(openPR) Dresden, Februar 2023 – Der Dresdner Software-Entwickler Kernkonzept ist Teil des MANNHEIM CeCaS-Forschungsprojekts für Hochleistungsprozessoren. Der von der Firma entwickelte L4Re Hypervisor leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung dieser neuartigen Automotive-Plattformen für autonomes Fahren.
Unter dem Titel „Supercomputing für Automotive“ soll im Projekt CeCaS („Central Car Server“) eine High-Performance-Supercomputing-Plattform für Automobile entwickelt werden. Deren zentrale Recheneinheit wird auf neuartigen, automotive-qualifizierten RISC-V-Hochleistungsprozessoren in nicht planarer Transistortechnologie (FinFET) basieren und soll durch eine adaptive Software-Plattform ergänzt werden.
Ein leistungsfähiger Central Car Server ist unerlässlich, um zukünftig die anfallenden enormen Datenmengen für die anspruchsvollen echtzeitnahen Berechnungen in hochautomatisierten Fahrzeugen energieeffizient bewältigen zu können. Zentrale Anforderungen sind dabei nicht nur hohe Zuverlässigkeit und Sicherheit („safety“), sondern auch Kompatibilität und Echtzeitfähigkeit. Damit die Technologie im Bereich des autonomen Fahrens zeitnah in der Praxis umzusetzen ist, wird eine vollständige ASIL-D-Qualifizierung auf Systemebene angestrebt.
Mit seiner einzigartigen Expertise in virtualisierbaren Echtzeit-Betriebssystemen und vor allem mit dem von uns entwickelten L4Re Hypervisor wird Kernkonzept das CeCaS-Projekt dabei unterstützen, die High-Performance-Plattformen effizienter zu machen und ihre Nutzerfreundlichkeit zu erhöhen. In einem Central Car Server kann der L4Re Hypervisor die Scheduling-Mechanismen verbessern und ermöglicht dadurch die Integration verschiedenartiger Anwendungen. Die hohen Anforderungen an Sicherheit und Echtzeit-Umsetzung im Bereich des autonomen Fahrens setzt die L4Re-Hypervisor-Technologie zuverlässig um.
„Der von uns entwickelte L4Re Hypervisor wird seit Jahren erfolgreich im Automotive-Bereich eingesetzt. Wir werden im CeCaS-Projekt unsere große technologische und praktische Erfahrung zur Verfügung stellen, um eine alltagstaugliche, energieeffiziente und kostengünstige High-End-Computing-Plattform zu erschaffen”, verspricht Adam Lackorzynski, CTO von Kernkonzept. „Mit unserem Beitrag zur Technologieentwicklung im autonomen Fahren können wir die europäische Automobilbranche fit für die Zukunft machen.“
Das Forschungsprojekt CeCaS („Central Car Server“) ist eines von vier strategischen Projekten der Förderrichtlinie „MANNHEIM“, die seit Dezember 2022 im Rahmen des „Zukunftsfonds Automobilindustrie“ an hochleistungsfähigen Rechenplattformen und zukunftsfähiger Software-Entwicklung forschen.
CeCaS wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der MANNHEIM-Richtlinie zur Forschungsförderung („Elektronik und Softwareentwicklungsmethoden für die Digitalisierung der Automobilität“) mit 46,2 Mio. Euro gefördert und vom Chip-Hersteller Infineon Technologies koordiniert. Bis 2025 werden 26 Partner, darunter große Automotive-Hersteller wie Bosch, Continental and ZF Friedrichshafen, sowie Forschungseinrichtungen wie KIT, TU Munich and Fraunhofer und zahlreiche mittelständische Unternehmen an der Software-Entwicklung für den Central Car Server arbeiten.











