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«Geht raus und probiert alles!» – Handwerkerinnen geben Tipps anlässlich des Zukunftstags

12.10.202008:26 UhrIndustrie, Bau & Immobilien
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Mädchen beim Schreinern
Mädchen beim Schreinern

(openPR) Viele Berufe ziehen vermehrt ein bestimmtes Geschlecht an. Das Handwerk gilt dabei weiter als Männerdomäne. Der nationale Zukunftstag am 12. November 2020 bietet Jungen und Mädchen die Gelegenheit zum Seitenwechsel: Sie lernen für sie untypische Arbeitsfelder kennen, um ihre Zukunft losgelöst von starren Geschlechterbildern zu gestalten. Das Handwerksportal Ofri hat aus diesem Anlass Frauen im Handwerk nach Erfahrungen und Tipps befragt. Ihre Empfehlung: Schnuppern gehen und sich ausprobieren.



Im Malergewerbe hat sich schon viel bewegt: In den 1960ern lag der Anteil der Frauen, die eine Lehrstelle antraten, noch bei null. Doch seit 20 Jahren machen Frauen regelmässig um die 40 Prozent der Auszubildenden aus. Von den Zahlen des Schweizerischen Maler- und Gipserunternehmer-Verbands (SMGV) kann das Schreinergewerbe bislang nur träumen, selbst wenn auch hier der Anteil der weiblichen Lehrlinge von 11 Prozent im Jahr 2011 auf 18 Prozent im Jahr 2017 gestiegen ist. Ofri hat gefragt – wie arbeitet es sich als Frau im Handwerk und was kann die nächste Generation von erfahrenen Frauen lernen?

Handwerk als Lebensschule mit vielen Möglichkeiten

«Jeder handwerkliche Beruf, ist auch eine Lebensschule», sagt Manuela Flückiger von der Polsterei und Manufaktur Masch in Oberentfelden. Da könne man den Beruf auch verschieben. Wie ihr derzeitiger Lehrling. Er ist Schreiner und Bootsbauer und lernt jetzt noch Polsterer. Auch Chantal Kramer, Geschäftsführerin des Haus- und Gartendienstleisters SOVIS in Stetten, empfiehlt Mädchen mit Interesse am Handwerk: «Unbedingt ausprobieren. Wenn es nicht passt, kann man immer noch etwas anderes machen.»

Wie Petra Lutz, die mit Bad und Sicherheit Lutz in der gesamten Deutschschweiz tätig ist. Sie hat ursprünglich Friseurin gelernt, aber nie in dem klassischen Frauenberuf gearbeitet. Inzwischen ist sie im Job hauptsächlich von Männern umgeben und fühlt sich damit sehr wohl. «Es ist so viel möglich für ein Mädchen, das Spass daran hat, anzupacken», sagt die Generalunternehmerin.

Entspanntes Spiel mit klassischen Rollenbildern

Die Bereitschaft, sich zu beweisen, sollten Mädchen im Handwerk idealerweise mitbringen. Kramer und Lutz bestätigen, dass viele Kunden im ersten Moment erstaunt reagieren, wenn eine Frau vor ihnen steht. Die Unternehmerinnen sind daran gewöhnt, dass sie ihre Kompetenz erst einmal beweisen müssen. Doch dann löst sich die anfängliche Skepsis häufig in Luft auf. «Das spricht sich ja auch rum – als Frau in einer Männerdomäne ist man auch ein Highlight.» So werden Vorbehalte sogar zum strategischen Vorteil.

Manuela Flückiger hatte als Polsterin nie das Gefühl fehl am Platz zu sein. Zufriedene Kunden und die sichtbaren Ergebnisse ihrer Arbeit sind für sie wie eine Therapie. «Wenn einem die schönen Hände und Nägel nicht zu schade sind, steht man schon ziemlich am richtigen Ort», sagt sie. Weiblichkeit und Handwerk, passt das zusammen? Unbedingt, findet Petra Lutz. «Man kann Frau sein und trotzdem einen handwerklichen Beruf haben», so ihre Botschaft.

Als Frau im Handwerk unterwegs: Vorteile und Nachteile

Lutz und Kramer bestätigen, dass der Umgangston unter Männern generell schon rauer ist. Für Sanitärexpertin Lutz hat das aber durchaus Vorteile: «Männer nehmen die Dinge weniger persönlich.» Und Kramer setzt auf gemischte Teams. «Es ist etwas klischeehaft, aber in Teams mit Frauen ist der Ton oft freundlicher und es gibt mehr gegenseitige Rücksichtnahme.» Dass Männer in körperlich anstrengenden Berufen nicht immer Verständnis dafür haben, wenn die Frauen gewisse Arbeiten nicht machen können, findet sie nachvollziehbar. «Es steht und fällt aber mit den Vorgesetzten», sagt Kramer. Wenn die Arbeit richtig verteilt werde, ergänzten sich Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gut.

Zumal Manuela Flückiger, Chantal Kramer und Petra Lutz beweisen: Der Vorgesetzte kann auch eine Vorgesetzte sein. Flückiger und Lutz sehen den Schritt in die Selbstständigkeit als eine der vielen Möglichkeiten im Handwerk. «Nur Mut! Die Türen sind geöffnet», gibt Lutz jungen Frauen als Tipp auf den Weg, ganz ähnlich wie Flückiger: «Geht raus und probiert alles!» Bei den Spezialprojekten des Zukunftstags lernen Jungen und Mädchen verschiedene Berufe kennen. Anmeldeschluss ist der 25. Oktober 2020.

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