(openPR) - Verbraucherplattform Kosmetikanalyse analysiert Inhalt der „Glossy-Box“ Januar
- Ergebnis: Über 25% der Produkte „schlecht“ oder „sehr schlecht“
- Mögliche Folgen: Beeinträchtigung der Hautfunktionen, Reizungen, Allergien
Hamburg, 2. Februar 2012 – Es sind vor allem junge Frauen, die den Anbietern von Kosmetik-Lieferdiensten steigende Umsätze bescheren. Fur wenig Geld versorgen „Glossy-Box“, Douglas oder „Boobox“ die Abonnentinnen nach dem Überraschungsprinzip mit ausgewahlten Kosmetik-Produkten. Doch mit einigen der Tiegel, Tuben und Gläschen holen sich die Frauen auch ein gesundheitliches Risiko ins Haus: Viele der gelieferten Kosmetika enthalten Inhaltsstoffe, die nach aktuellen wissenschaftlichen Studien schlecht verträglich oder sogar gesundheitsschädlich sein konnen. Das ergab eine Analyse der Verbraucherplattform „Kosmetikanalyse“, bei der beispielhaft das Januar-Paket des Marktfuhrers „Glossy-Box“ untersucht wurde.
Von 30 Artikeln, die aus dem Angebot der Glossy-Box Januar stammen, bewertet Kosmetikanalyse acht als schlecht oder sehr schlecht fur die Hautgesundheit – das sind mehr als ein Viertel. Darunter sind auch bekannte Marken wie Adidas for Women, The Body Shop oder Creme 21. Bemangelt wird der haufige Einsatz von Inhaltsstoffen, die zwar zugelassen sind, aber dennoch zu Hautschädigungen fuhren konnen. Das reicht von einer breiten Palette von Duftstoffen, die allergisierend wirken, uber hautunverträgliche Stoffe auf Erdölbasis bis hin zu chemischen Substanzen, die zu Hormonveränderungen fuhren können oder im Verdacht stehen, Krebs auszulösen. Insgesamt wurden acht Produkte mit „gut“, 14 mit „durchschnittlich“, sechs mit „schlecht“ und zwei mit „sehr schlecht“ bewertet.
Die Note „sehr schlecht“ erhielten die folgenden Produkte: Im „Crazy Curl Shampoo“ von Keralock finden sich laut INCI-Angaben auf der Verpackung hautunverträgliche PEGs (Polyethylenglycole) aus Erdölderivaten, verschiedene Parabene, die sich als enzymaktive Substanzen im Korper anreichern können, sowie die toxikologisch bedenklichen Stoffe Tetrasodium EDTA und Sodium Hydroxymethylglycinate. Die „Milk Soap“ des Herstellers Korres enthalt ebenfalls Tetrasodium EDTA und zusatzlich Parfüme und zahlreiche Duftstoffe wie Linalool oder Cumarin, die laut Studien hautreizend wirken und zu den häufigsten Allergieauslösern gehören.
„Der Verbraucher sollte sich nicht von den attraktiven Konditionen und den schönen Verpackungen der Kosmetik-Abos blenden lassen“, rät Günter W. Reichelt, Verwaltungsrat bei Kosmetikanalyse. „Wer sich in gesunder Haut wohlfühlen möchte, der sollte beim Kauf von Beauty-Produkten ganz genau hinsehen und Inhaltsstoffe meiden, die auf der Haut nichts zu suchen haben.“
Die Analyse der Produkte aus der aktuellen „Glossy-Box“, die im Januar an die Abonnentinnen verschickt wurde, basiert auf den Inhaltsstoffen, die unter http://beauty.glossybox.de/glossybox-januar-2012 für jeden Artikel ausgewiesen sind. Aus dem dort angegebenen Gesamtpool bekommt jede Abonnentin eine Auswahl von rund 5 Artikeln zugeschickt. Nagellack wurde in der Analyse nicht berücksichtigt, da er nicht zum Bereich Hautpflege zählt. Zusätzlich wurden stichprobenartig auch die Angebote weiterer Kosmetik-Abos mit einem ähnlichen Ergebnis analysiert.
Für die Bewertung der Inhaltsstoffe zieht Kosmetikanalyse zahlreiche wissenschaftliche Studien heran. Für den Stoff Cumarin etwa wurden unter anderem eine Stellungnahme des Bundesinstituts fur Risikobewertung (2007), die überarbeitete europäische Gesetzgebung, die Vorgaben des Bundesamtes fur Verbraucherschutz und
Fachpublikationen wie die „Enzyklopädie der Dermatologie“ ausgewertet. Die Quellen werden in der Online-Datenbank von Kosmetikanalyse transparent bei den entsprechenden Inhaltsstoff-Analysen angezeigt. Zur Zeit befinden sich rund 8.000 Inhaltsstoffe und 11.000 Produkte in der Datenbank, die laufend durch neue Analysen erweitert wird. Die Produkte sind bei www.kosmetikanalyse.de nach Analyseergebnis absteigend sortiert, so dass schadstofffreie und gut verträgliche Alternativen als erste sichtbar sind.
Die Verbraucherplattform Kosmetikanalyse verbindet eine vollständige Datenbank der erlaubten kosmetischen Inhaltsstoffe mit einer dermatologischen Bewertung auf der Basis von Fachpublikationen. Das Prinzip ist einfach: Wer die nach der INCI-Norm ausgewiesenen Inhaltsstoffe zum Beispiel einer Hautcreme eingibt, erhält eine nach ausgeklügelten Algorithmen errechnete Gesamtbewertung der Creme, übersichtlich nach fünf Güteklassen mit farbigen Smileys gewichtet.
Hinweis an die Redaktion
Im Anhang finden Sie eine Übersicht der analysierten Produkte mit einem Link zu den fur Sie freigeschalteten Produktanalysen. Bei Interesse an einem kostenfreien Testzugang wenden Sie sich bitte an
















