openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Führungskompetenz im digitalen Zeitalter: Meta-Studie 2019

(openPR) Studie des IFIDZ zeigt: Die Kompetenz-Anforderungen an Führungskräfte werden vielschichtiger und komplexer, doch der zentrale Erfolgsfaktor bleibt die Beziehung von Mensch zu Mensch.

„Welche Kompetenzen benötigen Führungskräfte, um im Zeitalter der Digitalisierung erfolgreich zu sein?“ Um dies herauszufinden, hat das Institut für Führungskultur im digitalen Zeitalter (IFIDZ), Frankfurt, eine Metastudie erstellt, für die 61 im Zeitraum 2012 bis 2018 erschienene Studien und Umfragen zum Themenfeld „Führung & Leadership“ ausgewertet wurden.



Ziel der Metastudie war es unter anderem zu ermitteln:
• Welche Kompetenzen brauchen Führungskräfte – den analysierten Studien zufolge – im digitalen Zeitalter?
• Welche neuen Kompetenzen werden von ihnen erwartet? Und:
• Welche Kompetenzen haben für den Führungserfolg die höchste Relevanz?
Untersucht wurden hierfür 61 Studien und Befragungen zum Themenkomplex Führung unterschiedlichen Charakters, an denen insgesamt über 100,000 Personen teilnahmen – meist Führungskräfte, zum Teil jedoch auch Mitarbeiter und Wissenschaftler.

Die Inhalte dieser Primärstudien wurden für die Metastudie primär formal-deskriptiv ausgewertet. Das heißt, analysiert wurde vor allem, in wie vielen Studien werden gewisse Kompetenzen als relevante Führungskompetenzen genannt. Danach wurde von diesen Kompetenzen wiederum entsprechend der Häufigkeit ihrer Nennung in der Metastudie ein Kompetenz-Ranking erstellt.

Insgesamt werden in dem Ranking 86 Führungskompetenzen aufgelistet, die den Primärstudien zufolge eine Relevanz für den Führungserfolg haben. Die absolut am häufigsten genannten Kompetenzen sind:
• Kommunikationsfähigkeit (57 Prozent),
• Veränderungsfähigkeit (39 Prozent) und
• Wertschätzung/Mitarbeiterorientierung (33 Prozent).
Dabei werden in der Studie und in dem Kompetenz-Ranking jedoch drei Kompetenz-Arten unterschieden.
• „Analoge“ Kompetenzen: Sie umfassen Kompetenzen, die bereits im „vor-digitalen Zeitalter“ (z. B. in den 1980er Jahren) bekannt und relevant waren und die sich in ihrem Wesen und Inhalt nicht oder nur marginal geändert haben.
• „Analogitale“ Kompetenzen: Sie umfassen Kompetenzen, die zwar schon im „vor-digitalen Zeitalter“ bekannt und relevant waren, die sich aber durch die Digitalisierung in ihrem Wesen und Inhalt signifikant verändert haben.
• „Digitale“ Kompetenzen: Sie umfassen Kompetenzen, die im „vor-digitalen Zeitalter“ entweder noch nicht existierten oder kaum Bedeutung hatten und erst im Kontext der Digitalisierung relevant wurden.

Die in den Primärstudien am häufigsten genannten „analogen“ Kompetenzen sind:
• Veränderungsfähigkeit (39 Prozent),
• Wertschätzung (33 Prozent) und
• Innovationsfähigkeit (30 Prozent).
Die am häufigsten genannten „analogitalen“ Kompetenzen sind:
• Kommunikationsfähigkeit (57 Prozent)
• Netzwerkfähigkeit (26 Prozent) und
• Entscheidungsfähigkeit (25 Prozent).
Die am häufigsten genannten „digitalen“ Kompetenzen sind:
• Transparenzorientierung (31 Prozent),
• Digital-/IT-Kompetenz (28 Prozent) und
• Heterarchiefähigkeit (26 Prozent).

Aus der Auswertung der Primärstudien, die der Metastudie zugrunde liegen, lässt sich dem IFIDZ zufolge unter anderem folgender Schluss ableiten: Das
das Anforderungsprofil an Führungskräfte im digitalen Zeitalter scheint – angesichts der 86 Kompetenzen, die in den Primärstudien genannt werden – so vielschichtig und komplex zu sein, dass die perfekte Führungskraft als „Master of the Universe“ erscheint.

