(openPR) Der diesjährige Alzheimer-Forschungspreis der Hans und Ilse Breuer-Stiftung geht an einen Wissenschaftler, der seine wissenschaftliche Laufbahn ganz dem Verständnis der Alzheimer-Pathologie gewidmet hat: Der renommierte, mit 100.00 Euro dotierte Preis wird an Professor Dr. Heiko Braak (Universitätsklinikum Ulm) vergeben.
Der Preis wurde am 26. Oktober zum zehnten Mal in Folge anlässlich der Eibsee-Konferenz "Zelluläre Mechanismen der Neurodegeneration" verliehen und ist die höchstdotierte Auszeichnung für Alzheimer-Forschung in Deutschland. Alzheimer und ähnliche Demenzen gehören zu den größten gesundheits-politischen Herausforderungen der Gegenwart. Die Hans und Ilse Breuer-Stiftung hat sich daher zur Aufgabe gemacht, herausragende Forschung auf diesem Gebiet zu fördern.
Heiko Braak (geb. 1937 in Kiel) ist einer der weltweit einflussreichsten und meist zitierten Wissenschaftler. Wie kein anderer steht der Name Braak für die Erkenntnis sich ausbreitender pathologischer Strukturen im Gehirn von Alzheimerpatienten. Braak analysierte tausende von Gehirnschnitten, um zu verfolgen, ob und wie sich die Pathologie im Gehirn eines Alzheimerpatienten ausbreitet und wo sie beginnt. Er konnte tatsächlich zeigen, dass die Erkrankung relativ lokal beginnt und sich nach einem genauen Schema über die Zeit im Gehirn ausbreitet. Dies ermöglichte ihm, die Erkrankung pathologisch je nach Fortschreitungsgrad der Pathologie in verschiedene diagnostische Stufen einzuteilen. Die Braak-Stufen I-VI zur Einteilung der Alzheimererkrankung sind weltweit zu einem unverzichtbaren Standard geworden.
Heiko Braak studierte Medizin in Berlin, Hamburg und Kiel. Bis 2002 war er Professor am Institut für Klinische Neuroanatomie der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Seit 2009 ist er Seniorprofessor an der Ulmer Universitätsklinik für Neurologie/Zentrum für Klinische Forschung (ZKF) und Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina.



