openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Mehr Wohnraum für Betroffene häuslicher Gewalt

12.05.202515:13 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Mehr Wohnraum für Betroffene häuslicher Gewalt

(openPR) Häusliche Gewalt ist ein drängendes gesellschaftliches Problem, das vor allem Frauen und Kinder betrifft – auch in Leipzig. Die Betroffenen suchen Schutz in Frauenhäusern, doch im Anschluss finden sie häufig keine eigene Wohnung. Dadurch bleiben sie länger als nötig in den ohnehin voll ausgelasteten Frauenhäusern und belegen dringend benötigte Plätze für besonders gefährdete Schutzsuchende. „Eine der Hauptursachen ist fehlender bezahlbarer Wohnraum“, erklärt Dr. Friederike Frieler, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektkoordinatorin im sozial-innovativen Modellprojekt SieWo – sie wohnt gewaltfrei.

Das neu gestartete Verbundprojekt der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) und der gemeinnützig organisierten Kontaktstelle Wohnen, baut mit SieWo eine Vermittlungsstelle für Wohnraum nach häuslicher Gewalt auf. So werden Frauen, die nach einem Aufenthalt im Frauenschutzhaus eine neue Perspektive suchen, mit Vermietenden zusammengebracht: koordiniert, begleitet und sicher. Der Übergang aus der Schutzeinrichtung in eine eigene Wohnung wird erleichtert, die Verweildauer in Frauenhäusern verkürzt und auf diese Weise Gewaltkreisläufe durchbrochen. Über die neue Website können sich Interessierte ab sofort informieren und Kontakt aufnehmen.

So funktioniert SieWo
Die Mitarbeitenden im Projekt SieWo akquirieren Wohnungen und vermitteln diese an Frauenhausbewohnerinnen – mit enger fachlicher Begleitung. Vermietende profitieren dabei von SieWo als festem Ansprechpartner – sowohl vor als auch während des Mietverhältnisses –, verlässlichen Mietzahlungen (beispielsweise über die Agentur für Arbeit), der Begleitung zu Terminen wie Besichtigung, Vertragszeichnung oder Schlüsselübergabe sowie sozialer Wirkung ohne Mehraufwand.

Das Projekt wird durch ein Forschungsteam der HTWK Leipzig unter Leitung von Prof. Dr. Rüdiger Wink wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Ziel ist es, mithilfe eines digitalen Vermittlungsportals langfristige Strukturen zu schaffen, um Gewaltbetroffene schneller in eigene Wohnungen zu bringen – zunächst in Leipzig und perspektivisch darüber hinaus. „Jede vermittelte Wohnung schafft einen freien Platz im Frauenhaus“, so Wink.

Wohnungen gesucht – für eine gewaltfreie Perspektive
Im Rahmen des Projekts suchen die SieWo-Mitarbeitenden Angebote aller Wohnungsgrößen im gesamten Leipziger Stadtgebiet. Besonders hoch ist der Bedarf an 1- und 4-Raum-Wohnungen. „Wir laden alle Vermietenden – private wie gewerbliche – ein, sich bei uns zu melden. Gemeinsam können wir konkret helfen“, so Frieler. Auch Menschen auf der Suche nach Nachmieterinnen für ihre Wohnung können sich an das Projekt wenden.

Die zukünftigen Mieterinnen verfügen über einen Wohnberechtigungsschein (WBS) und eine gesicherte Finanzierung der Wohnkosten. Eine Teilnahme am Projekt ist derzeit nur für Bewohnerinnen eines Leipziger Frauenschutzhauses möglich. Akut von häuslicher Gewalt Betroffene auf der Suche nach einem Schutzplatz wenden sich bitte an die Zentrale Sofortaufnahme.

Hintergrund zum Projekt
Das Projekt wird vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt als Modellvorhaben sozialer Innovationen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) mit einer Projektlaufzeit von Januar 2025 bis Juni 2026 gefördert. Die HTWK Leipzig bringt ihre Forschungsexpertisen und die Kontaktstelle Wohnen langjährige Erfahrung in der Wohnraumvermittlung ein.

