(openPR) VENINI – der Name der italienischen Glasmanufaktur steht wie kein anderer für Glas aus Venedig. Die Wurzeln dieser ruhmreichen Manufaktur reichen zurück bis ins Jahr 1925, als Paolo Venini (1895-1959) das Unternehmen gründete. Bis zu seinem Tod 1959 blieb der kreative Unternehmer mit charismatischer Persönlichkeit als prägende Gestalt an der Spitze der Glasmanufaktur. Die Ausstellung im Glasmuseum, die in Zusammenarbeit mit „Le Stanze del Vetro“, dem Glasmuseum auf der Insel San Giorgio Maggiore bei Venedig realisiert wurde, beleuchtet diese ruhmreiche Zeit und präsentiert zahlreiche Objekte, die heute noch die Herzen der Sammler und Glasliebhaber höher schlagen lassen. So zeigen beispielsweise die Gläser der Serie „Incisi“ mit ihrer Farbigkeit und den geschwungenen Linien, wie zeitloses Design aussehen kann.
VENINI verstand es gleichermaßen, neue Herstellungsverfahren zu entwickeln und alte Techniken neu zu interpretieren. Die Murrine und die in Filigranglas-Technik geschaffenen Werke sind eindrucksvolle Exempel. Als äußerst erfolgreich erwies sich die Zusammenarbeit mit Künstlern und Gestaltern wie Carlo Scarpa, Riccardo Licata, Gio Ponti und andere. Sie gaben dem Glas aus der Manufaktur VENINI eine modernistische und spannende Ausrichtung. Die große Beachtung auf nationalen und internationalen Ausstellungen und Messen war der Lohn.
Auch die schwedische Designerin Tyra Lundgren (1897-1979) arbeitete für Venini. Sie entwarf eine Reihe von ausdrucksstarken Vögeln und Fischen, Blattschalen und Vasen. Die Ausstellung im „Kabinett“ des Glasmuseums ist allein dem gestalterischen Werk von Tyra Lundgren für VENINI gewidmet. Die Exponate der Ausstellung stammen aus der Sammlung von Ursula und Rainer Losch aus Bonn. Sie sind eine Schenkung an das Glasmuseum Frauenau und werden nun in ihrer Gesamtheit präsentiert. Das Ehepaar Losch stiftete dem Glasmuseum darüber hinaus zahlreiche weitere, ebenso seltene wie wertvolle Objekte von Glas aus verschiedenen Manufakturen Venedigs. Ein großer Teil ist bereits in die Dauerausstellung integriert. Die Murrine-Gläser aus der Manufaktur Venini in der Sammlung Losch bilden einen eigenen Bereich im Rahmen der Sonderausstellung.
Die Ausstellungen sind bis 22. März 2020 zu sehen. Geöffnet ist von Dienstag bis Sonntag von 9 bis 17 Uhr. Der Eintritt ins Kabinett ist frei.












