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Bis zu 2,8 Millionen Euro für eine neue Kultur in Studium und Lehre

09.05.202512:20 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Bis zu 2,8 Millionen Euro für eine neue Kultur in Studium und Lehre

(openPR) Eine Hochschule ist für viele Studierende mehr als ein Ort, an dem Vorlesungen, Seminare und Prüfungen stattfinden. Zum Studierendenleben gehören im besten Fall persönliche Begegnungen, Diskussionen, Engagement und Lernen fürs Leben. Das will die HAWK ihren Studierenden in Zukunft noch mehr ermöglichen und ruft dafür das Innovationsforum „Sozialraum HAWK gestalten“ ins Leben. Für dieses Projekt hat die Hochschule im Rahmen der Ausschreibung „Lehrarchitektur“ bis zu 2,8 Millionen Euro bei der Stiftung Innovation in der Hochschullehre beantragt und nun die Förderzusage erhalten, die genaue Fördersumme wird noch veröffentlicht.

Das Innovationsforum „Sozialraum HAWK gestalten“ wird als Plattform Projekte unterstützen, die von allen HAWK-Angehörigen und -Mitgliedern entwickelt und umgesetzt werden können. Dabei setzt die Hochschule auf die vorhandene Expertise der Menschen vor Ort. „Alle sollen die Möglichkeit bekommen, ihre Hochschule mitzugestalten“, betont Prof. Katja Scholz-Bürig, HAWK-Vizepräsidentin für Studium und Lehre. „Im Grunde wollen wir Freiräume schaffen, in denen Studierende, Mitarbeitende und Lehrende aktiv werden können. Ich habe die große Hoffnung, dass wir mit dem Innovationsforum einen langfristigen Lernprozess und eine kontinuierliche Weiterentwicklung für die HAWK als Ort der Bildung und der Gemeinschaft anstoßen“, so Scholz-Bürig.

Die Coronavirus-Pandemie hat das Studierendenleben nachhaltig verändert, obwohl die Zeiten der reinen Online-Lehre lange vorbei sind. „Die Studierenden sind an der Hochschule noch immer weniger präsent als vor der Pandemie“, beschreibt Dr. Markus Kieselhorst, an der HAWK verantwortlich für die Organisationsentwicklung. „Für einige Studierende ist die Hochschule nunmehr reduziert auf einen Unterrichts- und Prüfungsort.“ Das bedeute auch weniger Gemeinschaft, Kommunikation, Engagement und damit weniger Zufriedenheit im Hochschulalltag.

Um diese schleichende Entwicklung umzukehren, will die Hochschule mit einem Innovationsforum eine Vielzahl an Projekten anstoßen, die an der HAWK lebendige Sozialräume schaffen sollen. Mit Sozialräumen sind dabei sowohl gebaute Räume gemeint, an denen sich Menschen aufhalten können, als auch Räume, die durch soziale Gefüge geschaffen werden. In den Projekten sollen alle Hochschulangehörigen mitwirken und gestalten können: Studierende, Lehrende und Mitarbeitende der HAWK.

Dabei will die HAWK nicht weniger als einen Bewusstseins- und Kulturwandel in der Hochschule anstoßen. Die Arbeitsgruppe Lehrarchitektur aus Lehrenden, Studierenden und Mitarbeitenden hat dafür ein umfangreiches Strategiepapier erarbeitet. Wichtige Impulse dazu kamen aus der AG Sozialraum. „Verschiedenste Menschen an der HAWK haben ähnliche Beobachtungen gemacht und aus dem Wunsch nach mehr Lebendigkeit und Miteinander ist die Senats-AG Sozialraum HAWK entstanden, die mittlerweile mehr als 30 Personen aller Statusgruppen und Fakultäten umfasst“, berichtet Prof. Dr.-Ing. Ines Lüder. Gemeinsam mit Prof. Dr. Axel Schäfer hat sie auch an dem Strategiepapier mitgeschrieben. „In vielen gemeinsamen Diskussionen haben sich die Wünsche und Ziele der AG herausgebildet die im Strategiepapier aufgezeigt werden“, so Schäfer. „Bei der Arbeit ist uns klargeworden, dass es schon einige Sozialraumaktiväten an der HAWK gibt. In der breiten und vielfältigen Expertise der Hochschulangehörigen sehen wir ein großes Potential für die Gestaltung des Sozialraums HAWK.“

Das Strategiepapier umfasst unter anderem die Erprobung neuer Prüfungsformen und neuer Lehr-Lern-Formate. Studierende und Lehrende sollen besser kommunizieren und zusammenarbeiten können. Treffpunkte, Ruhe- und Arbeitsräume sowie Sportmöglichkeiten sollen zum gemeinsamen Arbeiten, Lernen und Entspannen einladen. Dafür plant die HAWK studentische Designwettbewerbe, um Hochschulräume umzugestalten, sodass sie mehr Aufenthaltsqualität bieten und Kommunikation fördern.

Das Gemeinschaftserleben von Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitenden will die HAWK außerdem durch gemeinsame Aktivitäten stärken. Das können beispielsweise Veranstaltungen zum kulturellen Austausch, Gemeinschaftsprojekte zum Klimaschutz oder Diskussionsforen sein. Außerdem plant die Hochschule, studentische Netzwerke zum gemeinsamen Lernen und gegenseitiger Unterstützung zu fördern und auch die Interaktion mit der Stadtgesellschaft und regionalen Partner*innen auszubauen. So könnten Studierende in Zukunft noch häufiger praktische Erfahrungen in gemeinnützigen Projekten sammeln oder Crowdsourcing-Forschungsprojekte umsetzen. „Darüber hinaus wollen wir auch die interdisziplinäre Lehre fördern, was wunderbar zu den strategischen Ausrichtungen der HAWK insgesamt passt“, so Scholz-Bürig

Dr. Markus Kieselhorst, Prof. Dr.-Ing. Ines Lüder, Prof. Dr. Axel Schäfer und Astrid Dreyer von der Servicestelle für Qualität in der Lehre bildeten das Team für den Antrag und setzten die Konzepte in ein Strategiepapier um.

Mit der Förderung „Lehrarchitektur“ unterstützt die Stiftung Innovation in der Hochschullehre Projekte, die innovative Konzepte im Bereich Studium und Lehre entwickeln und umsetzen. Dafür stellt sie über einen Zeitraum von 4 Jahren insgesamt 480 Millionen Euro bereit. Danach kann die HAWK eine Projektverlängerung (Implementierung) mit weiteren 475.000 Euro für 2 Jahre beantragen. 80 Hochschulen waren bei der aktuellen Ausschreibung erfolgreich. Es wurden 119 Projekte zur Förderung ausgewählt.

Der Verbundantrag, den die HAWK zusammen mit der Hochschule Emden/Leer, der Hochschule Hannover, der Hochschule Osnabrück und der Jade Hochschule eingereicht hatte, wurde ebenfalls bewilligt. Die HAWK erhält hieraus zusätzlich rund 1.058.000 Euro, die zur Entwicklung eines Lehr- und Lernassistenzsystem für Studienerfolg verwendet werden. Das Ziel des Verbundprojektes ist das Empowerment von Studierenden durch KI-unterstützte persönliche Ansprache, individuelle Reflexionsanlässe, regelmäßiges qualitatives Feedback zur Kompetenzentwicklung und zum Lernprozess. Außerdem soll die Weiterentwicklung der Coaching-Rolle von Lehrenden hin zu einem akademischen Mentoring unterstützt werden.

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