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Notfallversorgung in Hessen vor dem Kollaps – BKS e.V. fordert echte Reform statt Symbolpolitik

11.07.202510:09 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Notfallversorgung in Hessen vor dem Kollaps – BKS e.V. fordert echte Reform statt Symbolpolitik
Vereinslogo des BKS Landesverband Hessen (© BKS Landesverband Hessen)
Vereinslogo des BKS Landesverband Hessen (© BKS Landesverband Hessen)

(openPR) Der Landesverband der Privaten Rettungsdienste in Hessen (BKS e.V.) sieht durch den aktuellen Prüfbericht der gesetzlichen Krankenkassen gravierende strukturelle Mängel im hessischen Rettungsdienstsystem bestätigt. Die Probleme reichen weit über technische Leitstellen fragen hinaus – es geht um Versorgungsqualität, Gerechtigkeit und Systemverantwortung.

„Wenn heute Rettungsmittel unbesetzt bleiben, ist das nicht nur dem Fachkräftemangel geschuldet – sondern einem System, das Wettbewerb verhindert und Innovation ausbremst“, kritisiert Michael Görbing, Vorstand des BKS e.V. „Private Anbieter werden systematisch benachteiligt, obwohl sie nachweislich zur Versorgungssicherheit beitragen können.“

Tatsächlich seien in vielen Regionen Hessens Rettungsdienstvergaben so ausgestaltet, dass ausschließlich gemeinnützige Organisationen zum Zug kommen – private Anbieter würden durch Gemeinnützigkeitsklauseln, Verpflichtungen nach dem Katastrophenschutzgesetz und politisch gewollte Ausschlüsse außen vor gehalten. So zuletzt in den Landkreisen Hochtaunus, Offenbach und Bergstraße.

Zunehmend kritisch sieht der BKS e.V. zudem den Aufbau von sogenannten Krankenfahrdiensten außerhalb des Hessischen Rettungsdienstgesetzes (HRDG). Diese unterliegen weder einheitlichen Qualitätsstandards noch vergleichbaren Ausbildungspflichten – ein „Graubereich“, der auf Kosten von Patientensicherheit und Wirtschaftlichkeit geht.

Der Verband fordert daher eine konsequente und ganzheitliche Reform der Notfallversorgung in Hessen. Dazu gehören:

• faire Ausschreibungen, die auch privaten Anbietern ohne strukturelle Hürden offenstehen

• die Integration der Krankenfahrdienste (PbefG) in das HRDG, um einheitliche Standards sicherzustellen

• die Weiterentwicklung von Leitstellen zu echten Patientensteuerungszentralen – mit digitaler Anbindung an die 116 117

• eine klare rechtliche Absicherung der Mitarbeitenden in Leitstellen, um rechtssicher fallbezogen steuern zu können

• eine Trennung staatlicher Aufgaben wie Katastrophenschutz von marktgestützter Notfallversorgung

„Nur durch Offenheit, Qualität und Chancengleichheit bei der Vergabe rettungsdienstlicher Leistungen lässt sich eine zukunftsfähige Versorgung aufbauen“, so Görbing.


Pressekontakt:

Michael Görbing
Vorstand

BKS - Unternehmerverband privater Rettungsdienste,
Landesverband Hessen e.V.

Fujiallee 2
65451 Kelsterbach

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