(openPR) Am 17. Mai 2019 verabschiedete der Deutsche Bundestag eine Resolution, in der die BDS-Bewegung (Boykott, Desinvestition, Sanktionen) gegen die völkerrechtswidrige und menschenrechtswidrige Politik Israels als "antisemitisch" diskriminiert wird.
Dieses Buch ist wichtig und notwendig, weil es aufzeigt, welche Unterschiede zwischen dem politischen Establishment Deutschlands und vielen Menschen, welche in der Nachkriegszeit sozialisiert wurden bestehen. Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages folgen ganz offensichtlich der Staatsräson, Israel in jedem Fall zu unter- und beschützen, egal was die Führung dieses Land tut. Sie erklären dies aus der Verpflichtung gegenüber Millionen getöteter und vertriebener jüdischer Menschen während des Nazi-Regimes.
Dem gegenüber steht der normale Bürger, geboren kurz nach dem Krieg und dem Holocaust, dem in der Schule erklärt wurde, dass Wegschauen die Sünde Deutschlands war, und den Aufstieg der Nazis und den Holocaust möglich gemacht hat, und dass das Mitläufertum den verwüstenden Krieg erst möglich gemacht hat. Weiter wurde erklärt, dass man dem Staat gegenüber immer kritisch eingestellt sein muss, um Fehler wie die Machtübernahme Hitlers zu vermeiden.
Aus dieser unterschiedlichen Sichtweise ergaben sich Reden im Bundestag, und daraus resultierend eine Resolution der Vertreter des Deutschen Volkes, die in krassem Widerspruch zu der Lehre stehen, welche viele Menschen jener Generation, deren Eltern noch mitverantwortlich waren für den Holocaust, aus der Geschichte gezogen haben. Nämlich, dass man niemals wegschauen darf, wenn Unrecht geschieht, sondern dass man aufstehen muss und das Unrecht benennen.
Und genau dies haben die Abgeordneten des Deutschen Bundestages NICHT getan. Sondern sie blendeten das Unrecht, welches durch Israel begangen wurde und wird vollkommen aus, und zogen sich auf ein Schuldgefühl, und daraus resultierender Staatsräson zurück. Dadurch nehmen sie billigend in Kauf, dass für die Schuld unserer Väter nun Palästinenser bestraft werden. Und so werden die Abgeordneten des Deutschen Bundestages nicht Komplizen, aber Relativierer und Inkaufnehmer von Verbrechen, welche an den palästinensischen Menschen begangen werden.
Es ist vielsagend, dass ausgerechnet jüdischen Menschen besonders entschlossen die Entscheidung der Bundestagsabgeordneten kritisieren, und das teilweise mit drastischen Worten. Einige dieser Kritik findet man in diesem Buch, darüber hinaus aber noch viel mehr.
Das Buch seziert gnadenlos die im Bundestag gehaltenen Reden, entlarvt falsche Narrative, erklärt vollkommen verdrängte Tatsachen der Geschichte und zeigt auf, dass auch die Behauptung des Außenministers, dass die UNO negativ voreingenommen wäre gegenüber Israel, das Gegenteil der Wahrheit ist. Tatsache ist, dass Israel vollkommen immunisiert gegen völkerrechtliche und menschenrechtliche Verurteilungen ist, wenn diese nicht schon im Vorhinein unterdrückt werden. Wie man an Personalentscheidungen der UNO erkennen kann.
Gegen Ende des Buches mit ca. 340 Seiten zeigt es die verheerende Wirkung der Resolution auf die Meinungsfreiheit in Deutschland auf, und welche Folgen schon jetzt zu beobachten sind.
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Inhalt:
Nach dem Vorwort von Evelyn Hecht-Galinski folgt eine Erklärung warum der Autor das Buch für dringend notwendig und wichtig hält. Dabei spielt eine große Rolle die Tatsache, dass die Lehre aus Auschwitz eben nicht die sein kann, ein Apartheid-System bedingungslos zu unterstützen.