Dabei darf jedoch nicht außer Acht gelassen werden: In den Primärstudien ist der Begriff „Kompetenz“ nicht eineindeutig definiert. Zudem stehen die genannten Kompetenzen (bzw. Fähigkeiten, Fertigkeiten und Persönlichkeitsmerkmale) oft in einer Wechselbeziehung zueinander und variiert sowie ändert sich die Begrifflichkeit. So werden zum Beispiel in den bis 2015 publizierten Studien recht häufig die Begriffe „Schnelligkeit“ und „Flexibilität“ als Kompetenzen genannt, in den später erschienenen Studien hingegen dominiert eher der Begriff „Agilität“. Zudem ist in den Studien mal von „Motivationsfähigkeit“, mal von „Inspirationsfähigkeit“ und mal von damit verknüpften Eigenschaften wie „Vorbild sein“ oder „Visionär sein“ oder „optimistisch sein“ die Rede. Deshalb ist das Fazit zulässig: Führung im digitalen Zeitalter ist zwar anspruchsvoll, jedoch keine Aufgabe, die nur Menschen mit Superkräften bewältigen können.

Ein weiterer interessanter Befund ist dem IFIDZ zufolge: Die Anforderungen an Führung im digitalen Zeitalter scheinen „analoger“ zu sein als die Digitalisierung der Wirtschaft bzw. des Business der Unternehmen vermuten lässt. Kategorisiert man nämlich die 86 Kompetenzen hinsichtlich ihrer Beziehung zur Digitalisierung, ergibt sich folgendes Bild: Von den 86 Kompetenzen können
• 72 Prozent als analoge,
• 15 Prozent als analogitale und
• 13 Prozent als digitale
eingestuft werden.

Das heißt, der Führungsprozess ist auch im digitalen Zeitalter ein weitgehend analoger, denn: Menschen führen Menschen. Die Digitalisierung hat zwar einen großen Einfluss auf die Arbeits- und Kommunikationsprozesse, sie ersetzt die menschliche Beziehung aber nicht. Keinesfalls sollte, warnt das IFIDZ, jedoch angesichts dieser Tatsache die Bedeutung der „digitalen und analogitalen Kompetenzen“ unterschätzt werden, denn: Von den Top-15-Kompetenzen haben acht, also mehr als die Hälfte einen entsprechenden Charakter.

Nähere Infos über die „Metastudie 2019: Führungskompetenzen im digitalen Zeitalter“ finden Interessierte auf der Webseite des IFIDZ (www.ifidz.de). Dort können sie in der Rubrik „Studien“, sofern gewünscht, auch kostenlos ein Management-Summary der Metastudie anfordern.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1048497
 946

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Führungskompetenz im digitalen Zeitalter: Meta-Studie 2019“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Institut für Führungskultur im digitalen Zeitalter (IFIDZ)

