(openPR) Vor drei Jahren hat die Bundeskanzlei ZZ UPI Ilidza ein Projekt gestartet - das Shelter Gladno Polje in der Nähe von Sarajevo in Bosnien. Es gab eine Vereinbarung mit den Gemeinden Ilidza und Sarajevo Center, dass diese das Projekt bezuschussen. Ob und wieviel Geld diese Gemeinden gezahlt haben bzw. zahlen, entzieht sich unserer Kenntnis. Fakt ist jedoch, dass im Shelter so gut wie nichts ankommt. Lediglich das Wasser wird bezahlt, welches aber im Winter gefroren ist, so dass die Hunde nichts zu trinken haben. An den wenigen Tagen, an denen die Hunde etwas zu fressen bekommen, gibt es nur kostenlose Abfallprodukte aus der nahegelegenen Hühnerfabrik oder auch mal Abfälle der umliegenden Restaurants. Doch das ist nicht annähernd genug, um die Hunde dort zu ernähren, von tiergerecht wollen wir gar nicht erst reden.
Das Shelter selbst ist ein provisorisch eingezäuntes Gelände mit marodem Gebäude, dessen Dach so undicht ist, dass der Regen freien Eintritt hat. Es gibt hier keinen Strom, keine Heizung, die Hundehütten sind entweder beschädigt oder schon völlig zusammengebrochen. Das Wort Hygiene kennt man hier nicht.
Die Kapazität ist mit 150 bis 200 Hunden bereits weit überschritten. Neuankömmlinge werden einfach zu den anderen gesperrt, eine Quarantäne gibt es nicht. Auch besteht nicht die Möglichkeit, läufige Hündinnen zu separieren, um ungewollten Nachwuchs zu verhindern. Es gibt weder medizinische Versorgung, noch wird kastriert.
Führen wir uns einmal vor Augen, was „Shelter“ eigentlich bedeutet, sehen wir hier das absolute Gegenteil. Dies ist kein Zufluchtsort; von „to shelter“ – „beschützen“ kann hier keine Rede sein. Die Hunde leiden unter den entsetzlichen Zuständen, haben Hunger, sind verletzt oder krank. Und niemand hilft.
Niemand? Nein, es gibt eine Tierschützerin, die nichts unversucht lässt, sich aufopfert und alles gibt, um den armen Fellnasen dort zu helfen. Sanela Etterle bringt kranke und verletzte Hunde zum Tierarzt, versorgt die Hunde mit Futter, so oft es geht. Sie sammelt Spenden und gibt selbst alles, was sie hat. Das Shelter liegt ausserhalb von Sarajevo und obwohl Sanela keinen Führerschein hat, ist sie jeden Tag dort. Auch diese Kosten trägt sie allein. Drei Angestellte gibt es im Shelter, doch nicht einer kümmert sich. Sanela hat bereits bei allen Behörden etc. um Hilfe gebeten. Doch sie stößt nur auf taube Ohren. Sie ist allein, es ist ein Kampf gegen Windmühlen.
Die Stadt Sarajevo hat 340.000€ für die Beseitigung des Streunerproblems bekommen. Die nicht registrierte Firma Hygiene Service Lokum arbeitet zusammen mit dem Veterinäramt und der Polizei. Das Vet.-Amt beauftragt die Firma, aggressive Hunde einzufangen und gibt sie zum Töten frei. Da sie aber die agressiven nicht zu fassen kriegen, fangen sie stattdessen nachts wahllos Hunde und töten sie, was sie eigentlich nicht dürfen. Und wir sprechen hier nicht von Euthanasie….! Wir sprechen von grausamen und bestialischem Mord.
340.000€ ! Damit hätte man viel erreichen können. Doch töten ist billiger….
Niemand sieht die Realität. Denn das Problem ist damit nicht gelöst.
Die Lösung des Problems heisst Kastration. Doch wie bewegt man die Menschen zum Umdenken, wenn selbst die Stadt die illegale Tötung der Hunde unterstützt?
Und als wäre das nicht genug, liess man nun noch verlauten, das Shelter Gladno Polje soll geschlossen werden. Was wird dann aus den ca. 200 Hunden dort? Wir denken, diese Frage kann nun jeder selbst beantworten.
Sanela braucht dringend Unterstützung. Deshalb bitten wir jeden um Mithilfe.
Wir sind uns durchaus bewusst, dass wir nicht alle Hunde in Bosnien werden retten können. Aber wir werden nicht aufgeben, es zu versuchen. Denn der Weg ist das Ziel!
Stray Dogs Bosnien unterstützt Sanela Etterle. Bitte machen Sie mit. Helfen Sie uns im Kampf gegen das Leid der Hunde in Sarajevo. Helfen Sie Sanela und den Hunden mit einer Spende. Sie werden es Ihnen danken.
Spenden können Sie via Paypal:
Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.













