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Phänomen Dschungelcamp - Wissenschaftler der DHBW Karlsruhe erklärt die Psychologie hinter dem TV-Format

24.01.202511:48 UhrMedien & Telekommunikation
Bild: Phänomen Dschungelcamp - Wissenschaftler der DHBW Karlsruhe erklärt die Psychologie hinter dem TV-Format

(openPR) Zum Start der neuen Staffel des Dschungelcamps nennt Jan Michael Rasimus, Leiter des Eye-Tracking-Labors der DHBW Karlsruhe, sieben Gründe, die das Erfolgsgeheimnis dieses TV-Formats erklären.

1. Flucht aus dem Alltag: Das Dschungelcamp bietet eine willkommene Möglichkeit, Krisen und Alltagssorgen hinter sich zu lassen. Während das Publikum bequem im geschützten Raum auf der Couch sitzt, kämpfen Prominente in der völlig absurden Welt des Dschungelcamps mit Hunger, Stress und Ekelprüfungen. Diese Kontraste schaffen nicht nur Unterhaltung, sondern auch eine Art mentalen Kurzurlaub.

Eskapismus beschreibt das Bedürfnis, dem Alltag zu entfliehen, sich ablenken zu lassen. Dazu kommt ein Hauch Voyeurismus, der intime Einblicke in das Verhalten der Promis bei Grenzerfahrungen gewährt.

2. Jede Menge Gesprächsstoff: Für viele ist das Dschungelcamp ein „Guilty Pleasure“, also ein heimliches Vergnügen. Es schafft „Lagerfeuer-Momente“ mit Gleichgesinnten und liefert reichlich Gesprächsstoff – sei es in der Familie, im Freundeskreis oder auf Social-Media-Plattformen. Der Einsatz von Second Screens (z. B. Live-Kommentare auf Social Media) macht das Format zu einem sozialen Ereignis, das weit über die eigentliche Sendung hinauswirkt.

Gruppenerlebnisse fördern das Gefühl von Zusammengehörigkeit und stärken die emotionale Bindung innerhalb der Gruppe.

3. Ich hätte das besser gemacht: Das Dschungelcamp lädt dazu ein, Prominente in Extremsituationen zu beobachten und ihr Verhalten zu bewerten. Viele stellen sich dabei automatisch die Frage: „Wie hätte ich mich verhalten?“ oder „Wer meistert die Herausforderungen souverän, wer scheitert kläglich?“

Sozialer Vergleich beschreibt, wie Menschen ihr Selbstbild und ihre Fähigkeiten einschätzen, indem sie sich mit anderen vergleichen.

4. Emotionaler Spannungsbogen: Ein besonderer Reiz des Dschungelcamps liegt in der geschickten Inszenierung. Peinliche Situationen, skurrile Prüfungen und zahlreiche Streitigkeiten erzeugen beim Publikum eine Mischung aus Mitleid, Fremdscham und Schadenfreude.

Emotionale Ambivalenz, die aus Empathie und distanziertem Genuss entsteht, erzeugt widersprüchliche Gefühle, die sowohl Spannung als auch Unterhaltung bieten.

5. Simple and stupid: Das Dschungelcamp reduziert die Welt auf einfache Narrative. Bereits die Auswahl der Prominenten erfolgt nach bestimmten Stereotypen, um eine möglichst heterogene Gruppe zusammenzustellen. Diese klaren, oft selbstinszenierten Rollenbilder polarisieren, machen es leicht, Partei zu ergreifen, und laden zum Mitfiebern ein. Gleichzeitig regen sie dazu an, das eigene Wertesystem zu hinterfragen.

Reduktion von Komplexität sorgt dafür, dass Rollen, Konflikte und Beziehungen leichter nachvollziehbar sind.

6. Reiz des Unerwarteten: Überraschungen sind ein zentraler Bestandteil des Dschungelcamps. Ob emotionale Ausbrüche, skurrile Geständnisse oder dramatische Prüfungen – die Unvorhersehbarkeit macht das Format spannend und hält das Publikum in Atem. Die ständige Ungewissheit darüber, was als Nächstes passiert, ist ein wesentlicher Faktor der Faszination.

Kontrollierte Katastrophen spielen mit dem Wechsel aus Chaos und Ordnung und schaffen so eine emotionale Achterbahnfahrt.

7. Humor mit Biss: Die Moderation des Dschungelcamps spielt eine Schlüsselrolle. Mit scharfem Humor, pointierten Kommentaren und bissigen Analysen verleiht sie der Show ihre besondere Note. Sie gibt Orientierung, strukturiert die Absurditäten des Formats und bindet das Publikum emotional an die Show.

Parasoziale Interaktion beschreibt die einseitige, aber emotionale Bindung des Publikums an die Protagonist*innen. Es entsteht das Gefühl, sie persönlich zu kennen und mit ihnen zu interagieren.

Fazit: Das Dschungelcamp erfüllt für viele Zuschauer*innen grundlegende psychologische Bedürfnisse wie Eskapismus, Gruppenerlebnisse und parasoziale Interaktion. Mit seiner Mischung aus Drama, Humor und Überraschung hat es sich zu einem popkulturellen Phänomen entwickelt. Auch wenn es intellektuell nicht anspruchsvoll sein mag, es wirkt wie psychologisches Fast Food: schnell konsumierbar, emotional befriedigend und seit über zwei Jahrzehnten ein Garant für hohe Quoten.

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Jan-Michael Rasimus
Leitung Eye Tracking-Labor, DHBW Karlsruhe
Tel.: 0721 / 9735-865
E-Mail: E-Mail

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