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Geschäftsjahr 2019 - geprägt vom Fachkräftemangel

29.01.202010:54 UhrVereine & Verbände
Bild: Geschäftsjahr 2019 - geprägt vom Fachkräftemangel
v.l.: Geschäftsführer M. Holland und J. Sellge blicken optimistisch nach vorn
v.l.: Geschäftsführer M. Holland und J. Sellge blicken optimistisch nach vorn

(openPR) Für den anerkannten Jugendhilfeträger MUTABOR Mensch & Entwicklung mit Sitz in Eitorf (NRW) war 2019 kein einfaches Jahr. Der vornehmlich in anderen Bereichen thematisierte Fachkräftemangel machte auch der gemeinnützigen Gesellschaft mit dem Schwerpunkt „Hilfen zur Erziehung“ zu schaffen.


Sie musste eine ihrer vier Wohngruppen schließen, weil sich keine Fachkräfte auf die ausgeschriebenen Stellen beworben hatten. Dadurch wurden viele Kräfte gebunden und auf der wirtschaftlichen Seite entstand ein deutlich wahrnehmbares Loch. „Alles in allem ein schmerzhafter Schritt“, bedauert Jürgen Sellge, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von MUTABOR.
Die zuvor in der Wohngruppe lebenden fünf Kinder konnten mit Hilfe der zuständigen Jugendämter anderweitig untergebracht werden. Die Beschäftigten in der Wohngruppe erhielten andere Arbeitsangebote. Das Domizil im Eitorfer Stadtteil Käsberg musste aufgegeben werden.
Immer wieder Vakanzen im Team gab es auch in der Wohngruppe in Hamm, wo frei gewordene Stellen nur schwer zu besetzen waren. Ebenso fehlte in Nister bei Hachenburg (Rheinland-Pfalz) eine Fachkraft.
Dort hat sich im letzten Jahr einiges getan: Als sich Ende 2018 ein Rückgang von unbegleiteten minderjährigen Ausländern abzeichnete, wurde mit den zuständigen Stellen eine inhaltliche Veränderung der Arbeit in den dort bestehenden beiden Wohngruppen für junge Flüchtlinge verhandelt: zwei Wohngruppen für Kinder sollten entstehen.
Dann jedoch erhöhten sich die Flüchtlingszahlen wieder. Die inhaltlichen Umgestaltungen wurden überarbeitet, die vereinbarten, notwendigen Umbaumaßnahmen jedoch durchgeführt. Nun leben in einer Gruppe jugendliche Flüchtlinge und in der anderen Gruppe werden demnächst Kinder erwartet.

Ohne pädagogische Fachkräfte keine pädagogischen Dienste
Der Fachkräftemangel machte sich 2019 ebenfalls im Inklusionsbereich bemerkbar, in dem bis zu 60 Fallanfragen nicht bedient werden konnten. „Hier wäre Wachstum gut möglich gewesen, wenn wir die Anfragen der Ämter mit akquirierten Fachkräften hätten bedienen können,“ beklagt Matthias Holland. Als Geschäftsführer und Pädagogischer Leiter fasst er zusammen: „Ohne pädagogische Fachkräfte keine pädagogischen Dienste!“
Ein kräftebindendes Thema im zweiten Halbjahr war die dritte Stufe der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes. Kinder mit einer drohenden oder tatsächlichen wesentlichen Behinderung fallen seit dem 1. Januar dieses Jahres nicht mehr in die Zuständigkeit der Jugendämter, sondern unter die des Landschaftsverbands Rheinland. Damit war trägerintern großer Aufwand verbunden.

Eine weitere sozialpädagogische Lebensgemeinschaft: Familie als Lebens- und Arbeitsort
Doch es gab auch Erfreuliches: den Erziehungsstellenbereichen rund um Eitorf und in der Eifel ist es gelungen, neue Pflegefamilien einschließlich Bereitschaftspflegefamilien zu finden. Letztere nehmen Kinder spontan und kurzzeitig auf – unmittelbar nach deren Herausnahme aus ihrer Herkunftsfamilie.
Außerdem konnte MUTABOR eine weitere sozialpädagogische Lebensgemeinschaft begrüßen – eine Hilfeform, die noch nicht allen Fachkräften bekannt ist. Hierbei ist die Familie zugleich Lebens- und Arbeitsort, wobei ein Elternteil als pädagogische Fachkraft fest angestellt wird.
Eine stabile Entwicklung mit einer leicht steigenden Fallzahl verzeichnete der Bereich der flexiblen (ambulanten) Hilfen – begrenzt durch die Herausforderung, geeignetes Personal zu finden. Gut etabliert hat sich auch das Ende 2018 neu bezogene, größere Büro in Overath, das von mehreren Fachbereichen genutzt wird.
Seit Anfang 2019 ist MUTABOR Mitglied des Verbands der privaten Träger der Kinder- und Jugendhilfe und wird mit vielen hilfreichen Fachinformationen versorgt. Für 2020 erwarten die Geschäftsführer, dass sich die Umstellung in Nister auszahlt und die Attraktivität als Arbeitgeber steigt. Dazu wurde als Maßnahme gegen den Fachkräftemangel ein trägerinterner Fortbildungsbereich ausgebaut, so dass mehr Veranstaltungen zur Mitarbeiterförderung stattfinden können.

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