(openPR) Die Leitidee der Philosophischen Praxis lautet: Für ein erfülltes und gelingendes Leben müssen wir immer wieder neu unser Dasein als ganzes in den Blick nehmen und unser Handeln prüfend abwägen.
Philosophische Praxis macht Rat und Orientierung Suchenden ein Angebot, das sich – auf eine knappe Formel gebracht – als dialogische Freiheitspraxis bezeichnen lässt. Im Gegensatz zur zeitgeistüblichen Beraterkultur beantwortet die Philosophische Praxis existenzielle Krisen und psychische Notlagen nicht mit generalisierbaren Diagnoseschlüsseln und einem entsprechenden Instrumentarium an vorgefertigten Lösungsmethoden. Der Bildungsgang zum Philosophischen Praktiker bzw. zur Philosophischen Praktikerin zielt auf die Aneignung der besonderen Fähigkeit, den jeweiligen existenziellen Fragestellungen auf einzigartige Weise zu begegnen. Das heißt: Die Kompetenz des Philosophischen Praktikers zeigt sich hier nicht im Bescheidwissen und Bescheidgeben, sondern in einem hohen Gespür für das Individuelle und Spezifische jeder Gesprächssituation. Jeweils neu gilt es im Dialog eine situative Klugheit zu entfalten, die es den Hilfesuchenden ermöglicht, sich Schritt für Schritt aus einer festgefahrenen Lage herauszulösen, um ein Mehr an Autonomie und Vitalität zu gewinnen.
Insofern die philosophische Tradition seit der Antike ihr Kerngeschäft in der freiheitsbezogenen Selbstbildung des Menschen erblickt, bietet sie eine Fülle von inspirierenden Gedanken und Frageperspektiven. Der Bildungsgang ist bestrebt, diesen Reichtum der philosophischen Tradition in wichtigen Teilen aufzunehmen und auf die besonderen Lebensthemen (innerhalb) der modernen Gesellschaft zu beziehen. Auf diese Weise schult und schärft sich das Augenmerk der Teilnehmer und Teilnehmerinnen für die spezifischen philosophischen Fragen, die sich in den Problemlagen heutiger Menschen auf je unterschiedliche Weise zeigen. Erst eine kritische Distanzierung von den Denkgewohnheiten der Gegenwart vermag den Philosophischen Praktiker in die Lage zu versetzen, das Handwerk der Freiheit auszuüben und Andere so in angemessener Weise dazu zu befähigen.
Für die Durchführung des Bildungsgangs konnte der BV-PP ein internationales Dozentenkollegium gewinnen. Der Bildungsgang setzt auf eine praxisnahe Beschäftigung mit dem philosophischen Erbe, vielfältige Begegnungen mit erfahrenen Praktikern und Praktikerinnen sowie den kontinuierlichen persönlichen Austausch aller Beteiligten.
Der Bildungsgang ist konzipiert für Frauen und Männer, die im Sinne der Philosophischen Praxis als PhilosophInnen beruflich tätig sein wollen. Dazu zählt die freiberufliche Tätigkeit in der Individualberatung, der Beratung von Wirtschaftsunternehmen oder Organisationen, Bildungsarbeit, sowie Bildungs- und Beratungstätigkeiten in einem weiteren Sinne in Angestelltenverhältnissen. Daher richtet sich der Bildungsgang explizit auch an in unterschiedlichen Beratungsfeldern bereits Tätige (Coachs, Lehrer, Therapeuten, Sozialarbeiter, Ärzte etc.), die ihre dialogischen und reflexiven Kompetenzen erweitern wollen.
Anmeldeschluss ist der 15.3.2013.
Weitere Informationen zum Bildungsgang und zum Berufsverband Philosophische Praxis finden unter www.bv-pp.eu.









