(openPR) Am 26.09.2020, Beginn: 20:00 Uhr ist im Theater Anderswo (Naheweg 25, 40699 Erkrath, Voranmeldung: 01787867782) die (vom 25.04.2020 verschobene) Premiere des Theaterstücks:
Der Fahrradträumer
„Sag mir eine schöne Metapher, Junge.“
Eine Geschichte um Freundschaft, Liebe und Verlust in einem kleinen chilenischen Fischerdorf. Mario, ein etwas naiver junger Mann, ein Träumer, beginnt in dem Dörfchen als Briefträger zu arbeiten. Sein einziger Kunde ist ein berühmter Schriftsteller. Um das Herz seiner großen Liebe zu gewinnen, zitiert Mario Gedichte des angesehenen Lyrikers und fängt sogar selbst an zu schreiben. Zwischen dem Dichter und seinem Postboten entwickelt sich in der Inszenierung von Beate Sarrazin eine tiefgehende und sehr berührende Freundschaft. Der Dichter ist Anhänger der sozialistischen Regierung Salvador Allendes und wird zum Botschafter in Paris ernannt. Voller Sehnsucht bittet er Mario: „Geh mit diesem Recorder durch das Dorf und nimm alle Geräusche und Klänge auf, die Dir begegnen. Das Rauschen der brechenden Wellen, die Möwen. Und wenn Du das Schweigen der Sterne am Himmel hörst, nimm es auf. Hier in Paris ist Winter...“ 1973 stürzt General Pinochet die Linksregierung „Unidad Popular“ von Präsident Allende und errichtet eine Militärdiktatur, in der er Sympathisanten der demokratischen Regierung verfolgen und ermorden lässt. Und es kommt zu einer einschneidenden Wende auch für den Dichter und seinen Briefträger...
Inszenierung und Spiel: Beate Sarrazin
Die Theaterstücke Beate Sarrazins haben eine starke internationale Ausrichtung. Sie sucht in ihrem Wirken stets die Zusammenarbeit mit anderen Künsten und schafft so als Autorin und Regisseurin andersartige, tiefe Inszenierungen. "Die intensivste Form der Begegnung mit einer fremden Person ist es, sich in sie zu verwandeln. Theater ist so faszinierend, weil durch die Verwandlung eine Identifikation möglich ist", so die Schauspielerin. In den Stücken von Theater Anderswo zeigt sich eine Vorliebe für gebrochene Charaktere, die widersprüchlich sind und scheitern, aber trotzdem oder gerade deswegen etwas sehr Liebenswertes haben. "Wer scheitert", so Beate Sarrazin, "weiß mehr. Im glitzernden Scherbenhaufen ist das Funkeln der Welt eingefangen."












