27.08.2006 - 23:14 - Tourismus, Auto & Verkehr

Spielbericht des neuen Golfplatzes auf Mallorca: Puntiro Golfpark, Palma de Mallorca

Pressemitteilung von: Golfschule Michel Monnard, Mallorca / Südafrika
PR Agentur: Media-Ibercom, Palma de Mallorca

Bild im Großformat
Loch 11 und 12 auf dem Golfplatz Puntiro Golfpark bei Palma de Mallorca
Puntiro sieht dem Paradeplatz von Jack Nicklaus (dem Bears Club, Jupiter, Florida, USA) sehr ähnlich. Die Firma Nicklaus Design des Jahrhundert-Golfers Jack Nicklaus hat dem Golfplatz ein herrliches Ambiente verpasst. Alleine schon die Lage, inmitten der mallorquinischen Pinienwälder, verspricht dem Golfer ein aufregendes Golfabenteuer.

Fangen wir aber ganz von vorne an.
Golfpark Puntiro ist eine Anlage der Unternehmung Golfpark Entertainment. Diese Firma hat die exklusiven Rechte für Nicklaus Design Golfplätze in Spanien und Portugal bekommen und erarbeitet sich so nach und nach einen Namen in der Golfwelt Spaniens.
Das erste erfolgreiche Golfcenter dieser Firma existiert in Madrid.

Eröffnung des Golfpark Puntiro Mallorca wird am 15. September sein.

Als ich den Golfplatz besuchte und Fotos machte, achtete ich speziell auf Ambiente, Naturbelassenheit, Tierleben, Nachbargrundstücke, anfliegende Jets, Buggywege, Clubhaus und dessen Integrierung in den Golfplatz. Ganz wichtig war mir die Golfplatz-Architektur und die daraus entstehenden Aufgaben die der Golfer in Puntiro meistern muss.

Die Qualität hatte ich weniger im Blickfeld, da der Golfplatz ja noch nicht fertig gestellt ist. Nichts desto trotz hatte mich die Qualität der schon fertigen Löcher begeistert. Natürlich macht momentan die Hitze dem Golfplatz zu schaffen, aber die Grasqualität der Fairways (Bermuda 419) ist schon erstaunlich gut. Die Grüns sind ein Mix aus A1-A4, Bentgras.

Puntiro hat 2 grosse Seen, ca. 20 Greenkeepers und 5 Personen im Caddiemaster und Bürobereich.
Das Clubhaus ist eigentlich fertig, es fehlen aber noch die letzten Installationen und der Einzug der Möbel etc.

Die effektive Länge des Platzes ist von weiss 6027 m, von gelb 5546 und von rot 4530. Was mir eher kurz erscheint. Aber da der Platz eher technisch gehalten wurde und mit vielen kniffligen Schlägen den Tag sowieso zu einem Erlebnis macht, ist es den Mallorca-Golfern sicherlich recht, dass der Platz nicht solang ist. Nichts desto trotz werden Playing Pros mit dem Platz nicht die grössten Schwierigkeiten haben.

Par 71, mit 35 in und 36 out.

Hier einige Kommentare zu den einzelnen Löchern:

Loch 1: schönes Opening-Loch, Par 4 - welches schon ziemlich schnell klar macht, was Jack Nicklaus mit Puntiro gerne dem Golfer beibringen möchte! Überlegen Sie vorher, was nachher alles sein könnte! Sprich "Fairway to heaven, Rough to hell!"

Loch 2: Par 3 mit Senioren- und Feiglingseingang auf der linken Seite.

Loch 3: Par 4 mit Bunker mitten im Fairway, einfaches Bogie für den Durchschnittsgolfer.
Loch 4: Par 5
Loch 5: Par 4 mit schwierigem Abschlag. Tiefe Fairwaybunker beidseits des Fairways. Gemeiner "vermeintlicher" Grünbunker, vor dem Grün rechts angelegt. Dieser täuscht den Golfer, der annimmt, dass der Bunker direkt beim Grün liegt. Gemein gemein!
Loch 6: Par 3, 139 m von gelb, 172 von weiss.
Loch 7: Par 4, jetzt gehts los. Die Architekten benutzen die Seen um eine Seite zur konstanten Gefahr werden zu lassen. Das Loch geht ganz am See vorbei, ein Slicer soll also bitte grosszügig auf den Hügel links anhalten.

Bis jetzt fiel folgendes auf:

* immer leicht gewellte Fairways können einen schönen Fairwayschlag plötzlich in einen Schräglagen-Schlag verwandeln
* leider sehr kleine Abschlagflächen. Das Problem kennen wir von vielen Golfplätzen auf Mallorca, die dann dem Golfer nach der Golfhochsaison kaum mehr schöne Abschlagflächen bieten können.
* Landezonen der Abschläge sind konstant mit Bunkern gespickt. Wenn Sie eher ein "Bananenballspieler" sein sollten, bringen Sie die Sandschaufel, Förmchen und Badehose für regelmässige Strandbesuche mit.