Influencer-Leadership-Seminar mit Barbara Liebermeister
Influencer-Leadership-Seminar mit Barbara Liebermeister
Die Vortragsrednerin und Buchautorin erläutert in ihrem Seminar, was Führungskräfte von Influencern lernen können und wie sie im vernetzten System Unternehmen erfolgreiche Leader werden. „Die Führungskraft als Influencer: In Zukunft führt, wer Follower gewinnt“ – so lautet der Titel des neuen Buchs von Barbara Liebermeister, das Mitte August im Gabal-Verlag erschienen ist. Nun hat die Gründerin und Leiterin des Instituts für Führungskultur im digitalen Zeitalter (IFIDZ), Frankfurt, außer einem Vortrag auch ein Seminar zu diesem Thema entwick…
Bild: Vortrag „Die Führungskraft als Influencer“ von Barbara LiebermeisterBild: Vortrag „Die Führungskraft als Influencer“ von Barbara Liebermeister
Vortrag „Die Führungskraft als Influencer“ von Barbara Liebermeister
Die Leiterin des IFIDZ erläutert in ihrem Vortrag und Seminar, was Führungskräfte von Influencern lernen können und wie sie im vernetzten System Unternehmen erfolgreiche Leader werden. „Die Führungskraft als Influencer: In Zukunft führt, wer Follower gewinnt“ – so lautet der Titel des neuen Buchs von Barbara Liebermeister, das Mitte August im Gabal-Verlag erschien. Nun hat die Gründerin und Leiterin des Instituts für Führungskultur im digitalen Zeitalter (IFIDZ), Frankfurt, auch einen Vortrag mit demselben Titel konzipiert; zudem ein Seminar…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Vom Kandidaten zum loyalen MitarbeiterBild: Vom Kandidaten zum loyalen Mitarbeiter
Vom Kandidaten zum loyalen Mitarbeiter
Die Candidate Journey Studie 2017 zeigt einen klaren Zusammenhang von Candidate beziehungsweise Employee Experience und der Gewinnung neuer, loyaler Mitarbeiter. Der vollständige Studienbericht ist ab sofort verfügbar und gibt Personalverantwortlichen praktische Tipps zum Recruiting- und Onboarding-Prozess an die Hand. Berlin/München, 18.01.2017 - Was müssen Unternehmen tun, damit aus passenden Kandidaten loyale Mitarbeiter werden? Diese Frage steht im Fokus der Candidate Journey Studie 2017. Die Studie, welche in Auszügen bereits dem Fachpu…
Bild: Kompetenz-Analyse: Die Digital- und Führungsreife der Führungskräfte analysierenBild: Kompetenz-Analyse: Die Digital- und Führungsreife der Führungskräfte analysieren
Kompetenz-Analyse: Die Digital- und Führungsreife der Führungskräfte analysieren
… Führen von Mitarbeitern und Bereichen brauchen. Hierauf aufbauend können sie dann entsprechende Entwicklungsmaßnahmen für sie planen. Das Analyseverfahren LEADT basiert auf der Meta-Studie „Führungskompetenzen im digitalen Zeitalter“, die das IFIDZ 2016 erstellt hat. Für diese Studie wertete das Institut 30 im Zeitraum 2012 bis 2016 erschienene Studien …
Bild: Magnesium ist wichtig fürs HerzBild: Magnesium ist wichtig fürs Herz
Magnesium ist wichtig fürs Herz
Magnesium könnte für die Prävention von Herz-Kreislauf-Krankheiten nützlich sein. In einer langjährigen Studie und in einer Meta-Analyse wurde geprüft, welche Folgen niedrige und höhere Magnesiumwerte haben. Magnesium ist ein essentieller Mineralstoff und ein Bestandteil vieler Enzyme und Coenzyme. Es ist wichtig für die Muskel- und Nervenzellen sowie für das autonome Nervensystem und die Herzfunktionen. Niedrige Konzentrationen von Magnesium (im Blutserum) wurden mit einem höheren Risiko für koronare Herzkrankheiten in Verbindung gebracht.…
Bild: Management 3.0: Neue Medien verändern KommunikationBild: Management 3.0: Neue Medien verändern Kommunikation
Management 3.0: Neue Medien verändern Kommunikation
… Es locken Titel wie „Xing, ning, QuickR&Co – Erfolgsfaktoren für die Nutzung neuer Technologien in Netzwerken“, „Web 3.0 – eine Herausforderung auch für Frauen“, „Führungskompetenz – auf welche Skills kommt es künftig an?“, „Power Teams – kollegiales Coaching als Erfolgsgeschichte“, „Mythos Mobility – Karrierefaktor im Zeitalter von Web 2.0“, „Dimension …
Bild: Kompetenzanalyse-Tool LEADT von Integrata-Stiftung ausgezeichnetBild: Kompetenzanalyse-Tool LEADT von Integrata-Stiftung ausgezeichnet
