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Kuba: Familie bangt um das Leben des politischen Gefangenen Dr. Oscar Biscet

08.03.200713:55 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Kuba: Familie bangt um das Leben des politischen Gefangenen Dr. Oscar Biscet

(openPR) Ehefrau richtet Offenen Brief an die internationale Gemeinschaft

Havanna/Frankfurt/M. (6.März 2007) – Die Ehefrau des bekanntesten kubanischen politischen Gefangenen Dr. Oscar Elías Biscet Gonzales hat in einem Offenen Brief die internationale Gemeinschaft aufgerufen, sich für das Leben ihres seit 1999 inhaftierten Mannes einzusetzen. Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, weist sie in ihrem Schreiben auf die menschenunwürdigen Haftbedingungen hin. Sie fürchte um das Leben ihres Mannes, sollte er nicht bald freikommen, so Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM.

Elsa Morejón Hernández macht in ihrem Appell auf die menschenunwürdigen Haftbedingungen aufmerksam, denen Häftlinge in Kuba ausgesetzt sind. Sie fürchtet, dass ihr Mann, der als politischer Gefangener seine 25-jährige Gefängnisstrafe in einem Hochsicherheitsgefängnis verbüßt, dies nicht überleben wird. Seine Zelle sei feucht, ohne Licht und ohne Frischluftzufuhr. Es gäbe dort weder einen Stuhl noch eine Matratze. Dr. Biscet werde durch ständigen Lärm misshandelt und verfüge über keinerlei Privatsphäre. Seine Familie darf ihn lediglich alle drei Monate für zwei Stunden besuchen. Zudem sei er der Gewalt von Mitgefangnen hilflos ausgeliefert, so die IGFM.

Der Gesundheitszustand von Dr. Oscar Biscet ist besorgniserregend. Durch die mangelhafte Versorgung mit Nahrungsmitteln fällt der Gefangene immer neuen Erkrankungen anheim. Seine Zähne sind stark geschädigt. Die wiederkehrenden Infektionen müssen mit Antibiotika und Schmerzmitteln behandelt werden. Doch diese Medikamente stehen nicht zur Verfügung. Außerdem leidet Dr. Biscet seit Jahren an Bluthochdruck und benötigt dafür Medikamente, für die seine Familie aufkommen muss. Sein Augenlicht wird immer schlechter. Wie seine Frau berichtet, werden mehr als 100 Häftlinge in seinem Gefängnisteil so unzureichend ernährt, dass sie krank werden. Die Häftlinge seien darauf angewiesen, von ihren Familien mit Nahrungsmitteln versorgt zu werden.

Der Arzt Dr. Oscar Elías Biscet Gonzales wurde erstmals 1999 zu einer dreijährigen Gefängnisstrafe verurteil, weil er sich friedlich für das Recht auf Leben und für die Pressefreiheit eingesetzt hat, berichtet die IGFM. Auslöser war ein von ihm im Jahr 1998 verfasstes Buch, in dem er der kubanischen Gesundheitsbehörde Völkermord vorgeworfen hatte. Er klagte die Behörde an, Frauen zur Abtreibung gezwungen zu haben. Er kam 2002 frei, gründete die Lawton Foundation for Human Rights und wurde 2003 erneut festgenommen. Dr. Biscet wurde in einem Schauprozess der Komplizenschaft mit dem Ausland beschuldigt und wegen Ungehorsam und verbrecherischen Benehmens zu 25 Jahren Haft verurteilt. Seine Haftbedingungen stehen in eklatanten Widerspruch zu den von den Vereinten Nationen in internationalen Verträgen festegelegten Mindeststandards.

Elsa Morejón Hernández ist Vize-Präsidentin der Lawton Foundation for Human Rights. Die kubanische Menschenrechtsorganisation setzt sich für die Menschenrechte von politischen Häftlingen auf Kuba ein. Sie fordert gemeinsam mit ihrer Familie und Gesundheitsexperten die internationale Gemeinschaft auf, gegen die menschunwürdige Behandlung politischer Häftlinge auf Kuba zu protestieren.

Medieninformation

Internationale Gesellschaft für Menschenrechte

IGFM - Deutsche Sektion e.V.

Borsigallee 9, 60388 Frankfurt/Main

Tel.: 069/420108-0, Fax: 069/420108-34

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