(openPR) Kaum bekannte Volkskrankheit bei neugeborenen Jungen immer häufiger
200 der weltweit erfahrendsten Kinderchirurgen auf dem Gebiet der Hypospadie kommen vom 3. bis 5. Oktober 2018 zum „2. Hypospadie Weltkongress“ in Offenbach zusammen. Veranstalter ist die „Hypospadias International Society“. Sie wird vom Chefarzt für Kinderchirurgie am Sana-Klinikum Offenbach, Professor Dr. Ahmed Hadidi, geleitet. Professor Hadidi gehört zu den gefragtesten Experten für Hypospadie.
Hypospadie ist eine kaum bekannte Volkskrankheit und eines der letzten Tabuthemen der modernen Medizin. Es handelt sich um eine angeborene Fehlbildung, die bei etwa einem von 125 männlichen Säuglingen auftritt. Bei den Betroffenen ist das Harnlassen aus der Penisspitze nicht möglich, da der Harnleiter sich während der Entwicklung im Mutterleib nicht bis zur Penisspitze entwickelt hat. „Leider ignorieren immer noch zu viele Eltern aus Unkenntnis oder aus Scham diese Fehlbildung bei ihren männlichen Säuglingen. Wird die Hypospadie nicht frühzeitig operiert, sind bei Jugendlichen oder jungen Erwachsenen körperliche aber auch seelische Probleme fast immer die Folge,“ mahnte Professor Hadidi.
An dem Kongress nehmen medizinische Experten aus 42 Ländern teil und tauschen sich über Operationsverfahren und deren Langzeitresultate sowie neue medizinische Erkenntnisse aus. In zahlreichen Vorträgen und Fachgesprächen werden unter anderem Gründe der ansteigenden Zahl von Hypospadien erarbeitet. Deutschlands wichtigstes Hypospadie-Zentrum im Sana-Klinikum Offenbach hat eine chirurgische Technik entwickelt, die sehr gute Ergebnisse erzielt. Die Teilnehmer kommen aus aller Welt um diese Operationstechnik zu erlernen.
Begleitet wird der Weltkongress im Sheraton Hotel durch Übertragungen von Live-Operationen aus dem Sana-Klinikum Offenbach. Die teilnehmenden Chirurgen haben die Möglichkeit, hautnah dabei zu sein und neue Techniken Schritt für Schritt zu beobachten und zu diskutieren.
Das Hypospadiezentrum in Offenbach operiert monatlich etwa 70 bis 80 Patienten. Es wird von dem Kinderchirurgen Professor Dr. Ahmed Hadidi geleitet. Professor Hadidi gehört zu den gefragtesten Experten für Hypospadie. Seine Patienten kommen nicht nur aus Deutschland, sondern aus der ganzen Welt. Ein Viertel der Patienten sucht nach erfolglosen Hypospadie-Operationen an anderen Kliniken mit Komplikationen das Hypospadiezentrum im Sana Klinikum Offenbach auf.
Die neuen und schonenden Operationsmethoden in Offenbach tragen dazu bei, dass Babys und Kleinkinder nach der Operation nicht fixiert werden und bis zu zwölf Tage im Bett bleiben müssen. Sie können sich sofort frei bewegen und in der Regel wenige Tage nach der Operation mit ihren Eltern die Klinik verlassen. Wenn der korrigierende Eingriff möglichst bald nach der Geburt des Kindes erfolgt, treten nur selten Komplikationen auf. „Deshalb ist es besonders wichtig, dass Eltern mit betroffenen Kindern möglich früh einen erfahrenen Kinderchirurgen aufsuchen,“ empfiehlt Professor Hadidi.
Bildunterschrift:
Hypospadie-Experten aus aller Welt: Dr. Luis Braga, Prof. Dr. Ahmed Hadidi, Dr. Monner Hanna, Prof. Mark Zaontz (v.l.n.r.)










