(openPR) Rastatt, 09.05.2012. Wie heute seitens der MAQUET Cardiopulmonary AG bekanntgegeben wurde, tragen die im letzten Jahr begonnenen Umstrukturierungsmaßnahmen bereits die angestrebten Früchte. Neben anderen Faktoren trägt vor allem das erreichte Umsatzwachstum und der daraus resultierende erhöhte Personalbedarf im Werk Hechingen dazu bei, dass in diesem Jahr komplett auf die angekündigten betriebsbedingten Kündigungen verzichtet werden kann. Die baulichen Investitionen in Millionenhöhe in den Ausbau und die Sicherung des Werkes Hechingen sollen bis Jahresende abgeschlossen sein.
Die strategische Entscheidung des Unternehmens, sich auf zwei deutsche Standorte zu konzentrieren und Hechingen als weltweites Kompetenzzentrum für sogenannte Oxygenatoren, eine Art künstliche Lunge, auszubauen, zahlt sich für die Region aus.
Nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden der MAQUET Cardiopulmonary AG, Dr. Wolfgang Rencken, wird „mit der Erweiterung der Fertigungsanlagen auf dem Werksgelände an der Neuen Rottenburger Straße ein klares Bekenntnis zum Standort Hechingen abgegeben“. Geplant ist, neben den beiden bestehenden, eine weitere High-Tech-Reinraumfertigung inklusive neuem Laborbereich bis zum Jahresende aufzubauen.
Hintergrund des strukturellen Umbaus ist ein Zukunftssicherungskonzept, welches das Unternehmen angesichts der anstehenden Herausforderungen und Veränderungen in der Medizintechnikbranche stärken und dem steigenden Kostendruck entgegenwirken soll. Im Juli letzten Jahres wurde daraufhin zwischen dem Vorstand und dem Betriebsrat ein Interessensausgleich verabschiedet. Im Zuge dessen wurde die phasenweise und sozialverträgliche Umstrukturierung der MAQUET Cardiopulmonary AG mit seinen Werken in Hirrlingen und Hechingen von beiden beteiligten Parteien detailliert festgeschrieben.
Darin waren für das Jahr 2012 durch die Verlagerung fertigungsnaher Bereiche nach Hechingen und ins türkische Antalya betriebsbedingte Kündigungen von rund achtzig Mitarbeitern vorgesehen. Auf Unternehmensseite zeigte man sich erfreut, dass diese Kündigungen in diesem Jahr komplett vermieden werden können. Das erreichte Umsatzwachstum führt am Standort Hechingen erfreulicherweise zu einem steigenden Personalbedarf. Daneben sind freiwillige Abgänge von Mitarbeitern, die eine neue Anstellung gefunden haben und auslaufende Zeitarbeits- und Zeitverträge als Grund für diese positive Entwicklung zu sehen.
Von derzeit ca. 110 Beschäftigten im Werk Hirrlingen werden rund 70 zum Jahresende nach dem Ende der Baumaßnahmen nach Hechingen umziehen können.
Die verbleibenden rund 40 Mitarbeiter am Standort Hirrlingen werden, wie im Interessensausgleich festgeschrieben, noch bis ins Jahr 2013 hinein sogenannte Reservoire, eine Art Blutauffanggefäß bei Operationen fertigen. Anschließend wird der Standort komplett geschlossen. Es wird seitens des Unternehmens jedoch angestrebt, die betroffenen Mitarbeiter mittels einer Transfergesellschaft zu qualifizieren und zu unterstützen. Die frei werdende Immobilie soll nach dieser Zeit veräußert oder vermietet werden.
Neben den Aktivitäten im Hechinger Raum ist auch der Umzug der vorstandsnahen Verwaltungsbereiche ins Rastatter Stammwerk von MAQUET nun abgeschlossen. In einem logistischen Kraftakt zogen komplette Büros und Schulungsräume, die technische Infrastruktur und rund 100 Mitarbeiter in ein auf dem Werksgelände neu errichtetes Gebäude um.














