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Bürgerbeteiligung Nord-Süd-Stadtbahn: Das lange Warten auf den Dialog

26.01.201708:52 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Bürgerbeteiligung Nord-Süd-Stadtbahn: Das lange Warten auf den Dialog
Einsturzstelle Historisches Archiv der Stadt Köln. Foto: A. Wulf
Einsturzstelle Historisches Archiv der Stadt Köln. Foto: A. Wulf

(openPR) Die 3. Baustufe der Nord-Süd-Stadtbahn wird zweigleisig, auf einer eigenen Trasse von der Marktstraße bis zum Verteilerkreis Köln-Süd, in der Mitte der Bonner Straße gebaut. Die Bahn soll die Fahrzeit zum Hauptbahnhof verkürzen. Ab 2024. Denn die Durchfahrt am Waidmarkt ist blockiert, weil die achtjährige Untersuchung der Einsturzursache für das Historische Archiv noch immer andauert und ein erforderliches Gleiswechselwerk in 28m Tiefe erst anschließend erstellt werden kann.



Die Buslinie 132, die bisher von Meschenich über Rondorf zum Hauptbahnhof führt, soll dann am Verteilerkreisel enden. Dort sind die Busse zur Hauptverkehrszeit schon heute völlig überfüllt und ein zusätzliches Fahrgastangebot fehlt. Rund zwanzig Bürgervereine und Initiativen fordern deshalb, die Bahnstrecke bis nach Rondorf und Meschenich auszubauen, auch zur Erschließung eines Neubaugebietes.

Auf der Bonner Straße staut sich seit Jahrzehnten der Verkehr, vor allem am Verteilerkreisel, dem Nadelöhr zwischen Bonner Straße, Rheinuferstraße, Militärringstraße und den Autobahnen A4 und A555. Endet die Bahn dort, wird der Stau eher zunehmen. Konkrete Planungen zur Beseitigung der Staus oder für die Fortführung der Bahn vom Verteilerkreisel durch den Grüngürtel und über die A4 nach Rondorf, wie es die Anwohner seit Jahren verlangen, lehnt die Stadt hartnäckig ab!

Mitten in diesem Staugebiet soll auch noch ein Parkhaus entstehen, obwohl es sinnvollere Alternativen gäbe, z.B. am Bahnhof Godorf, direkt neben der A555 und am Zubringer zur A553. Pendler könnten so die Staus auf der 6,5 km langen Strecke der A555 zwischen Godorf und dem Autobahnkreuz Köln-Süd umgehen und schon heute deutlich schneller in die Stadt kommen. Der 5-Minuten-Takt der U-Bahn-Linien 16 und 17 müsste nur um eine Station, von Sürth nach Godorf, verlängert werden. Und wer in Godorf nicht umsteigt, der wird es am Verteilerkreisel erst recht nicht mehr tun!

Die Bürgerproteste hatten auch schon Erfolg. An der Bonner Straße (3. Baustufe) wurde der Abriss von rund 70 Häusern verhindert. Mit einer Unterschriftenaktion wurde auf die Bahnquerung der Rheinuferstraße vor der Südbrücke (2. Baustufe) hingewiesen, die mit der ursprünglich geplanten Vorrangschaltung lange Staus verursacht hätte. Ein von der Stadt in Auftrag gegebenes Gutachten bestätigte, dass bei einem kürzeren als dem bisherigen 10-Minuten-Takt mit einem regelrechten Verkehrschaos zu rechnen sei. Die Folgen waren die heute deutlich verkürzten Rotphasen (Linie 17, ab 2024 Linie 16) und die im Bereich der Straße vorsorglich auf einer Brücke verlegten Schienen. Für den Fall einer Takterhöhung, z.B. 5-Minuten-Takt mit Verstärkerbahnen zur Hauptverkehrszeit (36 Bahnen pro Stunde), könnte die Rheinuferstraße tiefer gelegt werden, ohne beim Bau den Bahnbetrieb zu beeinträchtigen.

Für die 3. Baustufe auf der Bonner Straße haben die Bürger mit neun anerkannten Verkehrsplanern Lösungen für die kritisierten Schwachstellen der Planungen erarbeitet. Dazu gehören eine kleiner dimensionierte und dennoch leistungsfähigere Kreuzung Bonner / Schönhauser Straße, originelle Querungshilfen gegen die Trennwirkung der Gleistrasse und ein Vorschlag für sicherere Radwege, die Ermöglichung der Gassenbildung für Rettungsfahrzeuge und den Erhalt einer Vielzahl der vorhandenen Bäume, selbst bei einer vierspurigen Straße mit einer eigenen zweigleisigen Mitteltrasse für die Bahn.

Es fehlt nur noch der konstruktive Dialog mit den Verantwortlichen der Stadt. Vielleicht hat das Warten ein Ende, wenn es zum Gespräch der neuen Verkehrsdezernentin mit den Initiativen kommt, wie es die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker während ihres Stadtgesprächs in Rodenkirchen am 18.01.2017 angekündigt hatte.

AW

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