(openPR) Von 58328 männlichen Krebstotesfällen in Deutschland im Jahre 1995 wurden 50 - 70% durch das Rauchen verursacht. (Quelle: Becker, N. J. Cancer Res. Clin. Oncol. 172, 9-19, 2001).
Bei modernen elektrischen Zigaretten werden Flüssigkeiten, sogenannte Liquids verdampft und inhaliert. Dieser Dampf ist in Konsistenz und Empfinden dem Rauch einer normalen Zigarette ähnlich.
Hauptursache für das erhöhte Krebsrisiko oder auch für andere Folgeerkrankungen von Rauchern (z.B.: Bronchitis und Emphyseme) ist eine unüberschaubare Anzahl von Fremdstoffen, die bei der Verbrennung von Tabakrauch (Entstehungstemperatur 850-950 °C) und durch Pyrolyse von Zigarettenpapier gebildet werden. In der Gasphase von Tabakrauch wurden bisher mehr als 500 chemische Verbindungen identifiziert, in der Partikelphase (Kondensat) mehr als 4000, darunter 69 anerkannte cancerogene (krebserregende) Stoffe und eine Vielzahl an toxischer, z. T. hochreaktiver Substanzen (Quelle: Marquadt & Schäfer, Lehrbuch der Toxikologie, Suttgart, 2004).
Zum Unterschied dazu findet in der elektrischen Zigarette keine Verbrennung statt. Der Inhalierte Rauch enthält daher weder Teer, noch Kondensat oder Kohlenmonoxid. (Quelle: O. Univ. Prof. Dr. Bernd. Mayer Pfharmakologisch-toxikologische-Fachgutachten, 2010)
Aber wo ist dann der Stein des Anstoßes bei elektrischen Zigaretten?
In den letzten Wochen gab es bezüglich der Inhaltsstoffe von elektrischen Zigaretten immer wieder erschreckende Berichte in den Medien.
Es seien in einer FDA Studie krebserregende Nitrosamine in den Liquids gefunden worden. Die Zusammensetzung der Liquids sei völlig unklar. Die Kombination der Trägerstoffe mit den Aromastoffen führe zu unerwarteten neuen Gefahren!
Gleichzeitig fehlen wissenschaftliche Langzeitstudien über die Auswirkungen auf den Organismus.
Dem ist entgegen zu setzen, dass die FDA Studie schon 2009 durchgeführt wurde und unter Wissenschaftlern nicht anerkannt wird, da die Höhe der gefundenen Werte nicht bekanntgegeben wurde.
Eine Zusammenfassung von 16 Studien zur elektrischen Zigarette von Zachary Chan (University of California at Berkeley) und Michael Siegel (Bosten University School of Public Health) die im Dezember 2010 im Journal of Public Health Policy veröffentlicht wurde, zeigt ein viel genaueres Bild der e-Zigarette und zieht eine durchaus positive Bilanz der selbigen.
Im Detail wurden in einem Stück Nicorette Kaugummi 2 Nanogramm Nitrosamine pro Kaugummi,
in einem Nico Derm Pflaster mit 4mg Nikotin 8 Nanogramm Nitrosamine pro Pflaster,
und in den e-Zigaretten Liquid (aus China mit 16 mg Nikotin) 8,18 Nanogramm Nitrosamine pro Gramm gefunden.
Im Vergleich dazu wurden verschiedene Zigarettenmarken getestet. Als Beispiel enthält ein Gramm Marlboro 6260 Nanogramm an Nitrosaminen pro Gramm eine Zigarette der hierzulande eher unbekannten Marke Skoal (long cut straight) sogar 9290 Nanogramm an Nitrosaminen pro Gramm
Übrigens finden sich Nitrosamine auch in vielen Lebensmitteln wie Fleisch, Wurst, Käse Fisch und Bier.
