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Artenschutz in der Corona-Krise: Tourismustief entfacht Wilderei

12.11.202014:17 UhrTourismus, Auto & Verkehr
Bild: Artenschutz in der Corona-Krise: Tourismustief entfacht Wilderei
Natucate Artenschutz durch Tourismus
Natucate Artenschutz durch Tourismus

(openPR) Die Corona-Pandemie offenbart, in welcher Abhängigkeit der Artenschutz zum Ökotourismus steht. Ausbleibende Touristenzahlen sorgen für ungeschützte Naturräume und damit eine wachsende Artenbedrohung. Finanzielle Unterstützung erweist sich als wichtiger denn je.



Existenznot durch Stillstand

Der Öko- und Wildlife-Tourismus hat sich im Laufe der letzten Jahre in zahlreichen Ländern zu einem bedeutsamen Wirtschaftszweig entwickelt. Durch Entstehung von Arbeitsplätzen wird für Gemeinden ein Anreiz geschaffen, umliegende Naturräume langfristig zu schützen.
Weltweit finanzieren sich Schutzgebiete, Reservate und darin agierende Naturschutzprojekte nahezu ausschließlich durch den Tourismus. Doch dieser ist mit COVID-19 und den internationalen Reisebeschränkungen zum Erliegen gekommen.
Durch die ausbleibenden Einnahmen des Tourismus sind Reservate und Naturschutzprojekte nicht mehr fähig, ihre Mitarbeiter zu entlohnen und daher außerstande, essentielle Maßnahmen aufrechtzuerhalten. Ferner erfüllen Touristen durch ihre Anwesenheit eine Art Patrouille-Funktion, durch deren Wegfall sich für Wilderer die Chance erhöht, bei ihrer Jagd auf Elfenbein und andere Tierprodukte unentdeckt zu bleiben.
Umgekehrt werden Gemeinden durch Verlust von Arbeitsplätzen und Einkommen in Existenzkrisen gestürzt. Die Folge ihrer Mittellosigkeit: Verzweiflungstaten wie Buschfleisch-Wilderei, um sich und ihre Familien weiterhin ernähren zu können.

Unterstützung durch Spenden

Besonders im Angesicht der Coronakrise stellen Spenden eine der wichtigsten Stützen für Artenschutz-Organisationen und deren Projekte dar, um Mitarbeiter weiter beschäftigen, Maßnahmen umsetzen und damit den Schutz von Natur und Arten dauerhaft fortsetzen zu können.
Wer mehr über hilfesuchende Projekte erfahren möchte, kann Kontakt zur Aachener Organisation Natucate aufnehmen. Auf weiterbildende Auslandsaufenthalte im Natur- und Artenschutz spezialisiert, pflegt Natucate langjährige Partnerschaften mit NGOs auf der ganzen Welt und unterstützt diese auf verschiedenen Ebenen.
Natucate-Gründer Daniel Kaul erläutert dazu: „Viele der von uns unterstützten Artenschutzprojekte müssen aufgrund fehlender Mittel ihre Arbeit einstellen, einige sogar für immer. Da es in den entsprechenden Regionen nun an der Umsetzung notwendiger Maßnahmen fehlt, werden aller Voraussicht nach Natur und Wildlife langfristig erneut Bedrohungen ausgesetzt sein – ein Umstand, der uns große Sorgen bereitet.“

Wie schwerwiegend sich die Corona-Krise auf den Artenschutz auswirken wird, ist derzeit noch unklar. Fest steht jedoch, dass eines der Hauptargumente für den Schutz der Biodiversität die Pandemie selbst darstellt: „Dringen wir in […] Ökosysteme ein oder zerstören sie sogar, verlieren Krankheitserreger ihren Wirt und suchen sich einen neuen“, fasst der WWF zusammen – eine Erkenntnis, die jedoch die Chance birgt, dass der nachhaltige Tourismus und seine Ziele in Zukunft zunehmend gefördert werden.

Quellen:
IUCN: https://www.iucn.org/covid-19-resources/questions-and-answers-covid-19-and-nature-conservation

United Nations Development Programme: https://www.undp.org/content/undp/en/home/blog/2020/the-coronavirus-threat-to-wildlife-tourism-and-conservation.html

WWF: https://www.wwf.de/aktuell/corona-notspende/corona-virus-wie-uns-artenschutz-vor-krankheiten-schuetzen-kann

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