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Stets die richtige Wahl

16.11.201612:37 UhrIndustrie, Bau & Immobilien
Bild: Stets die richtige Wahl
Das Mehrgenerationenhaus in Leonberg überzeugt mit energetisch hochwertigem Ziegel-Mauerwerk. (Bild: Unipor, München)
Das Mehrgenerationenhaus in Leonberg überzeugt mit energetisch hochwertigem Ziegel-Mauerwerk. (Bild: Unipor, München)

(openPR) Mehrgenerationenhaus in Leonberg profitiert vom Ziegelvollsortiment der Unipor-Gruppe
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Nichts ist beständiger als der Wandel. Von den ersten Entwürfen bis hin zur fertigen Ausführung sind Änderungen ständiger Begleiter des neuen Mehrgenerationenhauses in Leonberg. Doch dies ist heutzutage der Regelfall und für das tief gestaffelte Ziegelsortiment der Unipor-Ziegel-Gruppe (München) keine wirkliche Herausforderung. Egal was kommt: Es gibt immer den passenden Ziegel!



Leonberg, Fichte- Ecke Schleiermacherstraße: Ein Blick auf Google Maps zeigt bereits die Baugrube, die den Gebäudeumriss des gerade entstehenden Mehrgenerationenhauses erahnen lässt. Ein mächtiger, gelb leuchtender Kranausleger ragt über die Grube, rechts oben sitzt noch der Elly-Heuss-Knapp Kindergarten. Doch dieser ist bereits Geschichte: Ein großzügigeres und energieeffizienteres Kindergartengebäude wurde bereits an anderer Stelle neu errichtet. Drum herum ein Querschnitt, fast möchte man sagen ein Sammelsurium, deutscher Vorstadtarchitektur. Einfamilienhäuser in allen denkbaren Größen, ein wenig langgezogen oder quadratisch, mal mit Satteldach, mal mit Pultdach - dann wieder ein paar mehrgeschossige Zeilenbauten und versetzt aneinandergereihte Punkthäuser mit Flachdächern. Diagonal gegenüber dem Baugrund liegt ein kleines Reiterstadion, im näheren Umkreis sehen wir die Stadthalle und das Stadtbad Leonberg sowie ein wenig Gewerbebau. Hierauf eine passende architektonische Antwort zu finden, war für das Architekturbüro Manderscheid keine einfache Aufgabe. Doch diese wurde gefunden. Das gerade entstehende Gebäude setzt mit seiner prägnanten Außenform ein zurückhaltendes, architektonisches Zeichen und fasst das soziale Umfeld als Mehrgenerationenhaus sozusagen in Miniatur zusammen.

Eine schräge Lösung

Leicht haben es sich die Planer mit dem Entwurf nicht gemacht und lange drei sehr unterschiedliche Konzepte verfolgt. U-, L- und Z-förmige Gebäudetypen wurden analysiert und letztendlich entschied sich das Architekturbüro Manderscheid für die Z-förmige Variante. Warum? Die leicht diagonale Ausrichtung verlängert die Achse des Sportplatzes und nimmt Bezug auf die nordwestlich liegende Altstadt. Zugleich betont die Schrägstellung des Baukörpers die Grundstücksecke und greift den Gebäudetypus der danebenliegenden zeilenförmigen Wohnbauten auf. Zusätzlich entsteht ein großzügiger Garten, der über seine diagonale Ausrichtung die versetzten Grünflächen am Sportplatz und zwischen den Zeilenbauten verbindet.

Nicht auf den ersten Blick zu erkennen ist der punktsymmetrische Aufbau des Gebäudes. Zwei dreieckige, in Stahlbeton gegossene Treppenhäuser stehen sich gegenüber und geben dem Gebäude die erforderliche statische Aussteifung. Im ersten und zweiten Obergeschoss sind zwei Vierspänner mit Wohnflächen von je circa 60 bis 120 Quadratmetern geplant. Im Dachgeschoss werden drei Wohnungen erschlossen, je knapp 100 Quadratmeter groß, mit vorgesetzten Aussichtsterrassen. Eine Sonderstellung nimmt das Erdgeschoss ein, in dessen Mitte ein 115 Quadratmeter großer Gemeinschaftsraum sitzt. Seitlich davon plante Manderscheid großzügige, barrierefrei ausgebaute Wohnungen für betreutes Wohnen. Doch grundsätzlich ist fast alles möglich. Die Bauherrengemeinschaft GeWoLeo (Leonberg) setzt auf die Möglichkeit einer flexiblen Grundrissgestaltung. Die Architekten stellten deshalb vereinzelt Stahlbetonstützen auf, die später unsichtbar in die nichttragenden Trennwände integriert werden können.