Kompetenzanalyse-Tool LEADT von Integrata-Stiftung ausgezeichnet
… werden. Darüber hinaus kann das Online-Analyseverfahren für Personalauswahlprozesse und zur Personaleinsatzplanung genutzt werden. Das Verfahren des LEADT basiert auf der Meta-Studie „Führungskompetenzen im digitalen Zeitalter“, die das IFIDZ 2016 erstellt hat sowie einer umfassenden Literatur- und Best Practice-Recherche über die Erfolgsfaktoren digitaler …
Bild: Nationale Technologieprognosen sehen Energieversorgung als die Herausforderung der ZukunftBild: Nationale Technologieprognosen sehen Energieversorgung als die Herausforderung der Zukunft
Nationale Technologieprognosen sehen Energieversorgung als die Herausforderung der Zukunft
Fossile Energieressourcen werden knapper und die bisherige Form der Energieversorgung gefährdet das Klima. Vor diesem Hintergrund sind die künftige Energieversorgung sowie ihre Umweltverträglichkeit die führenden Themen in Technologieprognosen rund um den Globus. Dies ist ein Ergebnis der Meta-Analyse „Technologieprognosen. Internationaler Vergleich 2010“. Die neueste Studie der Zukünftige Technologien Consulting der VDI Technologiezentrum GmbH bietet eine Übersicht über aktuelle Technologieprognosen aus sechs Ländern und wurde mit Unterstü…
Bild: Bewerberorientierung im Recruiting: meta HR veröffentlicht Candidate Experience WhitepaperBild: Bewerberorientierung im Recruiting: meta HR veröffentlicht Candidate Experience Whitepaper
Bewerberorientierung im Recruiting: meta HR veröffentlicht Candidate Experience Whitepaper
Die meta HR Unternehmensberatung stellt ab sofort das Whitepaper Candidate Experience Management kostenfrei zum Download zur Verfügung. Das Whitepaper bietet auf 24 Seiten einen leicht verständlichen Überblick zum Thema. Infografiken und kurze Texte zeigen Leserinnen und Lesern die wesentlichen Anforderungen an wichtigen Touchpoints zwischen Bewerbern und Arbeitgebern. Viele handfeste Empfehlungen und zahlreiche praktische Tipps machen das Whitepaper zu einem hilfreichen Leitfaden. Ausgangs- und Bezugspunkt für die strukturiert aufbereitet…
Bild: 360° Feedback zur Förderung von Führungskompetenzen für leitende PflegekräfteBild: 360° Feedback zur Förderung von Führungskompetenzen für leitende Pflegekräfte
360° Feedback zur Förderung von Führungskompetenzen für leitende Pflegekräfte
… Fähigkeiten fehlt im arbeitsintensiven Alltag des Klinikumfeldes jedoch häufig die Zeit. Um zu einer offenen Feedbackkultur beizutragen und mit der Intention Führungskompetenz zielgerichtet zu verbessern, wird nun in Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung meta I five ein online-basiertes Führungsfeedback implementiert. Hierbei erhalten leitende …
Positive Bewertung für ProClarity im METAspektrum Business Intelligence
Positive Bewertung für ProClarity im METAspektrum Business Intelligence
Aktuelle Studie hebt Vision und Preis-Leistungs-Verhältnis hervor Bad Homburg, 6. Juli 2004 – ProClarity, Spezialist für Analyselösungen für Unternehmen, wurde in der aktuellen Marktstudie der META Group „Business Intelligence METAspectrumSM“ berücksichtigt. Die Analysten der META Group unterteilen die beurteilten Unternehmen in die drei Bereiche „Leader“, „Challenger“ und „Follower“ und haben ProClarity insbesondere auf-grund der stringenten Projektabwicklung, Beweglichkeit, Mitarbeiter, des Branchenfokus, der Leistungstreiber und Preisgest…
Bild: meta | five unterstützt Jobcenter Kreis Pinneberg bei 90° FeedbackprozessBild: meta | five unterstützt Jobcenter Kreis Pinneberg bei 90° Feedbackprozess
meta | five unterstützt Jobcenter Kreis Pinneberg bei 90° Feedbackprozess
… Die Ziele des 90° Führungskräftefeedbacks liegen sowohl auf individueller als auch auf organisationaler Ebene: alle Führungskräfte sollen sich in Ihrer persönlichen Führungskompetenz und in der Zusammenarbeit mit ihren Mitarbeitern weiterentwickeln. Gleichzeitig soll im Jobcenter Kreis Pinneberg ein einheitliches Verständnis von Führung etabliert und …
Sie lesen gerade: Führungskompetenz im digitalen Zeitalter: Meta-Studie 2019