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Dr. Friederike Frieler
HTWK Leipzig, Interdisziplinäre Forschungsstelle Sicheres Wohnen und häusliche Gewalt (HOME)
Tel.: +49 341 3076-3146
E-Mail:

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1283134
 911

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Mehr Wohnraum für Betroffene häuslicher Gewalt“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von idw - Informationsdienst Wissenschaft

Bild: Kooperationen mit UruguayBild: Kooperationen mit Uruguay
Kooperationen mit Uruguay
Perspektivisch Kooperationen mit drei Universitäten Für die Hochschule Wismar reisten der Prodekan der Fakultät für Ingenieurwissenschaften, Prof. Dr. Ing. habil. Andreas Ahrens, sowie der Direktor des an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften angegliederten European Project Centers (EPC), Prof. Dr. Gunnar Prause, nach Uruguay. Neben Treffen mit Hochschulvertretern stand auch ein Besuch in der deutschen Botschaft in Montevideo auf dem Programm. Bei diesem wurden Perspektiven der Zusammenarbeit zwischen europäischen Hochschulen und den Sta…
Bild:  Chemieingenieurin oder Bibliothekar werden - Noch Plätze für den Girls’ und Boys’ Day an der Uni Ulm frei!Bild:  Chemieingenieurin oder Bibliothekar werden - Noch Plätze für den Girls’ und Boys’ Day an der Uni Ulm frei!
Chemieingenieurin oder Bibliothekar werden - Noch Plätze für den Girls’ und Boys’ Day an der Uni Ulm frei!
„Dein Tag, dein Weg!“ – Beim bundesweiten Girls’ und Boys’ Day erhalten Jugendliche die Möglichkeit, Berufe fernab von Rollenklischees zu erleben. Auch die Universität Ulm öffnet am Donnerstag, 23. April, ihre Türen zum Mädchen- und Jungen-Zukunftstag. Noch sind Restplätze in verschiedenen Angeboten zu unterschiedlichen Berufs- und Studienfeldern frei! Sich ausprobieren, die eigenen Fähigkeiten kennenlernen und Neues erleben, steht für die Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt, die sich für ein Angebot am Girls’ und Boys’ Day an der Uni Ul…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Fonds Sexueller Missbrauch, Mit 9 Monaten Bearbeitungszeit eine schwere GeburtBild: Fonds Sexueller Missbrauch, Mit 9 Monaten Bearbeitungszeit eine schwere Geburt
Fonds Sexueller Missbrauch, Mit 9 Monaten Bearbeitungszeit eine schwere Geburt
Betroffene sexualisierter Gewalt, die Leistungen aus dem Fonds Sexueller Missbrauch (FSM) beantragen, warten zurzeit durchschnittlich ganze 9 Monate auf einen Leistungsbescheid! Zahlreiche Betroffene haben uns auf diesen Missstand aufmerksam gemacht. Sie empfinden eine derzeit lange Bearbeitungszeit als eine schwere Zumutung. Als Verein, der sich für …
Bild: Berlin: Erste Demo nach Lockerung - Bergpartei fordert Legalisierung von BesetzungenBild: Berlin: Erste Demo nach Lockerung - Bergpartei fordert Legalisierung von Besetzungen
Berlin: Erste Demo nach Lockerung - Bergpartei fordert Legalisierung von Besetzungen
… letzter Woche bekamen alle registrierten sesshaften Haushalte einen Brief vom regierenden Bürgermeister: "Solidarität!" Tatsächlich wurden sehr schnell Hotels für Obdachlose sowie Betroffene häuslicher Gewalt angemietet. Hilfsorganisationen und Frauenverbände hatten Alarm geschlagen. Das zeigt den guten Willen und die Handlungsfähigkeit des Senats! Die …
Bild: nitehero App - Hilfe auf Knopfdruck bei häuslicher Gewalt gegen FrauenBild: nitehero App - Hilfe auf Knopfdruck bei häuslicher Gewalt gegen Frauen
nitehero App - Hilfe auf Knopfdruck bei häuslicher Gewalt gegen Frauen
