(openPR) Patienten deren Ärzte Komplementär- und Alternativmedizin beherrschen tendieren zu geringeren Kosten und leben länger.
Gesundheits-Ökonomen haben weitgehend die Komplementär- und Alternativmedizin (CAM) als Forschungsgebiet ignoriert, obwohl sowohl klinische Erfahrung als auch verschiedene empirische Studien auf Kosteneffektivität hinweisen.
Zwischen 2006 und 2009 wurden die Daten eines niederländischen Krankenversicherers untersucht.
Dabei wurden die
- Quartalszahlen zu Gesundheitsausgaben ( in den Bereichen allgemeinmedizinische Versorgung, Versorgung im Krankenhaus Medikamentenversorgung, Versorgung durch Sanitäter)
- Geburts-und Sterbedaten sowie
- die Daten des Geschlechts
von ca. 150.000 Versicherten mit einbezogen.
Dabei wurden die Daten von Allgemeinärzten mit den Daten von Allgemeinärzten mit einer Zusatzausbildung in CAM (Akupunktur, Homöopathie und anthroposophischer Medizin) verglichen.
Ergebnis:
Patienten, deren Hausärzte eine CAM (komplementär-medizinische) Ausbildung besitzen, haben – je nach Altersgruppe und Behandlungsart – bis zu 30% geringere Krankenkosten und Mortalitätsraten.
Die niedrigeren Kosten resultieren aus weniger Krankenhausaufenthalten und geringeren Arzneikosten.
Quelle: The European Journal of Health Economics, Peter Kooreman and Erik W. Baars, Eur J Health Econ (2012) 13:769–776 , DOI 10.1007/s10198-011-0330-2












