(openPR) Rutschiges Straßenlaub, schlechte Sicht, gesteigerter Wildwechsel: Herbst und Winter halten für Fahrer:innen gleich einige Herausforderungen bereit. „In dieser kälter werdenden Jahreszeit sollten alle Autofahrer:innen einen Gang runter schalten und doppelt aufmerksam sein. Geschwindigkeit rausnehmen, achtsam unterwegs sein, kann nicht nur Unfälle vermeiden, gelassener fährt es sich auch einfach besser“, so Stefanie Ruppe vom ADAC Fahrsicherheitszentrum in Linthe.
Die nachfolgenden Tipps geben die Fahrprofis:
Die richtigen Reifen sind ein essenzielles Thema und Sommerreifen im Herbst sind nicht immer die richtige Begleitung. Winter und Ganzjahresreifen sollten montiert sein. In Deutschland gibt es zwar keine Winterreifenpflicht, allerdings muss man bei Eis oder Reifglätte mit Winterreifen fahren. Neu in diesem Jahr und zu beachten: Seit Oktober 2024 sind Winterreifen, die ausschließlich das Zeichen M+S besitzen, nicht mehr zulässig. Winterreifen müssen nun mit dem Alpine-Zeichen versehen sein.
In Grenzsituationen zahlt sich eine vorhandene Profiltiefe aus, da sie dem Fahrzeug eine wirksame Haftung gewährleisten. In Deutschland liegt die Mindestprofiltiefe bei Winterreifen bei 1,6 Millimeter. Auf ruckartige Lenkbewegungen, zu hohes Tempo und abruptes Bremsen sollte verzichtet werden. Je vorausschauender die Fahrweise, desto besser kann man sich auf schlechte Wetterbedingungen einstellen.
Bei trübem, diesigem Wetter sollte man für gute Sichtbarkeit sorgen. Das Abblendlicht kann daher schon tagsüber eingeschaltet sein. Damit die Frontscheibe auch über längere Fahrten klar bleibt, sollte man bei Minusgraden dem Wischwasser in ausreichender Form Frostschutzmittel zuführen.
Wer längere Strecken fährt, sollte seine Jacke vor Fahrantritt ausziehen. Der Gurt kann so in der Gefahrensituation besser greifen und ist nicht durch dicke Jackenschichten behindert.
Es müssen keine Extrem-Wetterlagen sein, um Autofahrer:innen aus der gewohnten Bahn zu werfen, manchmal ist es das Zusammenspiel aus mehreren Faktoren wie zum Beispiel schnell hereinbrechende Dunkelheit, schlecht sichtbare Fahrradfahrer:innen oder Fußgänger. Wenn dann noch überfrierende Nässe dazukommt, ist es wichtig, schnell und geübt zu reagieren.
„Um Grenzsituationen zu üben, bietet sich ein Fahrtraining oder auch die Auffrischung eines solchen an, weil man im geschützten Raum sicher unterwegs ist und Fahrmanöver austesten kann, die man im normalen Straßenverkehr nicht ausprobieren kann. Die Erfahrung zeigt, dass sich auch bei routinierten Fahrer:innen vieles einschleicht... wie ist meine Sitzposition, welche Utensilien sind im Fahrinnenraum, die leicht zum Wurfgeschoss werden können, sind nur einige Dinge, die im Training oft einen Aha-Effekt verursachen“, so Stefanie Ruppe.
Fahrsicherheitstrainings werden für unterschiedliche Zielgruppen angeboten. Ob für routinierte Fahrer:innen, spezielle Trainings nur für Frauen, junge Fahranfänger:innen oder Senioren:innen. Mehr unter fahrsicherheit-bbr.de











