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Gentherapie soll Gehör bei angeborener Taubheit wiederherstellen

26.08.201909:52 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Gentherapie soll Gehör bei angeborener Taubheit wiederherstellen
Ihr-Hörgerät.de - neutral informiert
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(openPR) Ein Forscherteam um Prof. Axel Schambach von der Medizinische Hochschule Hannover (MHH) arbeitet an einer Gentherapie zur Behandlung von Schwerhörigkeit. Die EU fördert das Forschungsprojekt, genannt iHear, mit zwei Millionen Euro. Ihr-Hörgerät.de berichtet darüber.



Rund 20 Prozent der Bevölkerung in Deutschland haben eine ausgeprägte Hörminderung. Bei angeborener Taubheit funktioniert mindestens eines von rund 100 Genen nicht mehr, die für die Haar- und Sinneszellen im Innenohr verantwortlich sind. Das Forschungsprojekt iHear setzt an dieser Stelle an. Bei der Gentherapie wird den Betroffenen eine funktionierende Version des Gens in das Innenohr injiziert. Das Gen gelangt in die Haar- und Sinneszellen und regt die Proteinbildung an. Dadurch funktionieren die Zellen wieder. Die Herausforderung für die Forscher liegt dabei in der exakten Nachbildung der defekten Strukturen, wie Dr. Warnecke, HNO-Ärztin der MHH Klinik erläutert. Wenn die Forscher erfolgreich sind, soll die Gentherapie auch einer spontanen Ertaubung entgegenwirken können. Spontane Ertaubung kann durch Medikamente wie Chemotherapeutika ausgelöst werden. Die Gentherapie könnte verhindern, dass solche Medikamente in die Haar- und Sinneszellen gelangen. Darüber hinaus bietet die Therapie Ansätze für neue Behandlungsmöglichkeiten bei Schwerhörigkeit und Taubheit.

Wie eine Studie US-amerikanischer Forscher zeigt, verarbeiten taube Kinder Informationen anders als hörende Kinder. Bei einem Experiment schauten taube Kinder durchschnittlich 30 länger auf ein ihnen gezeigtes Objekt als hörende Kinder. Derek Houston, Assistenzprofessor an der Universität Ohio, vermutet, dass taube Kinder visuellen Objekten mehr Aufmerksamkeit schenken und intensiver verarbeiten, da sie nur ihren Sehsinn nutzen können. Bevor Kinder lesen lernen, nehmen sie Informationen jedoch hauptsächlich über ihr Gehör auf. Daher sei der Lernprozess bei tauben langsamer als bei hörenden Kindern. Von der Studie versprechen sich die Forscher ein besseres Verständnis über die Unterschiede in der visuellen Wahrnehmung zwischen tauben und hörenden Kindern. Die Erkenntnisse sollen genutzt werden, um den Unterricht im Vorschulalter an die Bedürfnisse der Kinder anzupassen. Durch eine gezielte Förderung soll jedes Kind sein Potenzial entfalten können.

Besseres Verständnis erhoffen sich auch die Forscher an der HNO-Klinik Erlangen zu den Ursachen von Tinnitus . Eine neu aufgestellte Hypothese besagt, dass der Tinnitus ein Nebeneffekt der stochastischen Resonanz sei. Bei diesem Phänomen handelt es sich um einen Mechanismus, der einem Signal ein Rauschen beimischt, um die Übertragung zu verbessern. Dieses Rauschen wird als Tinnitus wahrgenommen. Dieses Modell eröffnet neue Behandlungsstrategien. Bei Mäusen wurden schon erfolgreiche Tests durchgeführt. Die Testphase mit Menschen wurde bereits gestartet.

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