Ex-Schneider-Vorstände starten erneuten Versuch Schadenersatz vom Freistaat Bayern zu erhalten

Pressemitteilung von: Kraus-Widmer Consulting GbR
PR Agentur: Kraus-Widmer Consulting GbR

Scheinbar ermutigt durch mehrere Medienberichte versuchen die, nach ihrem Dafürhalten vom Freistaat Bayern um die Aktienmehrheit gebrachten Gebrüder Schneider, einen erneuten Anlauf auf Schadenersatz zu nehmen: Vor wenigen Wochen haben sie Klage u.a. gegen die LfA Förderbank Bayern eingereicht. Wie uns gegenüber von der LfA bestätigt bedienen Sie sich dabei einer neuen Anwaltskanzlei.

Bereits in seiner Ausgabe 33/2003 berichtete das FOCUS-Magazin von einer durch die Anwaltskanzlei Kiethe, München für die Gebrüder Schneider eingereichten Subventionsbeschwerde bei der Europäischen Kommission. Diese leitete nach umfangreicher Prüfung der Beschwerde im Juli 2004 zwar ein Vertragsverletzungsverfahren ein, doch trotz dieser Entscheidung der EU-Wettbewerbskommission hatte demnach die Vorgehensweise der renommierten Münchner Anwaltskanzlei Dr. Kurt Kiethe in Sachen Schadensersatzforderung gegen die LfA keinen Erfolg.

In der Kanzlei Kiethe wurden die Gebrüder Schneider durch Rechtsanwältin Dr. Nicole Vossen betreut. Nach ihrem Wechsel zur Münchner Kanzlei Siebeck & Hoffmann hat entsprechend einer Berichterstattung der Süddeutschen Zeitung Frau Dr. Vossen am 29.12.2005 beim Landgericht München I bereits Schadenersatzklage mindestens für einen geschädigten Schneider-Aktionär gegen die LfA eingereicht.

Noch bis Ende 1991 war Bernhard Schneider Vorsitzender des Vorstands der börsennotierten Schneider Rundfunkwerke AG. Sein Bruder Albert Schneider assistierte ihm bis 30.06.1990 als Vorstandsmitglied. Mit ihrer Aktienmehrheit wählten im August 1995 die beiden Brüder Bernhard Schneider den mehrfach umstrittenen LfA Vorstand Franz-Josef Schwarzmann in den Aufsichtsrat. Mit der Wahl Schwarzmanns waren Hoffnungen auf Fördermittel und Darlehensmittel des Freistaates Bayern in Millionenhöhe verbunden. Mit im Aufsichtsrat waren die beiden Stiftungsratsmitglieder der Bayerischen Forschungsstiftung Prof. Ingolf Ruge und der ehemalige Senator und IHK Präsident Hans Haibel.

Gleichzeitig läuteten sie damit aber auch selbst, rückwirkend betrachtet, das Ende der Schneider Rundfunkwerke ein. Nur drei Jahre später löste Schwarzmann während einer spektakulären Hauptversammlung am 21.08.1998 seinen Mentor durch den in Otterfing ansässigen Investor Walter Vogel ab.

Während Bernhard Schneiders Tätigkeit als Aufsichtsrat wurden die bis heute unter Verschluß gehaltenen und vom Joint Venture Partner Daimler Chrysler AG im Auftrag der Schneider-Tochter LDT erarbeiteten Benchmarking-Studien den Unternehmensleitungen vorgelegt. Diese belegten bereits 1996 und 1997, daß mit einem marktfähigen Consumer Laser nicht vor 2010 gerechnet werden konnte.


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