Dann wird die Geschichte der Gründung Israels noch einmal aus der Sicht eines jüdischen Historikers beleuchtet, mit Schwerpunktsetzung darauf, was in allen Reden unterschlagen wurde: Die ethnische Säuberung mit Massenmorden durch israelische Streitkräfte. Am Ende beschreibt das Buch, wie israelische Journalisten herausgefunden haben, dass Teams von Israels Armee systematisch in lokalen Archiven nach Dokumenten über die Nakba suchen, um sie zu entfernen.
Das Buch zeigt die Anfangsprobleme Israels auf, und erklärt dann mit den Argumenten Tim Andersons die Rassenwissenschaft, welche hinter dem Zionismus steckt.
Im nächsten Kapitel berichtet es über ein Buch von Ilan Pappe, das die wichtigsten Mythen, denen offensichtlich auch die Abgeordneten des Deutschen Bundestages anhängen, eindeutig widerlegt. Dazu gehört der Mythos "unbewohntes Land", der Mythos, dass Juden ein Volk ohne Land wären, der Mythos, dass Zionismus gleichbedeutend mit Judaismus wäre, der Mythos, dass die Nakba gar keine ethnische Säuberung mit Massenmorden gewesen wäre, der Mythos vom Krieg im Jahr 1967 der ein Verteidigungskrieg gewesen sein soll, der Mythos von der "einzigen Demokratie der Region", der Mythos von der Zweistaatenlösung als einzige Möglichkeit, und der Mythos, dass Israel angeblich gleichbedeutend mit Judaismus wäre.
Zu diesem Thema folgt der Transkript eines Videos, in welchem orthodoxe Juden heftig bestreiten, dass der Zionismus, und damit die Führung Israels, Judaismus vertreten würde.
Im nächsten Kapitel wird über die deutsche Vergangenheit berichtet, und wie mit der Apartheid in Südafrika umgegangen wurde. Und es zeigen sich erstaunliche Parallelen, aber auch Unterschiede.
Dann folgt der Teil, der sich mit der Resolution des Bundestages direkt beschäftigt. Es beginnt mit dem Hinweis, dass der Außenminister Maas diese Resolution sozusagen vorbereitet hatte, indem er behauptete, die UNO wäre voreingenommen. Als Antwort darauf folgt ein Medienspiegel über das Jahr 2018, um aufzuzeigen, ob und wie die UNO denn voreingenommen war.
Anschließend berichtet der Autor über die schockierende Aussprache des Bundestages am 17. Mai, und die Reden, in denen kein einziges Wort über die Verbrechen an den Palästinensern erwähnt wurde, und nur und vollkommen einseitig Werbeaussagen der rechtsextremen Regierung Israels wiederholt wurden, welche längst widerlegt waren, wie ich in diesem Kapitel aufgezeigt wird.
Dann folgt die Auseinandersetzung mit zwei E-Mails von Bundestagsabgeordneten an den Autor. Sie zeigen auf, dass diese Abgeordneten in einer Informationsblase leben, und keine Ahnung von der Realität vor Ort haben, oder haben wollen.
Das Buch enthält dann den Transkript einer Vorlesung, mit der David Sheen die Zusammensetzung des israelischen Parlaments darlegt. Er erklärt die politischen Strömungen, und wie sie in der Gesellschaft gespiegelt werden. Ohne dieses Wissen, ist eine Beurteilung der Politik Israels unmöglich, aber es scheint den Abgeordneten des Bundestages zu fehlen.
Am Ende kommen Kritiker des Beschlusses zu Wort, zum größten Teil aus dem Lager der jüdischen Dissidenten, und berichtet das Buch über die Folgen der Diskriminierung der freien Meinungsäußerung in Deutschland durch den Beschluss des Bundestages, die BDS Bewegung als antisemitisch zu stigmatisieren.
Die über 600 Quellen werden auf einer Internetseite zum direkten Anklicken angeboten, was die Überprüfung der Aussagen des Buches wesentlich erleichtert.












