(openPR) Klassische Markenbewertungsverfahren greifen bei Community Marken zu kurz
Knut ist zur Zeit Deutschlands bekanntestes Eisbärbaby. Seit dem Start der Berichterstattung aus dem Berliner Zoo gerät Knut zunehmend in den Fokus der kommerziellen Vermarktung und Expertendiskussion.
In einer Ad-Hoc Studie hat die Agentur Komjuniti versucht den Markenwert von Knut genauer zu beziffern. „Der Markenwert von Knut liegt derzeit bei ca. 11,2 Mio. Euro“, so Dr. Nils Andres, Geschäftsführer der Agentur Komjuniti. „Die größten Herausforderungen in der Berechnung des Markenwerts von Knut liegen speziell bei der Bewertung und Prognose der Stabilität seiner Fangemeinde“.
„Wie sich der Wert der Marke entwickelt, ist stark davon abhängig, wie der Berliner Zoo Knut in Zukunft inszeniert“, so der Experte. „Vielfach werden Community Marken kurzzeitig erheblich nachgefragt, sobald die Unternehmen ihre Marke innerhalb ihrer Fangemeinde aber nicht mehr richtig führen, verlieren die Konsumenten und Medien das Interesse und damit auch der Wert der Marke“, so Andres. Begründet wird dieser Verlust u. a. mit den fehlenden physischen und multiplizierbaren Eigenschaften. „Es müssten ständig neue Informationen und eben ein über den sozialen und emotionalen Werten geschaffener Wert erzeugt werden“, erläutert der Community Experte. „Nur so würde sich der Markenwert durch eine stabile Fangemeinde auch langfristig manifestieren“, behauptet Andres.
Nach Meinung der Experten von Komjuniti kann die Industrie von Eisbärbaby Knut aber zur Zeit durchaus lernen. „Während die meisten Marken traditioneller Unternehmen über physische und emotionale Werte verfügen, fehlt häufig der soziale Verbindungseffekt einer Gemeinschaft, die um die Marken und Produkte aufgebaut und unterhalten werden“, so Andres. „Im relativen Wettbewerb werden diese sozialen Effekte in den kommenden Jahren für Konsumenten aber immer wichtiger und damit immer mehr zum Kaufgrund“, erläutert der Experte. „Konsumenten tauschen sich heute einfach mehr aus und wollen eben durch den Kauf von Community Marken Teil bestimmter sozialer Systeme sein“, erklärt Andres.









