(openPR) Bad Berka, 19. Januar 2012. --- Ein „wissenschaftliches Jubiläum“ steht in diesen Tagen in der Zentralklinik Bad Berka ins Haus. Mit einigem Stolz laden Kardiologen und Herzchirurgen bereits zum 20. Mal zum jährlichen „Kardiologie-Symposium“ ein. Inzwischen hat sich dieser wissenschaftliche Kongress zu einem festen Termin in den Kalendern der Herzspezialisten in Thüringen und ganz Deutschland entwickelt. Aber auch aus dem europäischen Ausland werden Besucher am 20. und 21.Januar 2012 unter den über 300 Teilnehmern erwartet. Teilnehmen werden neben kardiologischen Fachärzten vor allem auch Hausärzte, Allgemeinmediziner sowie Internisten, die oftmals die erste Anlaufstation für Patienten mit Herzbeschwerden sind.
In diesem Jahr stehen Themen wie Herzinsuffizienz und koronare Herzerkrankungen im Vordergrund des wissenschaftlichen Austauschs. Hier werden die Experten aus Bad Berka und anderen Kliniken neue nicht-invasive und auch apparative Therapieverfahren vorstellen, die für die Patienten mit häufig schon weit fortgeschrittener Erkrankung eine Verbesserung der Beschwerden und auch eine Steigerung der Lebensqualität versprechen. Professor Dr. Bernward Lauer, Chefarzt der Klinik für Kardiologie, erläutert die Therapieverfahren: „Bei einigen Herzerkrankungen stehen uns heute deutlich verbesserte medikamentöse Therapieoptionen und auch neue apparative Methoden zur Verfügung als noch vor wenigen Jahren.“ Damit, so der Kardiologe, läßt sich bei den sehr schwer kranken Patienten häufig eine deutliche Besserung der klinischen Situation erreichen.
Herzrhythmusstörungen stehen im Mittelpunkt des zweiten Tages des diesjährigen Kardiologie-Symposiums. Auch in diesem Bereich konnten in den vergangenen Jahren neue Therapieansätze sowohl im medikamentösen als auch im interventionellen Bereich entwickelt werden. „Mit den verschiedenen Therapiemöglichkeiten gelingt es uns immer besser, Patienten mit Herzrhythmusstörungen dauerhaft zu behandeln und ihre Lebenssituation erheblich zu verbessern. Wir setzen hier in Bad Berka auf enge Zusammenarbeit zwischen Rhythmologen und Herzchirurgen, um eine optimale Therapiestrategie zu entwickeln“, stellt Professor Dr. Christoph Geller, Chefarzt der Abteilung für Rhythmologie und invasive Elektrophysiologie der Zentralklinik, das Behandlungskonzept vor.
Der dritte Schwerpunkt des Kongresses widmet sich den Erkrankungen der Herzklappen. Auch hier stehen moderne chirurgische Verfahren, wie sie z. B. bei Mitralklappen-Erkrankungen zum Einsatz an der Zentralklinik kommen, im Vordergrund. Gerade in diesem Bereich ist in der Regel immer eine enge Abstimmung zwischen Herzchirurgen und Kardiologen erforderlich, um zu entscheiden, welche Behandlung eingesetzt werden soll. Chefarzt Dr. Thomas Kuntze von der Klinik für Herzchirurgie der Zentralklinik erläutert das gängige Verfahren: „Bei vielen Patienten beraten wir interdisziplinär, ob ein Herzklappenersatz interventionell durch einen Katheter oder durch eine ‚klassische‘ Herzoperation erfolgen soll.“
Gerade diese medizinischen Fragestellungen werden daher im Rahmen des 20. Bad Berkaer Kardiologie-Symposiums im Vordergrund stehen und haben oftmals auch direkten Einfluss auf die Arbeit des Herzzentrums in Bad Berka. Die zum Verbund RHÖN-KLINIKUM AG gehörende Zentralklinik Bad Berka hat sich in den letzten Jahren zu einem der größten Herzzentren in Deutschland entwickelt und bietet das gesamte Spektrum moderner und innovativer Behandlungsmethoden im Bereich der Herzmedizin an.
Aber nicht nur Ärzte werden an dem Kongress teilnehmen. Am Samstag findet wieder ein spezieller Workshop für nicht-ärztliches Personal statt. Bei dieser Veranstaltung für medizinisches Pflege- und Assistenzpersonal stehen Themen wie Herzrhythmusstörungen, Echokardiografie sowie Notfalltraining inklusive Reanimation im Vordergrund. „Mit diesem Workshop wollen wir die Verzahnung der Arbeit von Ärzten und Pflegekräften noch weiter verbessern, um akut kranken Patienten helfen zu können“, führt Professor Christoph Geller abschließend aus.
Geschäftsführerin Dr. Kerstin Haase gratulierte den Chefärzten und Mitarbeitern zu diesem runden Jubiläum und dankte ihnen für das Engagement, das eine solche große Veranstaltung erst jährlich ermögliche.