Eine zeitlang kam ich mir vor, wie wenn ich nicht auf Mallorca gewesen wäre. Herrlich ruhig, ab und zu ein Jet, der auf die rechte Landepiste hinsteuerte. Der Golfplatz ist durch die typisch mallorquinischen Steinmauern begrenzt.

Buggywege sind mit diesen den Eisenbahn-Holzpfosten seitlich abgestützt. Abflüsse für Wasser wurden ebenfalls in die Buggywege eingearbeitet.

Schöne Holztafeln, die die einzelnen Löcher vorstellen. Ich bin gespannt, wie lange diese Holztafeln die Anforderungen der Golfplatzbetreiber erfüllen. Es fehlen eine etwas künstlichere Lochbeschreibung, dafür mit den Distanzen zu den gefährlichen, mit hohem "Native-Grass" bewachsenen, Fairwaybunkern.

Als ich auf Loch 8 am Abschlag stand, war mir klar, dass der Platz teilweise ohne Strokesaver zur Qual werden würde. Wasser, Bunker, Aus... alle möglichen Hindernisse verlangen präzises Spiel.

Der Platz wird immer besser. Ein hervorragendes Kriterium für einen Golfer, der sich nach für nach auf die kommenden Löcher freuen kann.

Loch 10: Irgendwie erinnerte mich das 10. Loch an ein Loch auf dem Wild Coast Golf Course in KwaZulu-Natal, Südafrika.
Dieses Loch war auch eines der ersten Löcher, dass mich von meinem Buggysitz runtergeholt hat und ich sass geschlagene 5 min mit Blick auf Grün 10 und Umgebung im Buggy.
Es passte einfach alles. Das herrliche, aus den Staaten importierte "Native Grass" gibt dem ganzen Golfplatz ein sehr natürliches Ambiente. Es gibt ihm unterschiedliche Schnittstufenhöhen, welche gepflegtes Fairway und Semirough mit dem eher "wilden" Rough verbinden.

Jetzt folgen 3 der schönsten Löcher Mallorcas!
Das 11. Loch ist ein Par 5, das 12. Loch hat Stroke Index 1 (Par 4) und das 13. Loch ist ein herrliches Par 3.

Der Reihe nach:
Loch 11: schon auf dem Abschlag hatte ich meinen Kinnladen unten. Irgendwie war der Bann einfach gebrochen und ein neuer Golfplatz ins Golferherz geschlossen. Das Ambiente besiegt jegliche Skepsis, die gegenüber eines neuen Golfplatzes herrscht.

Spielen Sie das Loch entweder Tigerline-gerade aus, also Driver über den Fairwaybunker oder legen Sie ganz lässig mit einem längeren Eisen oder Fairwayholz vor. Das Grün ist gut verteidigt. Vor dem Grün die schönen Sandbunker und dahinter ein fieser Grasbunker, der je nach Fahnenposition den Einsatz des Putters notwendig macht.

Loch 12:
Schön gelungenes Par 4. Rechts ist "No mans land", links besser auch nicht. Das Native Gras lässt grüssen. Hier kommen auch die Flieger ab und zu mal rein. Wie in Son Gual haben mich die Flieger nicht wirklich gestört. Im Gegenteil, ich habe es genossen, den grossen Blechvögeln beim Zielanflug zuzuschauen.
Der zweite Schlag ins Grün ist interessant, da die Grünkonturen nicht klar sichtbar sind und das Grün aus zwei Ebenen besteht. Gefahren gibts hier genug, also kühlen Kopf bewahren.

Was mir auffiel waren die Vorgrüns. Diese waren nur ca. 50 cm breit. Anschliessend kann das Bermudagrass schon mal die eine oder andere fiese lage verursachen und einen allfälligen Annäherungsschlag erschweren.

Loch 13:
hier hätte ich am Liebsten meinen Picknick-Korb und das dazugehörige Tuch aufgestellt. Ein herrlich in den Pinienbäumen platziertes Par 3. Von Weiss ist es 169 m, von gelb 135 m, leicht bergab. Das schräg gelegte Grün sieht grösser aus, als dass es aufgrund seiner Lage ist. Spielen Sie immer die Grünmitte an, dann sollte ein Par kein Problem sein.
Mir hat dieses Loch einfach von der ganzen Umgebung und sicherlich auch wegen den beiden Löchern davor am besten gefallen. Unspektakulär, aber dennoch natürlich schön.

