffenen endlich helfen zu können.“ Menschen, die unter Migräne leiden, sollten sich im Verdachtsfall daher unbedingt an Zahnärztinnen und Zahnärzte mit spezieller Fortbildung in funktioneller Diagnostik wenden. Janina hat dies getan und ist heute beschwerdefrei. „Das ist ein komplett anderes Leben“, sagt sie glücklich.
Ihr Erfahrungsbericht ist als Video auf YouTube zu sehen: „Nach Zungebandtrennung bei lebenslanger Migräne“