Offen für fast alles

Große Pläne in die Realität umsetzen: Für das Vermarktungskonzept ist der angestrebte Mix von Singles, Familien sowie Rentnern und Behinderten eine echte Herausforderung. Es gilt Berührungsängste abzubauen und sehr unterschiedliche Finanzierungsmöglichkeiten anzubieten. Wohnungen können deshalb gekauft oder auch gemietet werden. Mit diesem Konzept entscheidet sich die Bauherrengemeinschaft auch für einen überdurchschnittlich hohen Qualitätsstandard in der Bauausführung, denn: Eine Refinanzierung über Mieteinnahmen funktioniert nur, wenn die Bausubstanz von langer Lebensdauer ist und die Betriebskosten überschaubar bleiben. WDV-Systeme für die Außenwände standen deshalb nicht zur Diskussion und für Architekt Manderscheid rechnet sich monolithisch aufgebautes Außenmauerwerk bereits in der Bauphase. Es ist in etwa kostengleich mit einem WDV-System, so seine langjährige Erfahrung. Zudem ist er ein Befürworter von Kalkputzen und hierfür ist der Ziegel mit seiner feuchteadaptiven Eigenschaft ein idealer Putzuntergrund.

Mit dem "Unipor WS09 Coriso" erreicht das Außenmauerwerk bei einer Stärke von 36,5 Zentimeter zuzüglich dem Innen- und Außenputz mühelos einen U-Wert von 0,23 W/(m²K). Möglich ist dieser hervorragende energetische Wert durch den mäandrierenden Verlauf der Ziegelstege, die den für den Wärmedurchgang rechnerischen Querschnitt des Ziegels vergrößern. "Eine Verfüllung der Hohlkammern mit dem mineralischen Coriso-Dämmstoff sorgt für eine weitere energetische Optimierung und verbessert die Schallschutzeigenschaften zudem deutlich", erklärt Dr.-Ing. Thomas Fehlhaber, Geschäftsführer der Unipor-Gruppe. Über 1.000 Quadratmeter Coriso-Mauerziegel legen so die energetische Grundlage für das Erreichen des geplanten Niedrigenergieförderstandards KfW 70. Unterstützt wird die energetische Bilanz durch die energieeffiziente kompakte Bauform des Gebäudes. Bei den Innenwänden wurden die Möglichkeiten des "Systembaukastens" von Unipor voll ausgeschöpft: Die Trennwände der Untergeschosse sind aus Hochlochplanziegel in 11,5 und 24 Zentimetern Breite gesetzt. Mit Beton verfüllte Schalungsziegel erfüllen die erhöhten Schallschutzanforderungen an die Wohnungs- und Lifttrennwände.

Das Gesamtpaket entscheidet

Eine energetisch runde Sache wird das Bauvorhaben durch das integrierte Blockheizkraftwerk sowie eine Gasspitzenheiztherme. Weiterhin sind auf dem Dach Solarthermie- und Photovoltaikelemente geplant, die die Energieeffizienz des Gebäudes weiter verbessern sollen. Mit einem errechneten Jahresheizwärmebedarf von 87.031 kWh/a sowie einem jährlichen Endenergiebedarf von 160.490 kWh/a wartet das Gebäude mit durchaus nennenswerten energetischen Leistungsdaten auf. Etwas anderes würde man heutzutage bei einem Neubau auch nicht erwarten wollen. Mit dem Bezug des Gebäudes wird im Spätsommer 2017 gerechnet. Darauf dürfen sich die Mieter aller Altersklassen durchaus freuen.

Autor: Dipl.-Ing. Architekt Peter Gahr




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