Nachteilig sticht mir hier die Abschlaggrösse ins Auge. 12 m lang und 6 m breit... das wird in der Hochsaison Platzprobleme geben. Schade, dass hier nicht grosszügiger geplant wurde. Platz wäre nämlich da gewesen.

Loch 14:
hier hat der Grünbunker meine Aufmerksamkeit bekommen. Eine schöne tiefe Vorderkante, die wenn sie geschnitten ist, dem Bunker dieses einzigartige Aussehen geben wird. Der Bunker liegt direkt vor dem Grün, fies!

Loch 15 wird sicherlich ein weiteres Picture Hole werden.
3-er Holz oder langes Eisen am Abschlag und kurzes/mittleres Eisen aufs Grün. Nicklaus gibt seiner Strategie hier perfekten Ausdruck: nicht immer nur den "Ballermann" rausnehmen, sondern den Abschlag platzieren und das Loch geniessen.

Loch 16 erinnert mich an ein Par 3 auf dem Nicklaus Signature Platz Pearl Valley bei Paarl, Kapstadt, Südafrika.
Dieses Loch ist wieder ein Beweis dafür, dass Platzreifespieler und hohe Handicaps mit wenig Golfpraxis es schwer haben, die Golfplätze von guten Designern einigermassen unbeschadet zu überstehen.
Für mich als Golflehrer heisst das, wir müssen uns noch mehr anstrengen, die Einsteiger besser auszubilden, damit sie mit solchen Golfplätzen auch zurecht kommen können. 120 m carry sind notwendig, um den Ball auf sicherem Boden platzieren zu können. Wie in Pearl Valley hat Nicklaus Design die Abschläge schön ans Wasser gelegt. Angel mitnehmen... die Ballangel versteht sich.

Loch 17:
man sieht nur Bunker, Bäume und Rough vom Tee aus. Kaum vorstellbar, dass der Goldene Bär da auch noch Platz für landende Golfbälle geschaffen hat. Wenn auch nur knapp 25 m zwischen den Bunkern ein sicheres Landen des Balles sicherstellen... ein schönes Golfloch.
Die Fairwaybunker sind flach gehalten, so kann ein zweiter Schlag aus dem Bunker immer noch aufs Grün fliegen. Die Bunkerkanten sind leicht angehoben, sodass der Ball immer wieder von den Kanten wegkommen sollte und so lediglich die Sandlage eine Behinderung darstellt.

Loch 18:
Madre mia!! Das letzte Loch wird nochmals zum Nervtester für jeden Golfer. Auf dem Foto sieht das ganz normal aus. Da ich das Zoom benutzt habe, erscheint die Landezone viel grösser als von ganz hinten. Ein tolles finishing hole für einen wirklich tollen Golfplatz!
Der zweite Schlag endet direkt vor dem neuen Clubhaus. Schade nur, dass die Clubhaus-Terrasse nicht direkt vor das 18. Grün gebaut wurde. Spektakel wäre da immer geboten!

Fazit:
Nicklaus Design schafft Ambiente durch Wald, Wiese und Sandbunker. Das Rough und die Fairways sind durch viele Kurvenbewegungen immer wieder für Überraschungen gut, denn die Roughausleger sind vom Tee her nicht immer sichtbar. Spielerisch sehr anspruchsvoll, weswegen Platzreifespieler hier zu viele Bälle brauchen und auch keinen Spielspass haben werden.
Qualität des Golfplatzes hervorragend. Ob und wie die Grassorten sich an das ganzjährige mallorquinische Klima gewöhnen werden, bleibt abzuwarten.

Das Greenfee sollte bei inselüblichen 75 Euro (1.9. - 31.5.), in der Nebensaison bei 60 Euro (1.6. - 31.8.), die sich für diesen Golfplatz absolut lohnen. Buggy 35 Euro für 18 Löcher.

Bitte beachten, dass die Handicapvorgaben offiziell v.a. in der Hochsaison bei 28 für Männer und 36 für Damen liegen.

Die Mitgliedsgebühr ist plötzlich nur noch mit 16050 Euro angegeben. Die jährliche Quote liegt bei 1337 Euro.

www.golfschule-mallorca.net

Golfschule Michel Monnard
Büro: C./Llum 10, 1º
07580 Capdepera

Postanschrift
Apartado de correos 44
E-07580 Capdepera
Mallorca / Spanien

Telefon: 0034 639 635 634
Telefax: 0034 971 566 554

Kontakt für die Presse:


Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Die Golfschule Michel Monnard gehört zu den führenden Golfschulen im Tourismusbereich im südlichen Europa. 8 PGA-Golflehrer auf Mallorca unterrichten auf 5 verschiedenen Golfplätzen.

Golfpark Entertainment ist eine Betreibergesellschaft und Eigentümerin der Rechte der Jack Nicklaus-Rechte in Spanien und Portugal

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