(openPR) • In Rumänien leben sechs Millionen Straßenhunde.
• Massentötungen im Auftrag der Gemeinden sollen die Anzahl streunender Hunde senken – eine Maßnahme mit brutalen Methoden und ohne Erfolg.
• Zahlen zeigen: Als effektiv erweist sich die Arbeit von Tierschutzvereinen, die sich auf flächendeckende Kastrationen von Streunern stützt.
Parallel klären Tierschützer die rumänische Bevölkerung auf und bekämpfen so neben den Symptomen auch die Ursache des Problems. Warum ist es wichtig, den eigenen Hund zu kastrieren? Unkastrierte Haustiere, die in Rumänien oftmals nicht mit im Haus leben, sondern frei herumlaufen und sich mit Streunern paaren, tragen nicht unerheblich zum Teufelskreis der unkontrollierten Vermehrung bei. Ein Bewusstsein für Tierschutz in der rumänischen Gesellschafft schafft die Voraussetzung für eine verbesserte Situation für rumänische Straßenhunde. Doch wie konnte es überhaupt soweit kommen, dass die Lage im Land so angespannt, die Anzahl der Hunde so immens und ihr Leid als so groß wie nirgendwo anders gilt?
Damals und heute: Tierschutz in Rumänien
Eigentlich bestand in Rumänien seit 2001 ein Tierschutzgesetz. Trotzdem war es noch bis 2007 legal, streunende Hunde einzufangen und zu töten. Erst mit dem Eintritt des Landes in die EU bewegte sich etwas in Sachen Tierschutz: Tierquälerei und das Töten gesunder Straßenhunde wurden strafbar. Im September 2013 dann ein Vorfall, der die Situation veränderte und bis heute tief prägte: Der vierjährige Junge Ionut drang beim Spielen in das Territorium eines Rudels von Straßenhunden ein und starb infolge zahlreicher Hundebisse. Die Regierung reagierte, verabschiedete ein neues Gesetz, das das Töten wieder legalisierte und startete ein Tötungsprogramm. Ein Großteil der städtischen Tierheime wurde zu sogenannten Tötungsstationen, in denen die herrenlosen Hunde nach circa 14 Tagen umgebracht werden - meldet sich niemand, der das Tier übernimmt.
Sind Tötungsstationen die Lösung?
Hinter dem Tötungsprogramm der Gemeinden steckt ein riesiges Geld-Geschäft. Die Betreiber und damit auch die Hundefänger werden vom Staat durch Steuergelder finanziert. Für jeden einkassierten Straßenhund gibt es eine lukrative Prämie von 50 Euro. Wie Tierschützer in unzähligen Fällen berichten, fließt die finanzielle, staatliche Hilfe jedoch nicht wie vorgesehen in die Versorgung der Vierbeiner, sondern landet in den eigenen Taschen Beteiligter, die die Lage nutzen, um sich selbst zu bereichern. Als Folge sollen in den Tötungsstationen qualvolle Zustände für die Hunde herrschen: Sie verhungern, verdursten, erliegen unbehandelten Verletzungen und Krankheiten und werden nach Ablauf der Frist ohne Narkose eingeschläfert.
Tierschutzgerechter Ansatz zeigt Erfolg
Tierschützer unternehmen darum alles, um so viele Hunde wie möglich aus den Tötungsstationen und auch von den Straßen zu holen. Sie setzen bei ihrer Arbeit auf einen tierschutzgerechten Ansatz zur Lösung des Problems. Sie päppeln die Hunde auf, kastrieren sie, vermitteln die Tiere in ein verantwortungsbewusstes Zuhause und betreiben Aufklärungsarbeit in Rumänien. Die Bilanz der letzten Jahre zeigt, dass das staatliche Tötungsprogramm die Zahl von Straßenhunden nicht senkt, flächendeckende Kastrationen von Tierschutzorganisationen jedoch bereits Erfolge verbuchen.
Spendenaktion „SOS! Hilferuf aus Rumänien“ startet
Tierschutzvereine sind bei dieser nachhaltigen Arbeit auf sich allein gestellt. Darum ruft Tierschutz-Shop ab heute dazu auf, sieben Tierschutzvereinen zu helfen, die sich in Rumänien engagieren. 10 Lkw mit Futterspenden sollen ermöglichen, die herrenlosen Hunde - körperlich oftmals in einem miserablen Zustand – aufzupäppeln und danach zu kastrieren. Die eingesparten Futterkosten sowie die Geld-Prämie von Tierschutz-Shop zu jeder Futterspende ermöglichen es den Vereinen, die Kosten für die Kastrationen zu stemmen. Der Appell von Hanna Czenczak, Gründerin von Tierschutz-Shop: „Tötungsstationen bieten in keiner Form Lösungen. Der Tod der hingerichteten Tiere ist völlig sinnlos! Stattdessen müssen wir die alternativen Wege fördern!“ Aktionszeitraum ist vom 01.08. 16 Uhr bis zum 12.09.2019 auf www.tierschutz-shop.de/hilferuf-rumaenien