Im Tierversuch sollen sich Karzinome erst bei einer Konzentration von 2000 bis 5000 Nanogramm Nitrosamine pro Kilogramm Körpergewicht ausbilden.
Anzumerken ist, dass die Nitrosamine in den Liquids laut Flavourart, einem großen Lebensmittelaromen Hersteller und inzwischen einem der größten Hersteller von Liquids für e-Zigaretten nur finden, wenn auch Nikotin enthalten ist.
Das medizinische Nikotin für e-Zigaretten soll dabei dasselbe sein, das auch in den Kaugummis und Pflastern vorkommt und aus echten Tabakpflanzen extrahiert werden. Deshalb können sich eben Spuren von Nitrosaminen in Produkten mit Nikotin finden.
Bleiben also die angeblich unbekannten Auswirkungen der Aromen dieser Flüssigkeiten mit dem Trägerstoff Propylenglycol.
Propylenglycol welches Inhaliert wird, ist dabei eine gut untersuchte Substanz. Schließlich Kommt es auch bisher schon in vielen medizinischen Produkten so z.B. auch in Hustensprays und Asthma Inhalatoren vor.
Propylenglycol wird auch in sogenannten Nebelmaschinen bei Veranstaltungen verdampft.
Neueste Studien bezeugen erneut das Propylenglycol bei Inhalation ohne toxischer Wirkung ist.
Inzwischen gibt es sogar eine Laborstudie mit Tierversuchen (Ratten und Hunden), die eine dauerhafte Inhalation von Propylenglycol über einen Monat hinweg bei hoher Konzentration untersucht, und ein relativ niedriges toxisches Potential ausstellt.
Selbst besagte FDA bewertet das Propylenglycol im Allgemeinen als sicher.
Aber wie verhält sich eine Verbindung mit Aromen?
Wie auf der Internetseite von Flavourart zu lesen ist wurde deshalb von Flavourart das CearStream Programm ins Leben gerufen.
Die von Flavourart für e-Zigaretten angebotenen Liquids werden dabei von Medizinern und Toxikologen in unabhängigen Labors getestet.
Tierversuche an nicht medizinischen Produkten sind dabei in der Europäischen Union bereits oder bald verboten.
Bisherige Untersuchungen von Liquids in Europa wurden daher im Normalfall nur gaschromatographisch durchgeführt. Ein Test mit lebenden Organismen ließe aber wesentlich bessere Rückschlüsse zu.
Einzigartig an der neuen Methode von Flavourart ist nun, dass zusätzlich eine eigene Zellkultur entwickelt wurde, die eine Lebensnahe Rauchsimulation zulässt.
Die Zellen werden dabei mit einer standardisierten Methode mit verschiedenen hohen Konzentrationen an Aromen im Liquid bedampft.
Zur Kontrolle wird auch der Rauch einer echten Zigarette verwendet.
Die Auswirkungen dieser Bedampfung/Berauchung werden dann an den Zellen untersucht.
Die Ergebnisse der einzelnen Geschmacksrichtungen werden anschließen völlig transparent und für jeden einsehbar im Internet veröffentlicht und wurden bisher als unbedenklich eingestuft.
Eine auf Fakten beruhende Diskussion kann damit erst wirklich von statten gehen. Gleichzeitig erhalten Verbraucher von e-Zigaretten endlich eine Sicherheit die es bisher in dieser Qualität nicht gab.
Fazit:
Auch wenn Langzeitstudien zur e-Zigarette auch weiter noch fehlen, gilt sie doch immer noch als „neu“ am Markt, so scheint die e-Zigarette viel sicherer und ungefährlicher zu sein als uns aktuelle Medienberichte weiß machen wollen.
Klar scheint zu sein, dass sie die bessere Alternative zur normalen Zigarette ist. Wer also etwas davon haben sollte, wenn sie Verboten wird, und Dampfer womöglich zurück zur Zigarette wechseln, bleibt der Phantasie des Lesers überlassen.











