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Der Adoleszenzroman

21.06.201816:38 UhrKunst & Kultur

(openPR) Der Adoleszenzroman
Entwicklungsgeschichte des Adoleszenzromans
Erst seit Anfang der 90er Jahre hat sich in Anlehnung an die angloamerikanische „adolescent novel“ der Gattungsbegriff Adoleszenzroman für Romane des 20. Jahrhunderts, die sich mit dem Thema des Erwachsenwerdens beschäftigen, durchgesetzt. Es gab jedoch schon früher Werke, die sich mit diesem Thema auseinandersetzten. So gelten beispielsweise Goethes „Die Leiden des jungen Werther“ (1774) und Karl Phillip Moritz´ „Anton Reiser“ (1785) als Vorbilder des heutigen Adoleszenzromans. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts aber setzt sich als neue Gattung zunächst der Bildungsroman in Deutschland durch und verdrängt die Vorläufer des Adoleszenz-romans. Zu nennen wäre hier etwa E.T.A. Hoffmanns „Sandmann“ (1811). Ab 1900 erscheinen wiederum zarte Anspielungen an den Adoleszenzroman, etwa Hermann Hesses „Unterm Rad“ (1906). Erst 1951 erscheint in den USA Jerome Salingers „The catcher in the rye“ und prägt die Gattung des Adoleszenzromans so wie wir sie heute verstehen. Denn obwohl auch dieser Roman zunächst für Erwachsene gedacht war, wurde er sehr bald von einem jugendlichen Publikum rezipiert. Heutzutage ist der Adoleszenzroman eine beliebte Form des Romans, was sich auch im deutschsprachgen Raum wiederspiegelt, am Beispiel des Werks „Der Fuchsbau“ vom jungen wiener Autor Markus Szazska, welcher die Themen Kunst und Erwachsenwerden auf eine sehr einzigartige und überaus interessante Weise miterinander verbindet.


Themen und Erzählformen des Adoleszenzromans

Der Adoleszenzroman handelt grob gesagt von den Problemen des Erwachsenwerdens. Er zeichnet sich dabei dadurch aus, dass er im Gegensatz zum Bildungs-/Entwicklungs-/ und Erziehungsroman ausschließlich für ein jugendliches Publikum geschrieben ist. Die jugendlichen Rezipienten treffen auf Protagonisten die ihrer Altersstufe gleichen (meist 13-17), ähnliche Probleme wie sie selbst zu bewerkstelligen haben und sich in ähnlichen Situationen befinden. Dadurch wird bewusst eine besondere Nähe zwischen den Rezipienten und den Protagonisten hergestellt. Bei der behandelten Thematik des Adoleszenzromans lassen sich drei Themenschwerpunkte mit eigener Untergliederung feststellen. Zunächst wäre dies der Bereich Liebe, Sexualität, Partnerschaft, … In diesem Bereich werden oft Themen wie Homosexualität, erste Liebe, Aids, ungewollte
Schwangerschaft und sexueller Missbrauch angesprochen. Dies alles sind Probleme mit denen sich Jugendliche auch in der Realität durchaus konfrontiert sehen könnten. Auffällig dabei ist, dass im Adoleszenzroman mit größter Offenheit über diese Probleme gesprochen wird. Der zweite große Bereich kreist um den Begriff Identität. Hierbei handelt es sich um Probleme der existentiellen Orientierungslosigkeit, der Identitätsfindung und Identitätssuche. Auch die Suche nach der eigenen Rolle in einer Clique oder in der Schule, die Selbstplatzierung innerhalb der Gesellschaft, gehören in diesen Bereich. Den dritten thematisierten Bereich bildet die Eltern-Kind-Beziehung. Dabei ist zu beachten, dass hier weniger der Autoritätskonflikt der 70er Jahre im Mittelpunkt steht, sondern die schwindende Beschützerfunktion der Familie. Die Jugendlichen fühlen sich schutz- und führungslos, es fehlt ihnen an Geborgenheit. Oft wird das Fehlen eines Elternteils oder die Problematik einer Scheidung der Eltern thematisiert. Neben diesen drei zentralen Bereichen gibt es noch einige Themen die hin und wieder im Adoleszenzroman Beachtung finden. Hierzu zählen etwa Arbeitslosigkeit oder Drogenprobleme. Im Gegensatz zum problemorientierten Jugendbuch gibt es im Adoleszenzroman keine übertriebene Anhäufung von Problemen mit denen sich die Protagonisten konfrontiert sehen, sondern ein zentrales Thema steht im Vordergrund, wie zum Beispiel die Freundschaft, ebenfalls gesehen beim wiener Autor Markus Szazska , mit seinem Roman „ Der Fuchsbau, erhätlich unter https://www.markusszaszka.com/.


Zu den Erzählformen ist zu sagen, dass die meisten Erzähltechniken des Romans auch im Adoleszenzroman Verwendung finden. Man trifft auf einen Ich-Erzähler oder einen personalen Erzähler, man findet innere Monologe, Rückblenden, Tempusvariationen, usw.. Jedoch wird besonders gerne die Darstellung des Innenlebens der Protagonisten angewandt und die Erzählebene auf die Sicht Jugendlicher ausgerichtet.

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