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Quantensprung im Vatikan: "Christus starb nicht für alle"

21.02.200711:45 UhrKunst & Kultur
Bild: Quantensprung im Vatikan: "Christus starb nicht für alle"
ISBN 3-8330-0297-2
ISBN 3-8330-0297-2

(openPR) … konnten wir in den Nachrichten des 18. Dezember hören. Dieser Ausspruch kam von keinem Geringeren als dem Oberhaupt der katholischen Kirche. Papst Benedikt XVI. hat eine Änderung der Wandlungsworte bei der katholischen Messe angeordnet. Demnach soll es künftig nicht mehr heißen, Jesus Christus habe sein Blut „für alle“ vergossen. Stattdessen sollen die Priester bei der Eucharistie künftig sagen, das Blut sei „für viele“ vergossen worden. Dies entspreche dem überlieferten lateinischen „Originaltext“, berichtete die Mailänder Zeitung „Corriere della Sera“.

Auch wenn es sich nicht um einen lateinischen Originaltext handeln kann – gemeint ist wohl die Vulgata - , da die Evangelien in Altgriechisch verfaßt wurden: Tatsächlich heißt es bei Matthäus: „(…) das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden“ (26, 28). Ähnlich bei Markus: „Und er sagte zu ihnen: Das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird.“ (14, 24). Dieses kleine Wörtchen „viele“ – welch ein Unterschied in der Bedeutung, ein Quantensprung in der Geschichte der katholischen Kirche!

Auch wenn diese Änderung erst in zwei Jahren umgesetzt werden soll: Damit gibt Bendikt im Umkehrschluß zu, daß Jesu Kreuzestod nicht automatisch die Erlösung der Menschheit bedeutete, sondern daß es wesentlich mehr dazu bedarf. Nicht nur Jesu Kreuzestod, nicht nur der Glaube allein reichen aus. Es erfordert Taten nach dem Willen Gottes: „Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr! in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel“, so heißt es in Matth. 7, 21. Weiter in Matth. 19,16–19 antwortet Jesus auf die Frage eines reichen Mannes: „Was soll ich Gutes tun, daß ich das ewige Leben möge haben?“ folgendermaßen: „Willst du zum Leben eingehen, so halte die Gebote.“ Es geht also darum, sein ganzes Leben, seine Gedanken, Worte und Taten nach den Zehn Geboten und dem Gebot der Nächstenliebe auszurichten. Es bleibt zu hoffen, daß die Gläubigen diese Kehrtwende der katholischen Kirche nun auch verinnerlichen.

Zu Beginn seines Ponifikates ist davon gesprochen worden, daß die Art und Weise, wie man in der Kirche Gottesdienste feiert, dem neuen Papst Benedikt XVI. ein Dorn im Auge ist. Noch als Präfekt der Glaubenskongregation hat Kardinal Ratzinger vieles dazu geschrieben. Dennoch rechneten die wenigsten damit, daß sich so schnell etwas bewegen könnte. Hoffen wir, daß dies nur der Anfang von weiteren, dringend notwendigen Reformen ist! Eine Änderung der Leibfeindlichkeit der katholischen Kirche mit ihrer Einstellung zur Sexualität oder die Aufhebung des Pflichtzölibats wären nur zwei von vielen Themen, die es anzupacken gilt:

Den Zölibat (von lat. caelebs: unverheitatet lebend) gab es in der Frühkirche noch nicht. Damals durften Priester, Bischöfe und Päpste heiraten und eine Familie gründen. Im ersten Timoteusbrief schreibt Paulus in Kap. 3,1-7 über die Qualitäten, die einen Bischof auszeichnen: „Das ist gewißlich wahr: Wenn jemand ein Bischofsamt begehrt, der begehrt eine hohe Aufgabe. Ein Bischof aber soll untadelig sein, Mann einer einzigen Frau, nüchtern, maßvoll, würdig, gastfrei, geschickt im Lehren, kein Säufer, nicht gewalttätig, sondern gütig, nicht streitsüchtig, nicht geldgierig, einer, der seinem eigenen Haus gut vorsteht und gehorsame Kinder hat in aller Ehrbarkeit. Denn wenn jemand seinem eigenen Haus nicht vorzustehen weiß, wie soll er für die Gemeinde Gottes sorgen?“
Josef Ratzinger 1970: „Die Kirche der Zukunft .... wird neue Formen des Amtes kennen und bewährte Christen die im Beruf stehen, zu Priestern weihen.“
in „Glaube und Zukunft“, S. 110

Vom Autor dieses Artikels erschien das Buch: „Anders, die Suche nach Glück und Wahrheit“, BoD GmbH, Norderstedt, ISBN 3-8330-0297-2

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