(openPR) Glas aus Bayern und Böhmen hat Rang und Namen in der Welt. Die Anfänge führen in beiden Regionen bis ins späte Mittelalter zurück. Im Laufe der Jahrhunderte erlebte die Glasherstellung dort Höhen und Tiefen. Immer wieder änderten sich die Stilrichtungen. So entwickelte sich auch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine moderne Richtung des Glasdesigns. Und genau dieses neue Design steht im Mittelpunkt der Ausstellung im Glasmuseum Frauenau.
Nach der Verspieltheit des Jugendstils setzte man vermehrt auf geometrische Muster und eine stilisierte Darstellung der Motive. Die Linienführung und Formensprache wurden strenger, die Farbigkeit ausgeprägter. Als Art Deco ging dieser für die 1920er und 1930er Jahre typische Stil in die Geschichte ein. In der Gestaltung wurden die Einflüsse vielfältiger. Künstler, Architekten und Kunstgewerbler beschäftigten sich mit dem Material Glas. Stilbildende Wirkung ging auch von den Glasfachschulen Haida und Steinschönau in Nordböhmen und Zwiesel aus.
Die Ausstellung im Glasmuseum zeigt glanzvolle Gläser aus dieser Epoche. Zu sehen sind Stücke aus den angesehensten Glashütten und Werkstätten ihrer Zeit, entworfen von renommierten Designern und anerkannten Gestaltern. Kolomann Moser und Otto Prutscher stehen beispielhaft als Entwerfer der Wiener Werkstätte, während sich auf deutscher und bayerischer Seite Richard Riemerschmid, Peter Behrens, Carl Georg von Reichenbach und natürlich Bruno Mauder als Designer für bis heute reizvolles Glas auszeichneten. Ein Highlight der Ausstellung ist eine Fußschale aus der Glasfachschule Zwiesel nach dem Entwurf des Direktors Bruno Mauder. Sie war 1929 im Metropolitan Museum in New York ausgestellt. In folger dieser Ausstellung entwarf die Schule exklusiv für das Luxuskaufhaus Macy`s eine Serie im Art Deco-Stil.
Die kostbaren Gläser stammen alle aus der Sammlung von Max Spannagl (geb. 1949) aus München. Schon als Student begann er mit dem Sammeln edler Gläser. So entstand bis heute eine äußerst Qualität volle Sammlung mit zahlreichen Raritäten. Max Spannagl stellte zudem umfangreiche Recherchen zu den Gläsern an und erstellte daraus eine informative und ansprechende Begleitpublikation.












