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Mikroplastik - die kleine große Gefahr

17.12.202010:55 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) VERBRAUCHER INITIATIVE mit Vermeidungstipps

Mikroplastik findet sich überall in der Umwelt. Der Großteil entsteht, wenn sich Kunststoffe in der Natur zersetzen, und belastet Böden ebenso wie Gewässer. Wird es von Lebewesen aufgenommen, werden ganze Nahrungsketten kontaminiert. Denn Mikroplastik zieht giftige Schadstoffe an und bindet diese an der Oberfläche. Am Ende landet es dann auch auf unseren Tellern – mit noch unklaren Gesundheitsfolgen.

Gefährlich kann es für Organismen werden, wenn Mikroplastik so klein ist, dass es  Zellwände passieren kann. Darin enthaltene Stoffe wie Weichmacher oder Bisphenol A (BPA) könnten sich im Körper ablagern und stehen in Verdacht, lokale Entzündungen hervorzurufen. Nachgewiesen wurden Kleinstteile unlängst sogar in der menschlichen Plazenta.

Noch ist zu wenig über die tatsächlichen Gesundheitsfolgen bekannt: etwa, was genau passiert, wenn Partikel eingeatmet werden. Der Forschungsbedarf ist groß. Fest steht aber auch: Vermeidung ist der beste Schutz. 
Die VERBRAUCHER INITIATIVE gibt Tipps, wie die Aufnahme von Mikroplastik reduziert werden kann:

  • Verzichten Sie auf Kosmetik und Reinigungsmittel, die Mikroplastik enthalten, darunter etwa Peelings und Sonnencremes. Auskunft liefert ein Blick in die Inhaltsstoffe: Bezeichnungen wie Acrylate, Phthalate oder Poly(mere) weisen auf Plastikbestandteile hin. Auch Siegel wie z. B. „flustix plastikfrei“ geben Verbrauchern Orientierung. Zertifizierte Bio-Produkte sind übrigens plastikfrei.
     
  • Kaufen Sie weniger Nahrungsmittel, die in direktem Kontakt mit Plastik stehen, z. B. Tee- oder Reisbeutel. Kaufen Sie generell so unverpackt wie möglich ein und meiden Sie Wegwerf- und Einwegprodukte.
     
  • Verzichten Sie zugunsten von Naturfasern auf synthetische Textilien und Putztücher. Beim jedem Waschgang verlieren sie unzählige Fasern. Da viele Anlagen diese (noch) nicht ausreichend herausfiltern können, gelangen sie so in Gewässer. Filternde Waschbeutel können synthetische Faserreste abfangen.
     
  • Seien Sie maßvoll beim Verzehr von Produkten wie Fisch (v. a. kleine Sorten, die im Ganzen verzehrt werden), Meerestiere und Meersalz. In diesen Nahrungsmitteln wurde besonders häufig Mikroplastik nachgewiesen. Auch herkömmliches Kaugummi enthält oft Kunststoffe.
     
  • Vermeiden Sie Plastikprodukte im Haushalt. Durch Reibungskontakte können z. B. Teppiche, Kunstrasen, Sitzmöbel und Spielzeuge Mikroplastik freisetzen.
     
  • Entsorgen Sie Plastikabfälle zuhause und unterwegs sachgerecht und sortenrein. Sammeln Sie Plastikmüll ein, den Sie in der Natur finden.
     
  • Fahren Sie seltener mit dem Auto. Das spart Reifen- und Markierungsabrieb - ein Hauptverursacher von Mikroplastikeintrag in die Umwelt.

Mehr Tipps bietet das Themenheft „Plastikärmer leben“ der VERBRAUCHER INITIATIVE. Die 16-seitige Broschüre kann für 2,00 Euro (zzgl. Versand) unter www.verbraucher.com bestellt oder heruntergeladen werden.

 

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