18.10.2005 - 10:28 - Politik, Recht & Gesellschaft
Bundesweiter Skandal bei Hühnerhaltung
Pressemitteilung von: die Tierfreunde e.V.
Mainz/Siegen, 18.10.05: Das ARD-Politmagazin REPORT MAINZ sendete am Montag brisantes Videomaterial aus deutschen Hühnerfarmen. Recherchen der Organisation ‚die Tierfreunde e.V.’ aus Siegen/NRW deckten tierquälerische Haltungen und katastrophale Hygienezustände bei einem der größten deutschen Eierproduzenten auf: Tote Tiere liegen teilweise stark verwest zwischen den Lebenden und werden von diesen angefressen. Qualvolle Enge und extremer Parasitenbefall quält die Tiere. Fliegen, Maden und Milben in unerträglichem Ausmaß. Die Hühner sehen ausgemergelt aus, erschöpft und sind teilweise völlig nackt. Aufgrund des Beweismaterials nahmen in den vergangenen Tagen Staatsanwaltschaften in Hessen, Thüringen und Sachsen Ermittlungen auf. Etwa zwei Millionen Hühner werden an den betroffenen Standorten gehalten, deren Eier man in großen Supermarktketten wie Real oder Walmart wieder findet.
„Die Bilder aus den Anlagen sind widerlich“, beschreibt Jürgen Foß, Vorsitzender der Tierfreunde, die Filmaufnahmen. „Ein Einzelfall ist dies jedoch keineswegs. Unser Team findet solche Zustände flächendeckend vor.“ In Deutschland legen fast 50 Millionen Hühner rund 13 Milliarden Eier jährlich, bevor sie als Suppenhühner oder Fertiggerichte auch nach ihrem Tod gewinnbringend vermarktet werden. Eier werden in Millionen, das Fleisch der Hühner in Tonnen gemessen, der Markt wird von gigantischen Unternehmensgruppen beherrscht. Einzelschicksale bleiben in dieser Maschinerie auf der Strecke.
Bereits mehrfach brachte das Rechercheteam der Tierfreunde die untragbaren Zustände der industriellen Tierhaltung ans Tageslicht. Um speziell dahingehende Meldungen aus der Bevölkerung aufzunehmen, haben die Tierfreunde e.V. eine bundesweite Hotline eingerichtet. Meldungen können im Internet auf www.tierfreunde-hotline.de oder per Telefon unter der 0700 – 4442 4442 getätigt werden.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
***
die Tierfreunde e.V.
Schumannweg 4
57250 Netphen
0271-303 20 810
www.die-tierfreunde.de
„Die Bilder aus den Anlagen sind widerlich“, beschreibt Jürgen Foß, Vorsitzender der Tierfreunde, die Filmaufnahmen. „Ein Einzelfall ist dies jedoch keineswegs. Unser Team findet solche Zustände flächendeckend vor.“ In Deutschland legen fast 50 Millionen Hühner rund 13 Milliarden Eier jährlich, bevor sie als Suppenhühner oder Fertiggerichte auch nach ihrem Tod gewinnbringend vermarktet werden. Eier werden in Millionen, das Fleisch der Hühner in Tonnen gemessen, der Markt wird von gigantischen Unternehmensgruppen beherrscht. Einzelschicksale bleiben in dieser Maschinerie auf der Strecke.
Bereits mehrfach brachte das Rechercheteam der Tierfreunde die untragbaren Zustände der industriellen Tierhaltung ans Tageslicht. Um speziell dahingehende Meldungen aus der Bevölkerung aufzunehmen, haben die Tierfreunde e.V. eine bundesweite Hotline eingerichtet. Meldungen können im Internet auf www.tierfreunde-hotline.de oder per Telefon unter der 0700 – 4442 4442 getätigt werden.
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