(openPR) Schönheitsoperationen - immer mehr vor allem 15 bis 25jährige und vor allem immer mehr Männer setzen auf den Ästhetisch-Plastischen Chirurgen, um vermeintlich körperliche Minuspunkte in Attraktivitätszonen zu verwandeln. Bis 2015, so Berechnungen des Verbands der Ästhetisch-Plastischen Chirurgen Amerika (ASPS), wird sich die Zahl der Eingriffe vervierfacht haben - gegenüber einem ohnehin schon umsatzstarken Jahr 2005. Längst übertrifft die Zahl der Eingriffe in Deutschland die Millionengrenze, der Umsatz wird auf 1,8 Mrd. Euro geschätzt. Kein Wunder, dass ein ganz neuer Geschäftszweig zurzeit bunte Blüten treibt: der Schönheitstourismus nach Osteuropa. Denn der Begriff "Schönheitschirurg" ist berufsrechtlich nicht geschützt - und darf somit, wie etwa auch die Bezeichnung "Journalist", von jedermann verwendet werden!
Sei es die "Schönheitsklinik in Breslau", die mit 60 Prozent günstigeren Eingriffen wirbt, oder aber die Dentaprime Zahnklinik am Schwarzen Meer/Bulgarien, die etwa Veneers "viel günstiger als in Deutschland" setzt - es geht um die „Geiz ist geil“-Klientel , ein deutsches Phänomen, das eben auch für die Maßnahmen der Ästhetischen Chirurgie gilt, wie z.B. Fettabsaugung, Brustvergrößerung oder Intimkorrekturen. Die Werbung von Portalen wie "Schoenheitschirurgie-polen.de" oder "Schoenheitschirurg-tschechien.de" lautet zumeist eindeutig: Leute, kommt, bei uns sind die Löhne niedrig und die Lebenshaltungskosten ebenso, damit auch die Kosten. Wer einmal Urlaub in Polen gemacht hat, weiß, dass zumindest letzteres längst nicht mehr zutrifft - doch dies stört die schätzungsweise 30.000 Patientinnen und Patienten nicht, die pro Jahr nach Osteuropa pilgern - immerhin die Einwohnerzahl einer deutschen Kleinstadt. Immerhin: Die hohen Anforderungen an Praxisausstattung, an Sicherheitsstandards und Personalausstattung verteuern die Maßnahmen in Deutschland - doch beileibe nicht um 60 Prozent.
Was ist das Motiv, sich außerhalb von Deutschland ästhetisch operieren zu lassen? Dr. Wolfgang Hörl aus München (http://www.drhoerl.de) ist ein großer Kritiker des Schönheitstourismus in Richtung Osteuropa: "Darauf gibt es nur eine Antwort: billiger muss es sein! Was uns das bringt, das zeigt der aktuelle Skandal um die billigen Brustvergrößerungs-Implantate der PIP." Wie mehrfach berichtet, schlug der vermeintliche Preisvorteil - den tausende Patientinnen einer Brustvergrößerung mitnehmen wollten - um in erhebliche Nachteile: Die Implantate drohen zu reißen, das gesundheitliche Risiko ist erheblich - und nun muss alles unter hohem Aufwand entfernt und erneuert werden.
Warum aber ist in Deutschland alles so viel teurer - und ist der hohe Preis tatsächlich gerechtfertigt? Dr. Wolfgang Hörl: "Hier geht es um Kompetenz und einen Ausbildungsstand, der weltweit einmalig ist." Eine Weiterbildung zum "Facharzt für Plastische Chirurgie" - wie es Dr. Hörl ist - dauert mindestens sechs Jahre. Sie beginnt nach dem Abschluss des Studiums der Humanmedizin mit dem Erhalt der Approbation als Arzt. Im Zuge seiner Fortbildung führt der Arzt ca. 600 Operationen selbstständig unter Anleitung eines erfahrenen Plastischen Chirurgen durch.
Zur Entscheidungsfindung für eine ästhetische Operation steht zudem ein Beratungs- und Aufklärungsgespräch an erster Stelle. Dabei ist eine absolute Voraussetzung, dass Arzt und Patientin/Patient die gleiche Sprache in ihren Feinheiten sprechen und verstehen.
Es müssen das Für und Wider der Operation und vor allem die möglichen Risiken besprochen werden - denn eine Schönheitsoperation ist beileibe keine Bagatelle. So starben im vergangenen Jahr allein in Deutschland nach einer Fettabsaugung mehr als zehn Menschen - ein weiterer guter Grund, die Maßnahmen fachgerecht durchführen zu lassen.
Der Wohl beste Grund, der gegen eine "Schönheitsreise nach Osteuropa" spricht: Der dortige Arzt kann keinerlei Garantie für den Erfolg des Eingriffs übernehmen - und auch keine Nacharbeiten. Für mehr als die Hälfte aller Fettabsaugungen gilt aber beispielsweise: Es ist noch einmal eine kleinere verfeinernde Operation durchzuführen. Bei einer Komplikation oder bei berechtigter Unzufriedenheit mit dem Ergebnis gilt für Deutschland Folgendes:
Notwendige Nachkorrekturen werden von den meisten Fachärzten für Plastische und Ästhetische Chirurgie kostenlos durchgeführt. Andernfalls greift eine preiswerte Folgekostenversicherung.
Bei schweren Komplikationen, wie z.B. mit Krankenhausaufenthalt, springt die deutsche Krankenversicherung vorerst ein, ist aber gesetzlich gehalten nach § 5 Abs. 2 des Sozialgesetzbuches die Versicherten in angemessener Höhe an den Kosten zu beteiligen und das Krankengeld für die Dauer dieser Behandlung ganz oder teilweise zu versagen oder zurückzufordern. Dafür gibt es die schon genannte Folgekostenversicherung, die dann eintritt.













