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Pflegende Angehörige: Realität (an-) erkennen - Rahmenbedingungen neu gestalten

08.09.202520:29 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Pflegende Angehörige: Realität (an-) erkennen - Rahmenbedingungen neu gestalten

(openPR) Am heutigen Tag der pflegenden Angehörigen lenkt die Wir! Stiftung pflegender Angehöriger den Blick auf die Realität der häuslichen Pflege durch Familienmitglieder und nahe stehende Menschen jeden Alters hin. Es besteht die dringende Notwendigkeit, die gesellschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen endlich neu zu gestalten.
Pflege durch Angehörige ist kein Randthema und keine Frage des Alters, weder des pflegenden noch des gepflegten Menschen. Sie betrifft uns alle mitten im Leben.

Pflege ist keine reine Familiensache
Bislang basiert die Angehörigenpflege vor allem auf dem Subsidiaritätsprinzip. Doch dieses Modell wird den heutigen gesellschaftlichen Realitäten längst nicht mehr gerecht:
ngehörigeWir leben nicht mehr alle am gleichen Ort, Frauen sind berufstätig, auch Männer übernehmen Pflegeaufgaben. Familien existieren in vielfältigen Formen, und nicht alle Angehörigen verbindet eine enge emotionale Beziehung. Nicht alle Menschen haben Angehörige.

Pflege durch Angehörige darf nicht länger als Selbstverständlichkeit gelten.
Sie braucht klare, verlässliche und faire Rahmenbedingungen sowohl gesellschaftlich als auch rechtlich.

Angehörigenpflege braucht Anerkennung und Ausgleich
Pflegende Angehörige leisten weit mehr als emotionale Unterstützung.
Sie tragen die Verantwortung für das gesamte Lebensmanagement eines anderen Menschen -von Kindern bis zu älteren und hochbetagten Personen- zusätzlich zu ihrem eigenen Alltag.

Dazu gehören unter anderem:

  • das Ermöglichen von Kindergarten- und Schulbesuchen, Unterstützung bei Berufswahl und Selbstständigkeit,
  • die Organisation medizinischer und bürokratischer Angelegenheiten,
  • die Begleitung zu Arztterminen, Therapien oder alltäglichen Erledigungen,
  • die Übernahme hauswirtschaftlicher Aufgaben,
  • sowie das Ermöglichen gesellschaftlicher Teilhabe.

Diese Aufgaben gehen weit über eine reine Versorgung hinaus. Symbolisches Lob reicht nicht aus.

Was es braucht, sind:

  • eine niedrigschwellige Vereinbarkeit von Pflege und Beruf
  • sowie ein verbindlicher finanzieller Ausgleich, der pflegende Angehörige absichert, entlastet und ihnen ein Leben im Alter in Würde ermöglicht.

Informelle und professionelle Pflege auf Augenhöhe
Pflege ist dann stark, wenn sie berufliche Kompetenz mit persönlicher Beziehung verbindet.
Angehörigenpflege muss endlich als gleichwertig anerkannt werden.
Das Wissen, die Erfahrung und die Verantwortung pflegender Angehöriger sind ebenso wertvoll wie die fachliche Kompetenz professionell Pflegender.
Zudem gilt: Viele beruflich Pflegende sind privat in die Pflege von Familienangehörigen eingebunden.

Forderung: Rahmenbedingungen endlich offen diskutieren
Wir fordern, das Tabu um die realen Bedingungen der Angehörigenpflege zu brechen.
Pflege durch Angehörige darf nicht länger als rein private Angelegenheit gelten, sie ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe von nationaler Bedeutung.
Es braucht einen offenen und ehrlichen Dialog darüber, wie Angehörigenpflege künftig gestaltet werden kann, orientiert an den realen Bedarfen, nicht an überholten Leitbildern.

Pflege durch Angehörige ist im 21. Jahrhundert keine Selbstverständlichkeit.
Sie ist eine tragende Säule unserer Gesellschaft – und verdient endlich reale Anerkennung, rechtliche Verbindlichkeit und eine zukunftsorientierte, bedarfsgerechte Ausgestaltung.

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