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Tierversuchsstatistik Schweiz 2011 - Eine kleine Mogelpackung

28.06.201211:44 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Tierversuchsstatistik Schweiz 2011 - Eine kleine Mogelpackung
662 128 Tiere mussten 2011 in Schweizer Tierversuchslabors sterben
662 128 Tiere mussten 2011 in Schweizer Tierversuchslabors sterben

(openPR) Die heute vom Bundesamt für Veterinärwesen (BVet) veröffentlichte Tierversuchsstatistik zeigt für das Jahr 2011 eine Abnahme von Tierversuchen. Die Abnahme beträgt gegenüber dem Vorjahr 13.1%. Diese Abnahme resultiert jedoch hauptsächlich aus einem weggefallenen Grossversuch für die intensivierte Hühnermasthaltung. Insgesamt wurden 2011 in der Schweiz 662 128 Tiere für Tierversuche verbraucht.


Die AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) ist trotzdem über diesen Rückgang erfreut, bezeichnet aber die Tierversuchszahlen als skandalös und spricht von einer tier- und menschenfeindlichen Forschung die den Fortschritt in der Medizin behindert.

In der Industrie wurden auch letztes Jahr wieder weniger Tiere eingesetzt (-25%), was die AG STG als sehr erfreulich bezeichnet. Ebenfalls nahmen Tierversuche in der angewandten medizinischen Forschung ab (-13%). Gegenüber dem Jahr 2000 haben Tierversuche insgesamt in der Schweiz jedoch um 17% zugenommen.
Diesen Anstieg von Tierversuchen bezeichnet die AG STG als ein Versagen der medizinischen Wissenschaften sowie als eine Ohrfeige für die Hoffnungen der Patienten.
Denn trotz der ständig steigenden Tierversuche und der vielen Milliarden Steuergelder, die in diese Art der Forschung gesteckt werden, nehmen viele Krankheiten wie z.B. Alzheimer-Demenz, Diabetes mellitus, Krebskrankheiten und Schlaganfälle immer weiter zu und bleiben ohne adäquate Therapie.
Oberarzt Dr. med. Walz, medizinisch-wissenschaftlicher Berater der AG STG, spricht Klartext: «Krebs ist bei Mäusen und Ratten längst besiegt, aber nichts davon ist auf Menschen übertragbar. Weil Politik und Forschung trotzdem noch auf Tierversuche setzen, muss ich jeden Tag Patienten sagen, dass sie unheilbar krank sind und wir keine Therapie anbieten können.»

Um in der Medizin zu Fortschritten zu kommen und zudem die Sicherheit für Patienten bestmöglich zu gewährleisten, fordert die AG STG, dass die besten zur Verfügung stehenden Testmethoden angewendet werden. Um diese zu ermitteln, muss eine konsequente Vergleichsuntersuchung zwischen humanbiologischen Tests und Tierversuchen im Vergleich mit bekannten Daten aus der Humanmedizin durchgeführt werden.
Die AG STG ist davon überzeugt, dass durch wissenschaftliche Vergleichsuntersuchungen Tierversuche als überflüssig und gefährlich gebrandmarkt würden. Sie sieht darin den Grund, weshalb viele einflussreiche Wissenschaftler, die mit Tierversuchen sehr viel Geld verdienen, gegen jegliche Qualitätskontrolle sind.

Seit Jahren nehmen Tierversuche für die angewandte medizinische Forschung (z.B. Entdeckung und Entwicklung von Arzneimitteln) kontinuierlich ab. Hingegen in der Grundlagenforschung, die im Gegensatz zur angewandten medizinischen Forschung keinen relevanten medizinischen Nutzen für Menschen bringt, nahmen Tierversuche seit dem Jahr 2000 um über 60% zu. «Ein absoluter Skandal auf Kosten von Lebewesen!» moniert die radikale Tierschützerin Paris Hiltl, und erklärt: «Für einen Menschen mit Herz und Verstand ist es unvorstellbar, dass sadistische und geldgierige Forscher vollkommen sinnlose Projekte an fühlenden Lebewesen durchführen dürfen – und dafür meist noch Geld vom Bund erhalten! Dass dies in einem Land, in dem Tierschutz angeblich einen hohen Stellenwert innehat, möglich ist, ist eine Schande.»

Die Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner, kurz AG STG, fordert seit langem einen konsequenten Verzicht auf Tierversuche. Zudem fordert die AG STG die konsequente Förderung und Anwendung von geeigneten tierversuchsfreien Testmethoden statt der Verschwendung von öffentlichen Geldern für völlig veraltete Forschungsmethoden.
Die AG STG fordert endlich ein Umdenken in Politik und Forschung. Will die Schweiz auch in Zukunft zu den führenden Forschungsnationen gehören, müssen wir uns vom Tierversuch verabschieden und den Weg frei machen für eine am Menschen orientierte und für die Menschen nützliche Medizinforschung.
Innovative, tierversuchsfreie Forschungsmethoden sind ein klarer Fortschritt und nicht ein Ersatz für Tierversuche. Die AG STG fordert die Schweizer Behörden auf, den Fortschritt in der Forschung nicht länger zu blockieren.

Die Tierversuchsstatistik 2011 der Schweiz finden Sie unter:
http://www.tv-statistik.bvet.admin.ch/

Weitere Informationen über Tierversuche und über die AG STG finden Sie unter: http://www.agstg.ch

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