(openPR) Die zunehmende Überschneidung der Lebensräume von Mensch und Wild führt zu immer gravierenderen Konfliktsituationen. Durch das wachsende Verkehrsnetz steigt die Unfallgefahr für Kollisionen mit Wildtieren. Nach wie vor werden in der Land- und Forstwirtschaft hohe materielle Schäden durch Wildtiere verursacht. Grenzüberschreitende Wildwechsel führen zur globalen Verbreitung von Tierkrankheiten und -seuchen in kürzester Zeit. Auch Vögel entdecken zunehmend Ballungszentren als Lebensraum. Neben Schäden an der Gebäudeinfrastruktur stellen sie dort in verschiedenen Bereichen ein hohes Sicherheitsrisiko dar, beispielsweise an Flughäfen. Hier sind neue Ideen zur schonenden Lenkung der Tiere in geeignete Lebensräume gefragt. Vor diesem Hintergrund forschen über 20 Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Institutionen gemeinsam im internationalen Netzwerk „Human-Traffic-Wildlife“. Das Ziel der Partner besteht in der Entwicklung neuer Technologien, Systeme und innovativer Produkte zur tierfreundlichen Lenkung von Wildtieren. Aktuell wird bereits an praxistauglichen Lösungen für verschiedene Bereiche gearbeitet. In einem Projekt wird eine neue Technologie erforscht, bei der die Vergrämung von Wild mittels maschinell ausgebrachter Duftkörper erfolgt. Es entsteht ein durchgängiger „virtueller Wildzaun“ mit langer Wirkungsdauer, der zudem auch in schwer erreichbaren Arealen einsetzbar ist. Dadurch kann der zeit- und kostenintensive Aufbau aktuell eingesetzter Wild- und Elektrozäune reduziert werden. Ein weiteres Forschungsprojekt beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Gerätes zur Vogelabwehr, welches mittels Schallwellen Wildvögel von Industrie- und öffentlichen Gebäuden, wie Bahnhöfe, Einkaufszentren, Flughäfen usw. fernhält. Weitere Projekte sind in Vorbereitung. Im Ergebnis der gemeinsamen Forschung im Netzwerk werden neue praktikable und wirtschaftliche Lösungen zur Verbesserung des Zusammenlebens von Mensch und Wildtieren im gleichen Lebensraum entstehen.
Das internationale Netzwerk „Human-Traffic-Wildlife“ wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und koordiniert von der FGMD GmbH. Nähere Informationen unter www.htwi.de.













