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Hartz IV: Sozialdetektive fahnden nach Weihnachtsbäumen

17.12.200601:01 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Weihnachten mit Hartz IV

Verwundert blieben Passanten in der Mönckebergstraße im nachmittäglichen Weihnachtstrubel stehen: Eine verkrüppelte kleine Tanne ohne Nadeln auf einem Bollerwagen versperrte ihnen den Weg. Dahinter finstere Gestalten mit Sonnenbrille und Schlapphüten. Auf Armbinden war zu lesen: „ARGE Prüfdienst“.



Einem Flugblatt konnte der interessierte Leser entnehmen, dass es sich um "Sozialdetektive“ handelte, die zur Mitarbeit aufriefen: Ein Arbeitslosengeld 2 – Bezieher kann sich keinen Weihnachtsbaum leisten. Der so genannte Regelsatz liegt nämlich schon 19 Prozent unter dem Existenzminimum (so der Paritätische Wohlfahrtverband).

Hat so ein „Schmarotzer“ und „Parasit“ (Wolfgang Clement, Minister a.D) dennoch einen frischen Weihnachtsbaum, dann muss einfach Missbrauch vorliegen. Den aufzudecken, dafür seien die „Sozialdetektive“ da. Die Schlapphüte hatten Geschenke mitgebracht, die geschmackvoll unter dem
nadellosen Tännchen drapiert waren. Auf den Paketen war zu lesen:

„Ein-Euro-Jobs, Nötigung, Willkür, Zwangsumzug, Zwangsarbeit“.

Auf Nachfrage stellten die „Sozialdetektive“ klar, dass es diese Geschenke für die „Kunden“ der "team-arbeit-hamburg“ (die sind für das Arbeitslosengeld 2 zuständig) immer gibt, nicht nur zu Weihnachten.

„Eine gelungene Aufklärungsaktion der Sozialdetektive“ sagte Wolfgang Joithe, Mitbegründer von „PeNG! Aktive Erwerbslose und Geringverdiener“ (www.peng-ev.de) dazu, der die Idee zu dieser Aktion hatte. „Ohne die vielen Mithelfer unter anderen vom Sozialforum Eimsbüttel (Flugblatt) und dem Erwerbslosenrat der Gewerkschaft ver.di wäre das nicht möglich gewesen.

Dabei hat uns natürlich enorm motiviert, dass wir alle schon so nett von der ARGE SGB II Hamburg beschenkt wurden“. Dann fügte er hinzu: „Wir wünschen allen ARGE-Mitarbeitern, die sich im zu Ende gehenden Jahr besonders schikanös um uns gekümmert haben, dasselbe, was sie uns beschert haben: ein trauriges Weihnachten.“ Sprach`s und verschwand mit seinem Schlapphut in der Menge – unermüdlich im Dienste der Aufklärung.

Wolfgang Joithe

PeNG! Aktive Erwerbslose und Geringverdiener
c/o Ralf Hagelstein
Radickestrasse 37a
21079 Hamburg

040 657 200 58
0172 382 39 88
E-Mail

Über PeNG!

Wer sind wir?
Wir sind eine Gruppe von Frauen und Männern (auch erwerbstätige), die sich Anfang 2005 zusammengefunden haben.

Was wollen wir?
Wir setzen uns aktiv mit dem Sozialabbau in Deutschland auseinander. Wir pflegen die gegenseitige Hilfe (Ämterbegleitung, Widersprüche, Klagen beim Sozialgericht etc.), sind auf Stadtteilfesten mit Informationsständen und -material vertreten und betreiben eine Internetplattform speziell für den Hamburger Raum.

Wir wollen durch Informationen und Aktionen auf die Situation der von Armut Betroffenen und Bedrohten aufmerksam machen. Die Handlungsweisen der Behörden sowie der Beschäftigungsträger beobachten wir kritisch, um Missstände aufzudecken, öffentlich zu machen sowie zu helfen, gerichtlich dagegen vorzugehen. Zu diesem Zweck arbeiten wir eng mit anderen gesellschaftlichen Gruppierungen zusammen und sind gewerkschafts- und parteipolitisch unabhängig.

Wir halten es für unabdingbar, dass sich die Kräfte der verschiedenen Gruppierungen gegen den Sozialabbau bündeln. Nach unserer Überzeugung sind wir nur gemeinsam stark!

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