… Lebenssituation schaffen und diese von innen heraus bestärken, ihr Leben zu jeder Zeit selbstbestimmt zu leben. Zu Beginn konzentriert sich das Start-Up darauf, durch eine App, Hilfe für Betroffene von häuslicher Gewalt schnell zugänglich zu machen. Die App soll Frauen in Fällen von akuter häuslicher Gewalt beschützen. Mit nur einem Klick auf einen SOS Button in …
Bild: Agenda 2011-2012: Wohnungsnot und FlüchtlingsströmeBild: Agenda 2011-2012: Wohnungsnot und Flüchtlingsströme
Agenda 2011-2012: Wohnungsnot und Flüchtlingsströme
… zwischen 50 und 60 Millionen. 2014 lag die Zahl von Migranten und Flüchtlingen die nach Deutschland kamen bei 202.800, für 2014 werden über 300.000 Betroffene erwartet. Das ist genau so gewöhnungsbedürftig wie die ersten Zeltstädte die entstanden sind. Durchschnittlich dauert die Bearbeitung eines Asylantrages 7 Monate, 170.000 Antragsteller sollen sich …
Bild: Fairplay in jeder Beziehung - St. Pauli Rugby unterstützt Aktion gegen häusliche GewaltBild: Fairplay in jeder Beziehung - St. Pauli Rugby unterstützt Aktion gegen häusliche Gewalt
Fairplay in jeder Beziehung - St. Pauli Rugby unterstützt Aktion gegen häusliche Gewalt
… in Deutschland von Gewalt in der Beziehung betroffen. In Hamburg wurden allein über die Interventionsstelle pro-aktiv rund 1200 Menschen im vergangenen Jahr beraten. Doch viele Betroffene wagen diesen Schritt nicht, da häusliche Gewalt immer noch ein Tabuthema ist. Hier beziehen die Spieler einen klaren Standpunkt gegen Gewalt in Beziehungen – sie wollen …
Bild: Eine digitale Wohnungs-Plattform für Menschen mit HandicapBild: Eine digitale Wohnungs-Plattform für Menschen mit Handicap
Eine digitale Wohnungs-Plattform für Menschen mit Handicap
… – es gibt viele Gründe warum Menschen plötzlich nicht mehr in ihrer gewohnten Umgebung leben können. In diesem Fall bietet die Plattform Careunities diesen Betroffenen eine Alternative zum klassischen Pflegeheim. Wohnraum wird immer knapper und teurer. Diese Problematik ist derzeit vielfach thematisiert. Was für viele gesunde Bürgerinnen und Bürger schon …
TERRE DES FEMMES fordert mit Aktion „Tür auf!“ mehr Schutz für von Gewalt betroffenen Frauen
TERRE DES FEMMES fordert mit Aktion „Tür auf!“ mehr Schutz für von Gewalt betroffenen Frauen
… die Frauenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES zum Internationalen Gedenktag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ ihre Forderung nach mehr Schutzräumen für von Gewalt betroffene Frauen. „Wir brauchen genügend Zufluchtsorte sowie eine einheitliche und flächendeckende Finanzierung von Frauenhäusern“, fordert Christa Stolle, Bundesgeschäftsführerin von TERRE DES FEMMES. Hier …
Häusliche Gewalt: Wie Freunde und Familie helfen können
Häusliche Gewalt: Wie Freunde und Familie helfen können
… in Deutschland Gewalt erfahren, dann meistens durch den eigenen Partner: jede Vierte erlebt hierzulande häusliche Gewalt. Helfen können vor allem Menschen aus dem nahen Umfeld der Betroffenen – viele wissen aber nicht, wie, oder haben Angst. Die Berliner Initiative gegen Gewalt an Frauen, BIG e.V., hilft deshalb jetzt diesen Menschen, zu helfen. Berlin, …
Bild: LWB und SieWo kooperieren für sicheren Wohnraum für gewaltbetroffene FrauenBild: LWB und SieWo kooperieren für sicheren Wohnraum für gewaltbetroffene Frauen
LWB und SieWo kooperieren für sicheren Wohnraum für gewaltbetroffene Frauen
… (HTWK Leipzig) und des Zusammen e. V. und baut eine wissenschaftlich begleitete Vermittlungsstelle für Wohnraum auf. Der Bedarf ist groß: Viele Betroffene finden trotz Wohnberechtigung keine bezahlbare Wohnung, wodurch Schutzplätze in Leipziger Frauenhäusern blockiert bleiben. SieWo akquiriert deshalb aktiv Wohnraum, unterstützt Vermietende organisatorisch …
Sie lesen gerade: Mehr Wohnraum für Betroffene häuslicher Gewalt